Posts Tagged ‘StartUp’
Sofatutor: eLearning aus Deutschland
August 5th, 2010 • Medien, StartUps
Tags: David Herborn, Deutschland, eLearning, Lernen, Sofatutor, StartUp
Wer träumt als Student nicht davon seine Vorlesungen bequem von daheim aus auf dem Sofa anzuschauen? Oder der Schüler, der zwar den Unterricht schwänzt, aber den Stoff einfach und schnell nachholen kann? Vermutlich viele! Das müssen sich auch die Erfinder von Sofatutor, eine eLearning Plattform, gedacht haben.
Das Prinzip ist simpel, aber genial: Doktoranten, Lehrer oder Studenten und Schüler können Lernvideos erstellen und bei Sofatutor einstellen. Sofatutor selbst überprüft die eingereichten Videos nach deren Relevanz (inhaltlich und technisch) und nach deren Freischaltung stehen diesen den wissbegierigen Nutzern zur Verfügung. Damit das Ganze noch einen monetären Anreiz für die Videoersteller hat, muss jeder Nutzer einen monatlichen Beitrag von 7 bis 14 Euro entrichten (Preis abhängig vom Abo, ähnlich von Xing). Dafür kann dieser einen Monat lang unbegrenzt auf das Video-Repertoire zugreifen. Die Ersteller der Videos bekommen pro Zuschauer einen Beitrag gezahlt (einen Anteil von 25% des Monatsbeitrags). Die Nutzer können ihr neu erlangtes Wissen auch gleich unter Beweis stellen: nach jedem Kapitel kann ein kleiner Abschlusstest erfolgen.
Ein interessanter Ansatz wie ich finde. Laut Sofatutor befinden sich derzeit 3297 Videos zur Verfügung. Davon sind die meisten aus den Bereichen BWL, Chemie und Mathematik. Es werden aber bestimmt noch mehr dazu kommen. Was wirklich toll ist, ist dass die Produzenten von Videos eine echte Entlohnung bekommen. Wie hoch diese letztendlich in der Praxis aussieht, geht nicht konkret hervor. Die Frage bleibt jedoch, ob auch genug Nutzer da sind, die diese Videos auch in Anspruch nehmen.
Startupbootcamp – Von der Idee zum Unternehmen in 3 Monaten
May 26th, 2010 • Entrepreneurship, Venture Capital
Tags: 3 Monate Startup, Alex Farcet, Kopenhagen, mentoren, mentoring, seed capital, seed kapital, StartUp, startupbootcamp, startupweekend, techstars, Unternehmensgründung, ycombinator
Startupbootcamp ist ein 3 Monatiges Programm in Kopenhagen zur Gründung eines Unternehmens. Das Programm richtet sich an Teams mit innovativen Ideen und der Motivation diese in einem 3 Monatigen “Bootcamp” so weit wie möglich umzusetzten. Bewerben können sich Entrepreneure aus ganz Europa noch bis zum 30. Juni unter www.startupbootcamp.dk. Aus den Bewerbungen werden 10 Ideen ausgewählt und zum 3 monatigen Startupbootcamp nach Kopenhagen eingeladen. Die ausgewählten Teams erhalten pro Mitglied 25.000 DKK (knapp 3400€), um den Lebensunterhalt während der Zeit zu finanzieren, und einen Büroplatz im Inkubator. Der Prozess während des “Bootcamps” wird von ehrfahrenen Mentoren begleitet. Die Teams wählen dabei ein Mentoren Team (von über 50 Mentoren), das sie während der Zeit in Kopenhagen unterstützt. Startupbootcamp bekommt als Gegenleistung zwischen 5 und 10 % des Unternehmens, das während des “Bootcamps” entsteht.
Am Ende des 3 monatigen Programms steht dann der Investor Day, an dem die Teams die einmalige Chance haben ihr Unternehmen vor über 100 Investoren zu präsentieren. Die zwei erfolgreichsten Teams gehen dann auf die US Investoren Tour von Techstars und können ihre Idee vor weiteren zahlreichen Investoren in den USA präsentieren. Die Idee zum Startupbootcamp kommt ursprünglich aus den USA, wo Projekte wie TechStars und Y combinator seit einiger Zeit das Konzept sehr erfolgreich umsetzten (Wen das Konzept näher interessiert: hier ein Podcast mit Paul Graham, Partner bei Ycombinator). Startupbootcamp ist seit diesem Monat der erste europäische Partner von TechStars und profitiert so von einem globalen Netzwerk an Investoren und Gründern.
Startupbootcamp wurde unter Anderem von Alex Farcet ins leben gerufen, einem Unternehmer, der die dänische Startup Szene sehr gut kennt. Wir hatten die Chance Alex und einige der Mentoren des Startupbootcamps beim Startupweekend in Kopenhagen persönlich kennenzulernen und waren sofort von ihrer Leidenschaft und Erfahrung überzeugt. Wir können jedem empfehlen, sich beim startupbootcamp zu bewerben. Durch den Prozess und das Netzwerk das solche Projekte anbieten kann man viel lernen und kommt schnell zum Ziel. Auf Förderland.de findet Ihr ein Interview mit Alex Farcet zum Konzept von Startupbootcamp und auf berufebilder.de ein Interview mit Christopher Plantener (Gründer von Zielgut,) der selbst Mentor bei Startupbootcamp ist.
Hier noch ein Interview mit TechStars Gründer David Cohen
Tiger Tag: das Fundbüro im Netz
May 6th, 2010 • 2 comments StartUps
Tags: finden, fundbüro, gefunden, StartUp, tigertag, verlieren, verloren, wiederfinden, zurück geben
Folgendes Szenario: du bist in der Stadt mit deinem Laptop unterwegs und setzt dich auf eine Bank, um die Sonne zu genießen. Ein Bekannter kommt vorbei und ihr verliert euch in einem Gespräch. Nach einiger Zeit lauft ihr zusammen zur U-Bahn, um nach Hause zu fahren. In der Bahn merkst du, dass du deinen Rucksack inklusive Laptop auf der Parkbank liegen lassen hast. Zur selben Zeit läuft ein Passant an der Parkbank vorbei und sieht deinen Rucksack mutter-seelen-allein rumliegen. Er wundert sich und schaut sich um, ob sich der Besitzer in der Nähe befindet. Da dies nicht der Fall ist, schaut er in den Rucksack und sieht den Laptop. Er würde den Laptop gerne dem Besitzer zurück geben, weiss aber nicht wem der Laptop gehört.
Normalerweise würde man in so einem Fall das nächste Fundbüro bzw. die nächste Polizeiwache aufsuchen, um den Laptop dort abzugeben. Allerdings hat sich ein Startup gedacht, dass dieses Problem auch einfacher zu lösen ist. TigerTag hat sich zur Mission gesetzt, Menschen das Wiederfinden und Findern das zurückgeben von Dingen zu erleichtern. Das Ganze funktioniert durch einen kleinen unscheinbaren Aufkleber mit einem Code und dem Satz “Do good. Return. www.tigertag.com”, den der vorsorgliche Besitzer auf alle Dinge kleben kann die ihm am Herzen liegen. So kann man iPad, Smartphone oder Schlüsselbund mit den kleinen Aufklebern taggen, und diese auf www.tigertag.com registrieren. Zur Registrierung erstellt man sich einen Account und wählt die Kategorie aus, in die das getaggte Produkt am besten passt. Wenn das Produkt registriert ist, können ehrliche Finder den Code auf dem Aufkleber auf www.tigertag.com eingeben und haben dann die Möglichkeit den Besitzer des Produktes zu kontaktieren. Großzüge Besitzer der Produkte können dann natürlich auch den Findern einen Finderlohn geben.
Mir gefällt die Idee sehr gut, da man so zumindest die Chance hat sein Hab und Gut vor Verlust abzusichern. Die Idee lebt natürlich von der Ehrlichkeit der Menschen. Allerdings denke ich, dass die Möglichkeit einen Laptop oder ein Telefon mit Erflog an den richtigen Besitzer zurückzugeben auch die Motivation steigert dies zu tun. TigerTag behauptet, dass die Erfolgsrate bei 75% liegt.
Die Aufkleber, bzw. die TigerTags, kann man auf www.tigertag.com in Form von 14er Bögen bestellen. Dabei fallen nur geringe Versandkosten an, die Tags ansich sind kostenlos. Ich habe mein Handy, Laptop, Hausschlüssel, Ladekabel, etc. gleich mal getaggt und hoffe auf ehrliche Finder, falls ich mal wieder mein Zeug irgendwo liegen lasse…
Wir haben noch ein paar Bögen Tags übrig. Deswegen schicken wir den ersten 5 von euch die zu diesem Post ein Kommentar hinterlassen jeweils einen Bogen Tiger Tags mit 14 Tags gratis zu. Bitte vergesst nicht die Email Adresse im dafür vorgesehen Feld anzugeben, damit wir euch Kontaktieren können.
PlaceLocal: Lokalize ad
March 23rd, 2010 • 1 comment Marketing, StartUps
Tags: local ad, lokale unternehmen, lokale werbung, Lokalzeitungen, online marketing, online werbung, PaperG, placelocal, StartUp, werbemittel, Werbeplatz
Online Werbung ist nun schon seit einigen Jahren ein stetig wachsender Markt. Die Werbebudgets der werbetreibenden Industrie verschieben sich immer mehr in Richtung Internet: der Online Werbemarkt wächst und gedeiht. Da Online Werbung operationalisierbar ist und somit effizienter als Werbung über die traditionellen Medien, ist es insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen eine sinnvolle Lösung. Schon mit einem kleinen Budget können Unternehmen eine eigene Werbekampagne (bspw. über Google und Facebook) im Netz starten und den Erfolg über einfach zu interpretierende Tools messen.
Eine Barriere besitzt jedoch die Online Werbung: man sollte über eine Internetpräsenz verfügen, an die der gebuchte Werbeplatz den potenziellen Kunden weiterleitet. Allerdings haben vor allem klein- und mittelständische Unternehmen das Problem, dass viele keine eigene Internetpräsenz unterhalten. Für diese ist Online Werbung somit verständlicherweise eher unattraktiv. Aus diesem Grund werden bisher Anzeigen in Lokalzeitungen bevorzugt, um potenzielle Kunden auf das Unternehmen und seine Produkte aufmerksam zu machen.
An dieser Barriere setzt ein StartUp namens PaperG an. PaperG ist ein Online Vermarkter mit einem Fokus auf lokale Unternehmen. Das Unternehmen will bereits etablierte Kanäle wie Lokalzeitungen einbinden und ihnen das uneffiziente Geschäft mit Minikunden abnehmen. Gleichzeitig bietet PaperG klein- und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit Online Werbung automatisiert und lokal zu nutzen. Diese Aufgabe soll das Produkt PlaceLocal lösen, welches automatisiert Online Anzeigen aus den im Netz vorhanden Informationen erstellt. Die Daten (Adresse, Kontakt, Fotos, Bewertungen, etc.) werden automatisch von der Homepage des Werbenden oder von Diensten wie Yelp oder Google Maps bezogen. Die Auswahl von geeigneten Fotos und positiven Bewertungen erfolgt durch eine semantische Analysemethode. Aus den diversen Informationen erstellt PlaceLocal automatisiert eine Flash basierte Werbeanzeige, die bei Bedarf mit wenigen Mausklicks angepasst werden kann. Wenn der Werbetreibende über keine Webseite verfügt, kann PlaceLocal auf die gleiche Weise eine Internetpräsenz erstellen, auf welche die Anzeige dann verweist. Auf diese Weise wird selbst Unternehmen ohne eigene Homepage ein sinnvoller Weg hin zur Online Werbung geboten. Und das sind allen Anschein nach nicht wenige. Nach Angaben von Roger Lee (COO von PaperG) verfügen 50% der klein-Unternehmen in den USA über keine Internet Präsenz. PlaceLocal befindet sich nach Angaben von Technology Review im Moment noch in einer Testphase. Allerdings arbeitet der Vermarkter bereits mit namenhaften Publishern wie bspw. dem “Boston Globe” und dem “Houston Chronicle“ zusammen. PaperG wurde bereits 2007 gegründet und bietet seitdem seinen Kunden das innovative Online Werbemittel Flyerboard an. Mit PlaceLocal zeigt das Unternehmen eine innovative Lösung, die Puplishern (bspw. Lokalzeitungen) eine effizientere Abwicklung von Kleinkunden, und Werbetreibenden ( bspw. Lokales Unternehmen) ein kostengünstiges Werbemittel mit lokalem Targeting bietet.
Insbesondere für Verlage ist ein solches Konzept mit Fokus auf lokaler Werbung wohl besonders interessant, was auch das Beispiel der WAZ mit Ihrem Groupon Klon Westdeal belegt. Der Verlagsbranche tun sich in Zukunft wohl wieder neue Chance auf, durch Möglichkeiten wie sie PlaceLocal bietet.
frents.com – das “Internet of Things”
March 14th, 2010 • StartUps, eCommerce
Tags: berlin, Carlo Pohlhausen, Facebook, Ferdinand Mühlhäuser, frents, frents GmbH, frents.com, Internet of Things, netzwerk für sachen, Philipp Sebastian Rogge, Sachen online mieten, Social Community, social network for things, StartUp
Gestern ist ein neues Social Network an den Start gegangen – ja richtig Social Network! frents.com heisst das neue Netzwerk eines Berliner StartUps in dem sich alles um Produkte bzw. “Sachen” dreht. Die Mission des Startups ist es das erste “Internet of Things” zu schaffen. Ferdinand Mühlhäuser (einer der Gründer) sagt:
“In jeder Straße liegen viele Dinge, die andere Menschen gerne nutzen würden oder sogar dringend benötigen. Durch frents möchten wir erreichen, dass diese Ressourcen
zum Vorteil beider Seiten eingesetzt werden können” (Pressemitteilung – PDF)
Auf der Plattform sollen Nutzer in Zukunft sehen, was Freunde, Bekannte und Un-Bekannte so an herrlichen Dingen zuhause rumliegen haben und für einen Obolus (oder sogar umsonst) bereit sind zu vermieten bzw. zu verleihen. Auch Dienstleistungen wie Babysitting, Hunde ausführen etc. können auf frents gesucht und gefunden werden. Des Weiteren ist die Plattform offen für gewerbliche Vermieter von Produkten und Anbieter von Dienstleistungen, wohinter sich allerdings nicht das Geschäftsmodell von frents.com verbirgt, denn frents ist auch für gewerbliche Vermieter von Produkten kostenlos zu nutzten (so steht es zumindest im Flyer für Vermieter). Die frents GmbH wurde bereits 2007 in Berlin von Philipp Sebastian Rogge und Ferdinand Mühlhäuser gegründet (wie eine Pressemitteilung aus dem Jahr 2008 verrät). Heute ist das Team zu Dritt, denn Carlo Pohlhausen ist nach der aktuellen Pressemitteilung Mitgründer.
Auf frents.com kann man sich über Facebook Connect, mit einem vorhandenen Facebook Account einloggen. Nachdem man Facebook erlaubt hat mit frents zu kommunizieren, wird man aufgefordert seine Daten (Geschlecht, Geburtsdatum, PLZ und Email Adresse) anzugeben. Dann sollte man eine Email von frents.com bekommen, die man bestätigt und schon kanns los gehen. Man kann Freunde einladen, ein erstes Produkt oder eine Dienstleistung anlegen, durch vorhandene Produkte stöbern oder direkt nach einem bestimmten Produkt mit Standort suchen. Die Stöberfunktion hat als erstes meine Aufmerksamkeit geweckt, da bisher noch keiner meiner Facebook Freunde frents.com nutzt, und so auch keine Produktbeziehungen vorhanden sind. Und siehe da, es gab sogar schon eine Fülle von Angeboten von gewerblichen Dienstleistern. Um ein Produkt mieten zu können, stellt man eine Reservierungsanfrage, was per Formular erfolgt. Ein Produkt einszustellen ist auch recht einfach und relativ intuitiv. Man gibt eine ISBN, EAN oder Amazon Nummer in ein Suchfeld ein und frents importiert automatisch die Produktdaten inkl. Foto von Amazon. Was nicht funktioniert hat, ist die automatische Auswahl der Produktkategorie (wahrscheinlich nur ein kleiner bug der gefixed werden muss). Alternativ legt man ein Produkt manuell an. Wenn das Produkt angelegt ist, stellt man die Sichtbarkeit des Produkts ein, wobei man 4 Möglichkeiten zur Auswahl hat: öffentlich (jeder sieht die Sache und dich als Besitzer), halböffentlich (Jeder sieht die Sache, aber nicht, dass du der Besitzer bist), privat (Nur ausgewählte Freunde können die Sache sehen) und verborgen (Außer dir kann niemand die Sache sehen). Des Weiteren legt man, wenn gewünscht, Leihbedingungen an. Alle Produkte werden auch quasi automatisch bei Facebook veröffentlicht, was sich aber auch verhindern lässt.
Auf dem offenen Marktplatz können alle Sachen gezeigt, empfohlen, diskutiert, geliehen und gekauft werden, genauso wie auch auf Facebook. Was eventuell ein bisschen zu viel des Guten ist, da frents.com meiner Meinung nach das Potenzial zu einer guten Ergänzung zu Facebook, auch in Form einer App, hat. Deswegen sollte frents.com sich auch nur auf diese Funktion konzentrieren, anstatt zu versuchen ein komplett neues Netzwerk zu schaffen (was netzwertig.com ähnlich sieht). Was mir sehr gut gefällt an dem Dienst, ist das Konzept. frents.com ähnelt zwar Diensten wie Blippy und Co. (im Bezug zu: “ich zeige mein Hab und Gut”), allerdings wird durch die Miet-Möglichkeit ein viel interessanterer Ansatz bzgl. einer möglichen Monetarisierung verfolgt. Wir sind gespannt, wie sich frents.com in Zukunft entwickelt und ob sich hierdurch neue Möglichkeiten im eCommerce ergeben.
Hier noch ein Video von frents.com:
Tradeshift revolutioniert Transaktionen
February 26th, 2010 • 2 comments StartUps, eCommerce
Tags: "OPEN global business platform, Dänemark, Rechnungen online verwalten, StartUp, Tradeshift
Ein StartUp aus Dänemark, mit revolutionärem Potenzial, hat sich zum Ziel gesetzt alle Organisationen (der Welt!!) auf einer Plattform elektronisch zu verbinden, um so bessere, effizientere und sicherere Transaktionen unter ihnen zu ermöglichen. Die Idee ist es Rechnungen und weitere Daten zu aktuellen, vergangenen und zukünftigen Transaktionen auf der ersten “OPEN global business platform” namens Tradeshift zu bündeln. Das Problem, das die Gründer Gert Sylvest, Christian Lanng und Mikkel Hippe Brun erkannt haben und mit Tradeshift lösen wollen, ist den Prozess, dass Rechnungen, die bisher elektronisch erstellt, auf Papier gedruckt, per Post verschickt, empfangen und wieder digitalisiert werden, durch ein Email-ähnlichen System zu ersetzten. Dabei werden Rechnungen online erstellt oder aus vorhanden Systemen (SAP, etc.) über eine API exportiert und direkt an den Empfänger versendet. Rechnungen werden dabei nicht nur empfangen und versendet, sondern können auch verwaltet werden, indem man sie nach ihrer Priorität oder Zahlungsziel organisiert. Des Weiteren bietet TradeShift einen App Store, indem sowohl kostenlose als auch kommerzielle Apps angeboten werden, welche die Funktionen von Tradeshift erweitern. Das beste an der ganzen Sache: Tradeshift ist umsonst für klein- und mittelständische Unternehmen. Unternehmen mit über 250 Mitarbeitern und staatliche Organisationen zahlen eine Nutzungsgebühr.
Die Idee hinter Tradeshift gefällt mir sehr gut. Mit Tradeshift können Unternehmen Zeit und somit auch Geld einsparen. Des Weiteren wird weniger Papier verbraucht. Hier ein paar interessante Fakten aus dem Tradeshift Blog:
…when you know that we spend around 10% of the wood cut down in the world on “invoices”, that we send more invoices each week than there are people in the world and they typically each take 30 minutes to handle.
Was eine weitere Idee wäre, um diese Plattform zu erweitern (oder ein neues StartUp zu gründen), ist das Ganze auch für privat Personen anzubieten. Ich will nicht wissen, wie oft ich schon nach Rechnungen von Laptop, Fernseher, etc. gesucht habe (oft auch ohne Erfolg). Deshalb wäre es doch toll, wenn man sich an der Kasse seines Elektronik-Fachgeschäfts die Rechnung aufs Smartphone oder über bspw. TradeShift direkt senden lassen könnte. Alle Rechnungen wären so digital und in Garantie- oder Umtauschfällen wäre keine lange Suche mehr nötig. Man könnte sogar soweit gehen, dass solch ein System Bargeld und Kreditkarten ersetzt, da man direkt mit bspw. dem TradeShift Account, der mit der Bank verbunden ist, bezahlen könnte.
Was meint Ihr?
Hier noch ein Video zu Tradeshift:
Weitere, ergänzende Infos zu Tradeshift gibts bei TechCrunch und auf Tradeshift.com findet Ihr noch drei weitere Videos!
CrowdFlower: Outsourcing 2.0
January 24th, 2010 • Marketing, StartUps, eCommerce
Tags: Corporate Blog, CrowdFlower, Crowdsurfing, Facebook, Outsourcing, StartUp, VC-Gesellschaft
In der Betriebswirtschaftslehre hat sich seit längerer Zeit ein Begriff verfestigt: Outsourcing. Dies bedeutet etwa soviel, als dass Unternehmen originäre Aufgaben aus dem Unternehmen abkapseln und mit Hilfe eines oder mehrere externen Dienstleister ausführen lassen. Generell lässt sich feststellen, dass bisher nur große Unternehmen auf die Idee kamen die Möglichkeiten des heutigen Internets sich zur Nutze zu machen. Viele beschränken sich jedoch auch dabei auf die reine Kommunikation nach außen, wie zum Beispiel in Form eines “Corporate Blogs” zeigt.
Dass man die Ressourcen des WWW auch weitaus über die reine “Sender-Empfänger”-Beziehung nutzen kann, zeigt CrowdFlower: Dieses StartUp ermöglicht es Unternehmen, Aufgaben in so kleine Aufgabenpakete aufzuteilen, dass Menschen mit zu viel Freizeit daran arbeiten können. Und das für Umme. Zusätzlich preist CrowdFlower einen weiteren Vorteil an: die Fehlerrate sei sehr gering, da die Aufgaben so überschaubar sind. Bereits Facebook griff diese Idee auf und lies Teile der Website von Usern selbst übersetzen.
Meines Erachtens hat dieser Ansatz Potential. Zu dieser Ansicht bin wohl nicht nur ich gekommen. So konnte CowdFlower dieses Jahr bereits 5 Mio. USD von einer VC-Gesellschaft locker machen. Es bleibt abzuwarten, ob es sich für Unternehmen lohnt zuerst den Aufwand zu betreiben Arbeitspakete zu schnüren und diese weiterzugeben oder nicht doch lieber zusätzliches Personal einzustellen.
Beezag bezahlt dich fürs Werbung schauen
January 24th, 2010 • StartUps
Tags: Beezag, Coupons, Geld verdienen, StartUp, Werbespots, Werbung
Über das folgende Modell hat sich der eine oder andere unter euch sicher schon einmal Gedanken gemacht: Man “bezahlt” Menschen dafür, dass sie Werbung schauen. Klingt eigentlich ganz einfach. Genau das hat sich das New Yorker StartUp Beezag auch gedacht und bietet dieses Modell mit dem Claim: “watch videos. earn cash.” seinen Nutzern an. Beezag tritt bisher als eine Art exklusive Community auf (ähnlich wie Ventee Privee es einmal tat). Man wird entweder geworben oder man schreibt sich auf eine Warteliste, um einen Einladung, in Form eines Armbands
mit Zugangscode, zu erhalten. Wenn man sich angemeldet hat werden Produktinteressen abgefragt und man kann Werbung schauen, was sich positiv auf seinen iTunes oder Paypal Account auswirkt. Ausserdem bekommt man exklusive Angebote, Coupons, und andere Vergünstigungen der Werbepartner von Beezag.
Um sicher zu gehen, dass die Nutzer die Werbespots auch wirklich verfolgen werden Zahlen während der Werbung eingeblendet, die man zum Schluss des Spots eingeben muss, um das Geld zu erhalten. Das StartUp hat sich in einer zweiten Runde (nach $ 750.000) gerade weitere $ 2,5 Mio von einer Gruppe Angel Investoren gesichtert (via TechCrunch). Man darf gespannt auf den Erfolg der Plattform sein, und vorallem darauf, wer dieses Konzept in Deutschland als erstes kopiert.
Hier noch ein kleines Video zu Beezag:
Smava: Kreditspekulationen von Privatleuten
January 21st, 2010 • StartUps, Unternehmen, eCommerce
Tags: Creditreform, Kredit, Provision, Smava, StartUp
Während in den USA aufgrund der Finanzkrise die Sparquote langsam zunimmt, scheint sie subjektiv gesehen in Deutschland abzunehmen. Oder wie lassen sich sonst Werbungen für “Handyverträge ohne Schufa-Auskunft” erklären?
Jedenfalls scheinen findige Anbieter diesen vermeintlichen Trend erkannt zu haben und so tümmeln sich mittlerweile mehrere Kreditvermittler im Internet: Smava zum Beispiel (stellvertretend für die vielen Anbieter) bietet an, Kredite von Privatpersonen zu erhalten oder zu vergeben. Und dies “günstig und fairer als Bankkredite”. Inwiefern dies sicher ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Ein gewisses Restrisiko bleibt wohl erhalten, weswegen Anleger auch in gewisser Weise zu Spekulanten werden. Smava selbst tritt nur als Vermittler in Erscheinung. Ein lukratives Geschäftsmodell. So hat der Anbieter es nicht nötig Kapital bereit zu stellen, sondern vermittelt lediglich unter Anlegern und Kreditnehmern. Und kassiert dafür Provision.
Der große Vorteil aus Kundensicht liegt ganz klar in der einfachen und unkomplizierten Abwicklung. Während ein Bankkredit langwierige Prüfungen verlangt, kann bei den Kreditvermittlern relativ schnell Geld beschafft oder angelegt werden. Trotz dieser Einfachheit ist es interessant, dass bisher die Überschuldungsquote von Privatpersonen in Deutschland nicht zu- sondern abgenommen hat. Creditreform gibt darüber in einer Studie auskunft. Hoffen wir, dass es dabei bleibt, sonst wird dieser Herr bald noch mehr Aufträge bekommen.






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