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Seedlounge – live Crowdfunding auf der CeBIT
March 11th, 2011 • 1 comment Entrepreneurship, Wettbewerbe
Tags: abilife.de, bilbone, CeBIT, Crowd-Investor, Crowdfunding, eCommerce, Entrepreneur, Entrepreneurship, frents, Gründer, Gründung, Gründungskapital, Idee pitchen, Internet start up, Investoren, Kapitalsuche, kickstarter, linoq, live crowdfunding, Pitch, Seedlounge, Start Up, StartUp, Unternehmensgründung, Venture Capital, Webciety
Am vergangenen Samstag waren wir auf der CeBIT (die uns dieses Jahr leider Presseausweise verweigert hat), um uns die Seedlounge anzuschauen. Die vier Finalisten, die sich im Verlauf der Woche vor dem Publikum in der Webciety mit ihrem Gründungsvorhaben durchsetzten konnten waren:
Wer das Konzept der Seedlounge noch nicht kennt: Die Seedlounge ist ein Live Crowdfunding Event. Online Crowdfunding Projekte wie bspw. kickstarter.com haben in jüngster Vergangenheit gezeigt, dass eine Idee nicht immer gleich zahlungskräftige Investoren benötigt, sondern durchaus auch über viele kleine Geldgeber finanziert werden kann. Diaspora, eines der berühmtesten Beispiele, konnte sich über die Internetplattform kickstarter.com insgesamt 200.000 US$ Kapital von knapp 6.500 verschiedenen Spendern für die Idee eines offenen Facebooks beschaffen. Auf Kickstarter fließt das Geld in Form von Spenden in die Projekte und Geldgeber erhalten keine Unternehmensanteile als Gegenleistung.
Bei der Seedlounge läuft das ein wenig anders, hier erhalten Crowd-Investoren auch Anteile an den Startups, in die sie investieren. Die Seedlounge überträgt das Konzept des Corwdfunding in eine Live Veranstaltung, und ermöglicht schon ab einem Investment von 200 €, sich an einem Startup zu beteiligen. Nachdem sich ein Startup erfolgreich für die Seedlounge beworben hat, bietet sich die Chance während des Events mit einem Pitch das Publikum zu einem Investment zu motivieren. Investoren können einfach via SMS, ähnlich einer Abstimmung, in die Startups investieren. So investierte das Publikum bei der Seedlounge in München insgesamt 11.000 € in drei Unternehmen.
Während der Seedlounge auf der CeBIT konnten sich die Gründer des Startups Abilife.de mit Ihrer Idee als Sieger der Veranstaltung durchsetzten und sich 850 € für Ihr Gründungsvorhaben sichern. Abilife.de bietet eine Plattform die Abiturienten in Allem unterstützt, was mit dem Abitur zu tun hat, wie bspw. die Erstellung einer Abi-Zeitung, das Drucken von Abi-Shirts, das Planen des Abi-Scherzes und der Abi-Party.
Frents, ein Startup über das wir bereits berichteten, konnte sich 600 € sichern. Frents erlaubt Nutzern Dinge, wie bspw. Bücher, DVDs oder Werkzeug unter Freunden, Nachbarn oder Fremden zu teilen. Nutzer können Dinge, die Sie bereit sind zu verleihen oder zu vermieten in ein virtuelles Verleih-Regal stellen, in dem dann andere Nutzer sehen was es in der Nähe zu leihen oder zu mieten gibt.
Bilbone und Linoq gingen leider während der Veranstaltung leer aus. Bilbone beschreibt sich selbst als “App-Store für reale Freizeit Aktivitäten” und bietet Nutzern eine Plattform für das Suchen und Finden von abenteuerlichen Erlebnissen. Linoq ist eine eCommerce Plattform, die Shopping Empfehlungen unter Freunden monetarisiert.
Das Konzept der Seedlounge ist in jedem Fall interessant. Ein wenig enttäuschend war für uns der Endbetrag, der letztendlich in die Startups investiert wurde. Allerdings lag dies wahrscheinlich größtenteils an einem Publikum, dass nicht für ein Investment sondern zur Unterhaltung die Seedlounge auf der CeBIT verfolgte. Normalerweise verlangt die Seedlounge einen Eintrittspreis, um als Crowd-Investor bei dem Event teilnehmen zu können. Dies ist sicherlich nötig, um die Ernsthaftigkeit der Investoren sicherzustellen. Nichtsdestotrotz, war es ein spannendes Event und hat die Gründern hoffentlich bei Ihren Vorhaben ein Stück weitergebracht. Die nächste Seedlounge findet in Hamburg am 10.03.2011 statt. Karten hierfür gibt es bereits ab 25 € bspw. über Xing.
frents.com – das “Internet of Things”
March 14th, 2010 • eCommerce, StartUps
Tags: berlin, Carlo Pohlhausen, Facebook, Ferdinand Mühlhäuser, frents, frents GmbH, frents.com, Internet of Things, netzwerk für sachen, Philipp Sebastian Rogge, Sachen online mieten, Social Community, social network for things, StartUp
Gestern ist ein neues Social Network an den Start gegangen – ja richtig Social Network! frents.com heisst das neue Netzwerk eines Berliner StartUps in dem sich alles um Produkte bzw. “Sachen” dreht. Die Mission des Startups ist es das erste “Internet of Things” zu schaffen. Ferdinand Mühlhäuser (einer der Gründer) sagt:
“In jeder Straße liegen viele Dinge, die andere Menschen gerne nutzen würden oder sogar dringend benötigen. Durch frents möchten wir erreichen, dass diese Ressourcen
zum Vorteil beider Seiten eingesetzt werden können” (Pressemitteilung – PDF)
Auf der Plattform sollen Nutzer in Zukunft sehen, was Freunde, Bekannte und Un-Bekannte so an herrlichen Dingen zuhause rumliegen haben und für einen Obolus (oder sogar umsonst) bereit sind zu vermieten bzw. zu verleihen. Auch Dienstleistungen wie Babysitting, Hunde ausführen etc. können auf frents gesucht und gefunden werden. Des Weiteren ist die Plattform offen für gewerbliche Vermieter von Produkten und Anbieter von Dienstleistungen, wohinter sich allerdings nicht das Geschäftsmodell von frents.com verbirgt, denn frents ist auch für gewerbliche Vermieter von Produkten kostenlos zu nutzten (so steht es zumindest im Flyer für Vermieter). Die frents GmbH wurde bereits 2007 in Berlin von Philipp Sebastian Rogge und Ferdinand Mühlhäuser gegründet (wie eine Pressemitteilung aus dem Jahr 2008 verrät). Heute ist das Team zu Dritt, denn Carlo Pohlhausen ist nach der aktuellen Pressemitteilung Mitgründer.
Auf frents.com kann man sich über Facebook Connect, mit einem vorhandenen Facebook Account einloggen. Nachdem man Facebook erlaubt hat mit frents zu kommunizieren, wird man aufgefordert seine Daten (Geschlecht, Geburtsdatum, PLZ und Email Adresse) anzugeben. Dann sollte man eine Email von frents.com bekommen, die man bestätigt und schon kanns los gehen. Man kann Freunde einladen, ein erstes Produkt oder eine Dienstleistung anlegen, durch vorhandene Produkte stöbern oder direkt nach einem bestimmten Produkt mit Standort suchen. Die Stöberfunktion hat als erstes meine Aufmerksamkeit geweckt, da bisher noch keiner meiner Facebook Freunde frents.com nutzt, und so auch keine Produktbeziehungen vorhanden sind. Und siehe da, es gab sogar schon eine Fülle von Angeboten von gewerblichen Dienstleistern. Um ein Produkt mieten zu können, stellt man eine Reservierungsanfrage, was per Formular erfolgt. Ein Produkt einszustellen ist auch recht einfach und relativ intuitiv. Man gibt eine ISBN, EAN oder Amazon Nummer in ein Suchfeld ein und frents importiert automatisch die Produktdaten inkl. Foto von Amazon. Was nicht funktioniert hat, ist die automatische Auswahl der Produktkategorie (wahrscheinlich nur ein kleiner bug der gefixed werden muss). Alternativ legt man ein Produkt manuell an. Wenn das Produkt angelegt ist, stellt man die Sichtbarkeit des Produkts ein, wobei man 4 Möglichkeiten zur Auswahl hat: öffentlich (jeder sieht die Sache und dich als Besitzer), halböffentlich (Jeder sieht die Sache, aber nicht, dass du der Besitzer bist), privat (Nur ausgewählte Freunde können die Sache sehen) und verborgen (Außer dir kann niemand die Sache sehen). Des Weiteren legt man, wenn gewünscht, Leihbedingungen an. Alle Produkte werden auch quasi automatisch bei Facebook veröffentlicht, was sich aber auch verhindern lässt.
Auf dem offenen Marktplatz können alle Sachen gezeigt, empfohlen, diskutiert, geliehen und gekauft werden, genauso wie auch auf Facebook. Was eventuell ein bisschen zu viel des Guten ist, da frents.com meiner Meinung nach das Potenzial zu einer guten Ergänzung zu Facebook, auch in Form einer App, hat. Deswegen sollte frents.com sich auch nur auf diese Funktion konzentrieren, anstatt zu versuchen ein komplett neues Netzwerk zu schaffen (was netzwertig.com ähnlich sieht). Was mir sehr gut gefällt an dem Dienst, ist das Konzept. frents.com ähnelt zwar Diensten wie Blippy und Co. (im Bezug zu: “ich zeige mein Hab und Gut”), allerdings wird durch die Miet-Möglichkeit ein viel interessanterer Ansatz bzgl. einer möglichen Monetarisierung verfolgt. Wir sind gespannt, wie sich frents.com in Zukunft entwickelt und ob sich hierdurch neue Möglichkeiten im eCommerce ergeben.
Hier noch ein Video von frents.com:

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