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Markenbildung mit Social Media

Wie man mit Hilfe von Social Media Angeboten (Facebook, Twitter & Co) eine Marke bekannt macht, erklärt AJ Vaynerchuk (Gründer von VaynerMedia) im Podcast von Andrew Warner auf Mixergy.com. Zusammen mit seinem Bruder Gary (Autor von Crush It!, Host von Wine Library TV und Gründer von VaynerMedia) beraten die Brüder Unternehmen in Sachen Markenbildung. VaynerMedia legt seinen Fokus dabei auf die Markenbildung von Produkten, Unternehmen und Personen.  AJ bloggt auf  ajvaynerchuk.com und Gary auf garyvaynerchuk.com, beides sehr lesenswerte Blogs.

This is more than an interview because the Mixergy audience challenged me to make my programs more even useful. So I invited AJ Vaynerchuk, Co-Founder of VaynerMedia, to show how his company helps organizations like the Jets and the NHL build their brands using social media — and how you can use some of the same ideas to grow your brand.

As you’ll see, a lot of prep went into this program. Before we started, AJ sent me a list of big ideas that he wanted to leave you with. Durning the interview, I showed a few sites from the Mixergy audience, and AJ talked how those ideas would apply to those specific sites.

I even tried a promising new video platform from Vokle.com to show you slides and web sites during the program.

Diesen und weitere Podcasts der Serie findet ihr (auch zum Download im Mp3 Format) auf http://mixergy.com.

/Herdecke – Die Heimat auf Twitter

Twitter.com/Herdecke
Vor einigen Tagen hat mich einer der Mitautoren dieser Seite auf einen Artikel auf Techcrunch Europehingewesen. Der Blog berichtete über einen Fall aus Mannheim. Die Gründer des Unternehmens Mikogo hatten sich 2007 den Usernamen “Mannheim” auf Twitter gesichert und nutzen diesen zur Kommunikation über ihr Unternehmen. Jetzt drei Jahre später erhielt Mark Zondler ein Schreiben vom Rechtsamt der Stadt Mannheim. In diesem Schreiben forderte die Stadt ihn dazu auf den Twitter-Account an die Stadt abzugeben. Andernfalls drohte das Amt mit rechtlichen Schritten. Nach Angaben von Mikogo gab es vorher keinen Versuch der Stadt mit den Besitzern des Accounts in Kontakt zu treten. Die Stadt setzt direkt auf Drohmechanismen und ist anscheinend an keiner einvernemliche Einigung interessiert ist. Die rechtliche Seite dieses Streits kann und möchte ich auch nicht kommentieren. Aber den Umgang mit Bürgern und Unternehmern aus der eigenen Stadt finde ich schon sehr erschreckend. Die Reaktionen von anderen Beobachtern des Vorgangs scheinen ähnlich zu sein.

Für mich hat der Fall aber noch eine andere Seite. Den auch ich besitze einen Twitter Account mit dem Namen meiner Heimatstadt. Twitter.com/Herdecke habe ich niemals für kommerzielle Zwecke genutzt und habe auch kein Interesse dies in der Zukunft zu tun. Aus ein paar Webapplikationen habe ich damals versucht eine System zu basteln, welches regelmäßig über Veranstaltungen und Termine in Herdecke berichtet. Leider bin ich letzten Herbst aus der Stadt zwischen den Ruhrseen weggezogen und lebe jetzt in Lüneburg. Daher ist der Twitter-Account in den letzten Monaten weitgehend inaktiv gewesen. Schon seit einiger Zeit überlege ich die Accountdaten einfach an die Presseabteilung der Stadt zu übergeben. Darauf hat mich die Aktivtiäten meines neuen Wohnorts auf Twitter gebracht. Hier in Lüneburg ist die Stadtverwaltung mit @lueneburg auf Twitter vertreten und bietet einen wirklich sinnvollen Service. In letzten Wochen konnte die Plattform besonders gut zeigen wo sie eine gute Ergänzung zu der Kommunikation zwischen Stadt und Bürgern seien kann. Durch die von Daisy verursachten starken Schneefälle ist in der Stadt Lüneburg und dem Landkreis häufiger die Schule ausgefallen. Die aktuellesten Informationen gab es zu der Situation schon früh morgens auf twitter.com/lueneburg. Für Eltern und Schüler bringt der Kommunikationskanal also einen klaren Mehrwert.

Daher bin ich natürlich auch dafür das Städte wie Mannheim und auch meine Heimatstadt Herdecke diese Möglichkeiten, die das Web bietet, nutzen. Doch den Weg, den die Stadt aus Baden-Württemberg gewählt hat, um in den Besitz des Twitter-Accounts zu kommen mag vielleicht rechtlich korrekt sein (Die Anwälte von Mikogo haben Zweifel daran) aber hat doch einen sehr bitteren Nachgeschmack. Man kann so etwas auch auf eine andere Art und Weise lösen. Ich bin sofort bereit den Account mit dem Namen von Herdecke abzugeben, wenn die Stadt den Service nutzen möchte, um die Bürger besser über Termine, Veranstaltungen und Verwaltungsangelegenheiten zu informieren. Auch wenn meine Lebensmittelpunkt nicht mehr in der Stadt ist, würde ich gerne weiter über das was in Herdecke passiert informiert bleiben. Es wäre doch toll wenn über die schönen Veranstaltungen und Konzerte während der berühmten “Herdecker Maiwoche” auch via Twitter informiert werden könnte.

Backupify: Aus der Wolke und in die Wolke

backupify

Das Sicherungskopien von unseren persönlichen Daten nicht nur sinnvoll sondern Pflicht für jeden nachhaltigen Umgang mit digitalen Medien sind, ist heute den Meisten bekannt. Doch im Bereich cloud computing wird diese Weisheit oft noch vergessen. Die Diskussion um Privatsphäre im Internet überschattet hier die Frage nach der Sicherheit persönlicher Daten auf fremden Servern. Dabei vertrauen wir Webservice-Angeboten heute nicht nur Fotos, Statusupdates und Emails an, sondern auch wichtige Dokumente. Die Geschichte hat uns eigentlich gelehrt, dass StartUps auch so schnell wieder verschwinden können, wie sie gekommen sind. Und mit einem Unternehmen könnten auch viele tausend Gigabyte persönliche Daten verschwinden.

backupify, ein StartUp aus Louisville (KY, USA), ist nun gestartet, um Datenverlust aus cloud computing Angeboten zu verhindern. Zu diesem Zeitpunkt bietet backupify die Sicherung von Daten aus Flickr, Twitter, Delicious, Zoho, Google Docs, Photobucket. Außerdem befindet sich noch einige Webseiten in Beta. Zu diesen gehört auch Gmail und Facebook. Für viele Nutzer des Content-Mangement-Systems WordPress dürfte die Möglichkeit, den eigenen Blog über ein PlugIn zu sichern sehr interessant sein. Bei der Anmeldung hat der User die Möglichkeit einen eigenen Amazon S3 Account Speicherungsort für die Daten einzutragen. Auch backupify selbst setzt auf S3 zur Speicherung der Daten. Das Storage Angebot von Amazon hat einen guten Ruf in Sachen Sicherheit und sollte wohl auch weiterbestehen, falls backupify nicht am Markt besteht. Es besteht die Möglichkeit zwischen einem täglichen und wöchentlichen Sicherungszyklus zu wählen. Bis Ende Januar bietet der StartUp neuen Nutzern ein besonderes Angebot. Alle die sich bis zum 31. Januar anmelden erhalten den Service weiter kostenlos. Auch danach wird es ein Basisangebot, ohne Kosten für den Nutzer,  aber auch Premiumangebote geben. Die Gründer haben angekündigt, dass das zukünftige Basisangebot weniger Features als das bis Ende des Monats erhältliche haben wird.

backupify nutzt zur Sicherung die Datenformate der Serviceanbieter. Oft ein maschinenlesbares XML Format. Ein Teil der Premiumangebote  in Zukunft könnte die Aufbereitung der Daten für menschliche Augen sein. Einigen potenzielle Nutzer dürfe es nicht leicht fallen ihre Login Informationen an einen Drittanbieter abzugeben. Leider ist dies aber noch zum Teil nötig. Noch nicht alle Webservice-Anbieter unterstützen eine Authentifizierung über so genannte OAuth-Protokolle. Diese Protokolle ermöglichen einen sicheren Datentransfer zwischen APIs ohne, dass die Login Informationen beim Drittanbieter gespeichert werden müssen. Hier sind Twitter und Facebook positive Beispiele. Beide unterstützen eine solche Authentifizierung.

Der Service scheint nicht nur den Nutzern zu gefallen. In einem Podcast auf dem twit.tv Network erklärte Robert May, einer der Gründer von backupify, dass die Gespräche mit Riskokapitalgebern an der U.S. Westküste erfolgreiche verlaufen würden. Näher auf die Pläne für die Zukunft ging er aber nicht ein. Eine Ausweitung des Angebots auf deutlich mehr Webapplikationen ist aber zu erwarten.

Blippy.com – automatisierte Produktempfehlungen

Blippy Screenshot

Auf Blippy.com, einem StartUp aus den USA, kann man seine neuesten Einkäufe als Status Updates veröffentlichen. Blippy ist gerade mit seiner Public Beta Version online gegangen und hat bereits 1,6 Millionen Dollar Kapital gesichert. Zu den Investoren gehören Sequoia Capital, Charles River Ventures, die Angel Investoren Ron Conway, Evan Williams (CEO Twitter), Jason Calacanis, James Hong und Ariel Poler.

Das “Twitter für Einkäufe” (exciting Commerce) ermöglicht seinen Nutzern, nach eigenen Angaben “[..]to share and discuss the things people are buying”. Blippy will die simple Frage “Was kaufst du?” beantworten. Der ganze Prozess ist dabei automatisiert, d.h. der Nutzer meldet sich über Blippy auf seinen Accounts der Blippy-Partner (Amazon, Zappos, Woot!, Kreditkarte etc.) an und es werden die getätigten Einkäufe automatisch auf Blippy veröffentlicht. Es ist allerdings nicht möglich, Status Updates á la Twitter, also über ein Textfeld einzugeben – was meiner Meinung nach sinnvoll wäre. Das ganze soll also eine Art “automatisierte Produktempfehlungsplattform” darstellen, die man nicht unbedingt pflegen muss. Die Frage, die sich dabei alle Welt stellt: “Was ist dabei der Mehrwert für den Nutzer?” Die Idee ansich ist ja nicht schlecht. Produktempfehlungen werden von einer großen Anzahl an eCommerce bzw. Social Shopping Plattformen verwendet. Aber wie groß ist das Interesse daran, ob eine unbekannte Person zehn Apps bei iTunes gekauft hat? Für Blippy und seine Partner wahrscheinlich groß, da sich die Nutzerdaten wunderschön auswerten lassen. Aber für den Nutzer? Vorallem ist es fraglich, ob man seine Einkäufe automatisiert veröffentlichen möchte. Bei Online Shops, ist das Ganze ja noch einigermaßen überschaubar, wenn es aber um alle Einkäufe geht, die man über eine Kreditkarte, EC-Karte oder sein Bankkonto tätigt, ist das nicht gerade unbedenklich was die Privatsphäre angeht. Es ist zwar möglich bestimmte Einkäufe nicht zu veröffentlichen, eine Pause einzulegen oder seinen Account ganz von der Veröffentlichung zu sperren, aber dies ist mit einem (wenn auch geringem) Aufwand verbunden – man muss sie manuell stoppen. Mint.com nutz ein ähnliches Prinzip, bei dem Einkaufsdaten der Nutzer automatisch erfasst werden. Hier ist aber der Mehrwert gegeben, dass den Nutzern Finanzanalysetools zur Verfügung gestellt werden. Wenigstens ist es möglich seine Einkäufe über die Blippy Account Einstellungen zu privatisieren. Interessant an Blippy ist eigentlich nur, dass dies ein erstes Konzept darstellt, wie man ein Geschäftsmodell für Twitter angehen kann. Allerdings fehlt der Mehrwert für den Nutzer, der die Öffnung seiner Privatsphäre kompensiert. Ein erstes Beispiel wie Produkte über Blippy bekannt werden können ist WiThings (Näheres dazu im Podcast von Leo Laporte – ziemlich am Ende).

Meiner Ansicht nach kann das Blippy Konzept in einem freundschaftlichen, und nicht automatisiertem Kontext durchaus sinnvoller sein. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Modell im Umfeld des Freundeskreises, nach einem Frage-Anwort bzw. Status Modell, sehr nützlich ist. Bspw. Status:”Ich suche einen neuen Laptop – Budget 500€” – Antwort eines Freundes (der bekanntlich technikaffin ist und das Nutzungsverhalten seines Freundes kennt): “der Laptop XY ist für Dich ganz gut geeignet”. Wenn dies dann auch noch mit einem Affiliate Konzept verbunden ist (an dem die Nutzer beteiligt werden!!) ist der Anreiz zum Mitmachen durchaus gegeben. Meiner Ansicht nach ist das Problem der meisten Produktempfehlungen, dass es Empfehlungen von Menschen sind, die man persönlich nicht kennt und so auch nicht ihre Motivation und produktspezifischen-Kenntnisse einschätzen kann.

Was meint ihr?

Nachtrag: Hier findet Ihr ein Interview mit Philip Kaplan (Gründer Blippy) und hier ein Podcast mit Ashvin Kumar (Gründer Blippy).

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