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frents.com – das “Internet of Things”

frents.com

Gestern ist ein neues Social Network  an den Start gegangen – ja richtig Social Network!  frents.com heisst das neue Netzwerk eines Berliner StartUps in dem sich alles um Produkte bzw. “Sachen” dreht.  Die Mission des Startups ist es das erste “Internet of Things” zu schaffen. Ferdinand Mühlhäuser (einer der Gründer) sagt:

“In
 jeder
 Straße
 liegen
 viele
 Dinge,
 die
 andere
 Menschen
 gerne
 nutzen
 würden
 oder sogar
 dringend
 benötigen.
 Durch
 frents
 möchten
 wir
 erreichen,
 dass
 diese
 Ressourcen
zum Vorteil beider Seiten eingesetzt werden können” (Pressemitteilung – PDF)

Auf der Plattform sollen Nutzer in Zukunft sehen, was Freunde, Bekannte und Un-Bekannte so an herrlichen Dingen zuhause rumliegen haben und für einen Obolus (oder sogar umsonst) bereit sind zu vermieten bzw. zu verleihen. Auch Dienstleistungen wie Babysitting, Hunde ausführen etc. können auf frents gesucht und gefunden werden. Des Weiteren ist die Plattform offen für gewerbliche Vermieter von Produkten und Anbieter von Dienstleistungen, wohinter sich allerdings nicht das Geschäftsmodell von frents.com verbirgt, denn frents ist auch für gewerbliche Vermieter von Produkten kostenlos zu nutzten (so steht es zumindest im Flyer für Vermieter). Die frents GmbH wurde bereits 2007 in Berlin von Philipp Sebastian Rogge und Ferdinand Mühlhäuser gegründet (wie eine Pressemitteilung aus dem Jahr 2008 verrät).  Heute ist das Team zu Dritt, denn Carlo Pohlhausen ist nach der aktuellen Pressemitteilung Mitgründer.

Auf frents.com kann man sich über Facebook Connect, mit einem vorhandenen Facebook Account einloggen. Nachdem man Facebook erlaubt hat mit frents zu kommunizieren, wird man aufgefordert seine Daten (Geschlecht, Geburtsdatum, PLZ  und Email Adresse) anzugeben. Dann sollte man eine Email von frents.com bekommen, die man bestätigt und schon kanns los gehen. Man kann Freunde einladen, ein erstes Produkt oder eine Dienstleistung anlegen, durch vorhandene Produkte stöbern oder direkt nach einem bestimmten Produkt mit Standort suchen. Die Stöberfunktion hat als erstes meine Aufmerksamkeit geweckt, da bisher noch keiner meiner Facebook Freunde  frents.com nutzt, und so auch keine Produktbeziehungen vorhanden sind. Und siehe da, es gab sogar schon eine Fülle von Angeboten von gewerblichen Dienstleistern. Um ein Produkt mieten zu können, stellt man eine Reservierungsanfrage, was per Formular erfolgt. Ein Produkt einszustellen ist auch recht einfach und relativ intuitiv. Man gibt eine ISBN, EAN oder Amazon Nummer in ein Suchfeld ein und frents importiert automatisch die Produktdaten inkl. Foto von Amazon. Was nicht funktioniert hat, ist die automatische Auswahl der Produktkategorie (wahrscheinlich nur ein kleiner bug der gefixed werden muss). Alternativ legt man ein Produkt manuell an. Wenn das Produkt angelegt ist, stellt man die Sichtbarkeit des Produkts ein, wobei man 4 Möglichkeiten zur  Auswahl hat: öffentlich (jeder sieht die Sache und dich als Besitzer), halböffentlich (Jeder sieht die Sache, aber nicht, dass du der Besitzer bist), privat (Nur ausgewählte Freunde können die Sache sehen) und verborgen (Außer dir kann niemand die Sache sehen). Des Weiteren legt man, wenn gewünscht, Leihbedingungen an. Alle Produkte werden auch quasi automatisch bei Facebook veröffentlicht, was sich aber auch verhindern lässt.

Auf dem offenen Marktplatz können alle Sachen gezeigt, empfohlen, diskutiert, geliehen
 und
 gekauft
 werden, genauso wie auch auf Facebook. Was eventuell ein bisschen zu viel des Guten ist, da frents.com meiner Meinung nach das Potenzial zu einer guten Ergänzung zu Facebook, auch in Form einer App, hat. Deswegen sollte frents.com sich auch nur auf diese Funktion konzentrieren, anstatt zu versuchen ein komplett neues Netzwerk zu schaffen (was netzwertig.com ähnlich sieht). Was mir sehr gut gefällt an dem Dienst, ist das Konzept. frents.com ähnelt zwar Diensten wie Blippy und Co. (im Bezug zu: “ich zeige mein Hab und Gut”), allerdings wird durch die Miet-Möglichkeit ein viel interessanterer Ansatz bzgl. einer möglichen Monetarisierung verfolgt. Wir sind gespannt, wie sich frents.com in Zukunft entwickelt und ob sich hierdurch neue Möglichkeiten im eCommerce ergeben.

Hier noch ein Video von frents.com:

Tradeshift revolutioniert Transaktionen

Tradeshift

Ein StartUp aus Dänemark, mit revolutionärem Potenzial, hat sich zum Ziel gesetzt alle Organisationen (der Welt!!) auf einer Plattform elektronisch zu verbinden, um so bessere, effizientere und sicherere Transaktionen unter ihnen zu ermöglichen. Die Idee ist es Rechnungen und weitere Daten zu aktuellen, vergangenen und zukünftigen Transaktionen auf der ersten “OPEN global business platform” namens Tradeshift zu bündeln. Das Problem, das die Gründer Gert Sylvest, Christian Lanng und Mikkel Hippe Brun erkannt haben und mit Tradeshift lösen wollen, ist den Prozess, dass Rechnungen, die bisher elektronisch erstellt, auf Papier gedruckt, per Post verschickt, empfangen und wieder digitalisiert werden, durch ein Email-ähnlichen System zu ersetzten. Dabei werden Rechnungen online erstellt oder aus vorhanden Systemen (SAP, etc.) über eine API exportiert und direkt an den Empfänger versendet. Rechnungen werden dabei nicht nur empfangen und versendet, sondern können auch verwaltet werden, indem man sie nach ihrer Priorität oder Zahlungsziel organisiert. Des Weiteren bietet TradeShift einen App Store, indem sowohl kostenlose als auch kommerzielle Apps angeboten werden, welche die Funktionen von Tradeshift erweitern. Das beste an der ganzen Sache: Tradeshift ist umsonst für klein- und mittelständische Unternehmen. Unternehmen mit über 250 Mitarbeitern und staatliche Organisationen zahlen eine Nutzungsgebühr.
Die Idee hinter Tradeshift gefällt mir sehr gut. Mit Tradeshift können Unternehmen Zeit und somit auch Geld einsparen. Des Weiteren wird weniger Papier verbraucht. Hier ein paar interessante Fakten aus dem Tradeshift Blog:

…when you know that we spend around 10% of the wood cut down in the world on “invoices”, that we send more invoices each week than there are people in the world and they typically each take 30 minutes to handle.

Was eine weitere Idee wäre, um diese Plattform zu erweitern (oder ein neues StartUp zu gründen), ist das Ganze auch für privat Personen anzubieten. Ich will nicht wissen, wie oft ich schon nach Rechnungen von Laptop, Fernseher, etc. gesucht habe (oft auch ohne Erfolg). Deshalb wäre es doch toll, wenn man sich an der Kasse seines Elektronik-Fachgeschäfts die Rechnung aufs Smartphone oder über bspw. TradeShift direkt senden lassen könnte. Alle Rechnungen wären so digital und in Garantie- oder Umtauschfällen wäre keine lange Suche mehr nötig. Man könnte sogar soweit gehen, dass solch ein System Bargeld und Kreditkarten ersetzt, da man direkt mit bspw. dem TradeShift Account, der mit der Bank verbunden ist, bezahlen könnte.

Was meint Ihr?

Hier noch ein Video zu Tradeshift:

Weitere, ergänzende Infos zu Tradeshift gibts bei TechCrunch und auf Tradeshift.com findet Ihr noch drei weitere Videos!

CrowdFlower: Outsourcing 2.0

Crowd Flower

In der Betriebswirtschaftslehre hat sich seit längerer Zeit ein Begriff verfestigt: Outsourcing. Dies bedeutet etwa soviel, als dass Unternehmen originäre Aufgaben aus dem Unternehmen abkapseln und mit Hilfe eines oder mehrere externen Dienstleister ausführen lassen. Generell lässt sich feststellen, dass bisher nur große Unternehmen auf die Idee kamen die Möglichkeiten des heutigen Internets sich zur Nutze zu machen. Viele beschränken sich jedoch auch dabei auf die reine Kommunikation nach außen, wie zum Beispiel in Form eines “Corporate Blogs” zeigt.

Dass man die Ressourcen des WWW auch weitaus über die reine “Sender-Empfänger”-Beziehung nutzen kann, zeigt CrowdFlower: Dieses StartUp ermöglicht es Unternehmen, Aufgaben in so kleine Aufgabenpakete aufzuteilen, dass Menschen mit zu viel Freizeit daran arbeiten können. Und das für Umme. Zusätzlich preist CrowdFlower einen weiteren Vorteil an: die Fehlerrate sei sehr gering, da die Aufgaben so überschaubar sind. Bereits Facebook griff diese Idee auf und lies Teile der Website von Usern selbst übersetzen.

Meines Erachtens hat dieser Ansatz Potential. Zu dieser Ansicht bin wohl nicht nur ich gekommen. So konnte CowdFlower dieses Jahr bereits 5 Mio. USD von einer VC-Gesellschaft locker machen. Es bleibt abzuwarten, ob es sich für Unternehmen lohnt zuerst den Aufwand zu betreiben Arbeitspakete zu schnüren und diese weiterzugeben oder nicht doch lieber zusätzliches Personal einzustellen.

Beezag bezahlt dich fürs Werbung schauen

Über das folgende Modell hat sich der eine oder andere unter euch sicher schon einmal Gedanken gemacht: Man “bezahlt” Menschen dafür, dass sie Werbung schauen. Klingt eigentlich ganz einfach. Genau das hat sich das New Yorker StartUp Beezag auch gedacht und bietet dieses Modell mit dem Claim: “watch videos. earn cash.” seinen Nutzern an. Beezag tritt bisher als eine Art exklusive Community auf (ähnlich wie Ventee Privee es einmal tat). Man wird entweder geworben oder man schreibt sich auf eine Warteliste, um einen Einladung, in Form eines Armbands :) mit Zugangscode, zu erhalten. Wenn man sich angemeldet hat werden Produktinteressen abgefragt und man kann Werbung schauen, was sich positiv auf seinen iTunes oder Paypal Account auswirkt.  Ausserdem bekommt man exklusive Angebote, Coupons, und andere Vergünstigungen der Werbepartner von Beezag.
Um sicher zu gehen, dass die Nutzer die Werbespots auch wirklich verfolgen werden Zahlen während der Werbung eingeblendet, die man zum Schluss des Spots eingeben muss, um das Geld zu erhalten. Das StartUp hat sich in einer zweiten Runde (nach $ 750.000) gerade weitere $ 2,5 Mio von einer Gruppe Angel Investoren gesichtert (via TechCrunch).  Man darf gespannt auf den Erfolg der Plattform sein, und vorallem darauf, wer dieses Konzept in Deutschland als erstes kopiert.

Hier noch ein kleines Video zu Beezag:

Smava: Kreditspekulationen von Privatleuten

SmavaWährend in den USA aufgrund der Finanzkrise die Sparquote langsam zunimmt, scheint sie subjektiv gesehen in Deutschland abzunehmen. Oder wie lassen sich sonst Werbungen für “Handyverträge ohne Schufa-Auskunft” erklären?

Jedenfalls scheinen findige Anbieter diesen vermeintlichen Trend erkannt zu haben und so tümmeln sich mittlerweile mehrere Kreditvermittler im Internet: Smava zum Beispiel (stellvertretend für die vielen Anbieter) bietet an, Kredite von Privatpersonen zu erhalten oder zu vergeben. Und dies “günstig und fairer als Bankkredite”. Inwiefern dies sicher ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Ein gewisses Restrisiko bleibt wohl erhalten, weswegen Anleger auch in gewisser Weise zu Spekulanten werden. Smava selbst tritt nur als Vermittler in Erscheinung. Ein lukratives Geschäftsmodell. So hat der Anbieter es nicht nötig Kapital bereit zu stellen, sondern vermittelt lediglich unter Anlegern und Kreditnehmern. Und kassiert dafür Provision.

Der große Vorteil aus Kundensicht liegt ganz klar in der einfachen und unkomplizierten Abwicklung. Während ein Bankkredit langwierige Prüfungen verlangt, kann bei den Kreditvermittlern relativ schnell Geld beschafft oder angelegt werden. Trotz dieser Einfachheit ist es interessant, dass bisher die Überschuldungsquote von Privatpersonen in Deutschland nicht zu- sondern abgenommen hat. Creditreform gibt darüber in einer Studie auskunft. Hoffen wir, dass es dabei bleibt, sonst wird dieser Herr bald noch mehr Aufträge bekommen.

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