Posts Tagged ‘Facebook’
Test-Urteil: mangelhaft
March 25th, 2010 • Allgemeines, Medien, Unternehmen
Tags: David Herborn, Facebook, Linked, Linkedin, Social Networks, Unternehmen, Web 2.0
Dies wurde dem internationalen Social-Network Unternehmen Facebook attestiert. Ein Schlag in die Magengrube von (erneut) deutschen Datenschützen. Die Stiftung Warentest hat vor kurzem alle gängigen Netzwerke unter die Lupe genommen und kam zu folgendem Ergebnis:
Die deutschen Seiten der VZ-Netzwerke kommen noch mit einer guten Note davon, wohingegen amerikanische Seiten wie Facebook oder LinkedIN mit einem mangelhaft abgestraft werden. Beunruhigend seien vor allem Klauseln in den AGBs der beiden letzteren, die den Betreibern zusichern über alle Inhalte der Nutzer frei zu verfügen. Ich habe mal bei den FB-AGBs reingeschaut und tatsächlich folgende beunruhigende Stelle(n) gefunden:
Für Inhalte, die unter die Rechte an geistigem Eigentum fallen, wie Fotos und Videos („IP-Inhalte“), erteilst du uns vorbehaltlich deiner Privatsphäre- und Anwendungseinstellungen die folgende Erlaubnis: Du gibst uns eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, unentgeltliche, weltweite Lizenz für die Nutzung jeglicher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest („IP-Lizenz“).
Bereits die ComputerBILD hat in der März-Ausgabe einige Social-Networks getestet und kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Nun sollte es an den amerikanischen Vertretern liegen dies wieder glatt zu bügeln. Die Frage ist nur, ob nicht wirtschaftliche Ziele denen der Nutzer überwiegen und sich (trotz des öffentlichen Protests) daher kaum etwas ändern dürfte.
frents.com – das “Internet of Things”
March 14th, 2010 • StartUps, eCommerce
Tags: berlin, Carlo Pohlhausen, Facebook, Ferdinand Mühlhäuser, frents, frents GmbH, frents.com, Internet of Things, netzwerk für sachen, Philipp Sebastian Rogge, Sachen online mieten, Social Community, social network for things, StartUp
Gestern ist ein neues Social Network an den Start gegangen – ja richtig Social Network! frents.com heisst das neue Netzwerk eines Berliner StartUps in dem sich alles um Produkte bzw. “Sachen” dreht. Die Mission des Startups ist es das erste “Internet of Things” zu schaffen. Ferdinand Mühlhäuser (einer der Gründer) sagt:
“In jeder Straße liegen viele Dinge, die andere Menschen gerne nutzen würden oder sogar dringend benötigen. Durch frents möchten wir erreichen, dass diese Ressourcen
zum Vorteil beider Seiten eingesetzt werden können” (Pressemitteilung – PDF)
Auf der Plattform sollen Nutzer in Zukunft sehen, was Freunde, Bekannte und Un-Bekannte so an herrlichen Dingen zuhause rumliegen haben und für einen Obolus (oder sogar umsonst) bereit sind zu vermieten bzw. zu verleihen. Auch Dienstleistungen wie Babysitting, Hunde ausführen etc. können auf frents gesucht und gefunden werden. Des Weiteren ist die Plattform offen für gewerbliche Vermieter von Produkten und Anbieter von Dienstleistungen, wohinter sich allerdings nicht das Geschäftsmodell von frents.com verbirgt, denn frents ist auch für gewerbliche Vermieter von Produkten kostenlos zu nutzten (so steht es zumindest im Flyer für Vermieter). Die frents GmbH wurde bereits 2007 in Berlin von Philipp Sebastian Rogge und Ferdinand Mühlhäuser gegründet (wie eine Pressemitteilung aus dem Jahr 2008 verrät). Heute ist das Team zu Dritt, denn Carlo Pohlhausen ist nach der aktuellen Pressemitteilung Mitgründer.
Auf frents.com kann man sich über Facebook Connect, mit einem vorhandenen Facebook Account einloggen. Nachdem man Facebook erlaubt hat mit frents zu kommunizieren, wird man aufgefordert seine Daten (Geschlecht, Geburtsdatum, PLZ und Email Adresse) anzugeben. Dann sollte man eine Email von frents.com bekommen, die man bestätigt und schon kanns los gehen. Man kann Freunde einladen, ein erstes Produkt oder eine Dienstleistung anlegen, durch vorhandene Produkte stöbern oder direkt nach einem bestimmten Produkt mit Standort suchen. Die Stöberfunktion hat als erstes meine Aufmerksamkeit geweckt, da bisher noch keiner meiner Facebook Freunde frents.com nutzt, und so auch keine Produktbeziehungen vorhanden sind. Und siehe da, es gab sogar schon eine Fülle von Angeboten von gewerblichen Dienstleistern. Um ein Produkt mieten zu können, stellt man eine Reservierungsanfrage, was per Formular erfolgt. Ein Produkt einszustellen ist auch recht einfach und relativ intuitiv. Man gibt eine ISBN, EAN oder Amazon Nummer in ein Suchfeld ein und frents importiert automatisch die Produktdaten inkl. Foto von Amazon. Was nicht funktioniert hat, ist die automatische Auswahl der Produktkategorie (wahrscheinlich nur ein kleiner bug der gefixed werden muss). Alternativ legt man ein Produkt manuell an. Wenn das Produkt angelegt ist, stellt man die Sichtbarkeit des Produkts ein, wobei man 4 Möglichkeiten zur Auswahl hat: öffentlich (jeder sieht die Sache und dich als Besitzer), halböffentlich (Jeder sieht die Sache, aber nicht, dass du der Besitzer bist), privat (Nur ausgewählte Freunde können die Sache sehen) und verborgen (Außer dir kann niemand die Sache sehen). Des Weiteren legt man, wenn gewünscht, Leihbedingungen an. Alle Produkte werden auch quasi automatisch bei Facebook veröffentlicht, was sich aber auch verhindern lässt.
Auf dem offenen Marktplatz können alle Sachen gezeigt, empfohlen, diskutiert, geliehen und gekauft werden, genauso wie auch auf Facebook. Was eventuell ein bisschen zu viel des Guten ist, da frents.com meiner Meinung nach das Potenzial zu einer guten Ergänzung zu Facebook, auch in Form einer App, hat. Deswegen sollte frents.com sich auch nur auf diese Funktion konzentrieren, anstatt zu versuchen ein komplett neues Netzwerk zu schaffen (was netzwertig.com ähnlich sieht). Was mir sehr gut gefällt an dem Dienst, ist das Konzept. frents.com ähnelt zwar Diensten wie Blippy und Co. (im Bezug zu: “ich zeige mein Hab und Gut”), allerdings wird durch die Miet-Möglichkeit ein viel interessanterer Ansatz bzgl. einer möglichen Monetarisierung verfolgt. Wir sind gespannt, wie sich frents.com in Zukunft entwickelt und ob sich hierdurch neue Möglichkeiten im eCommerce ergeben.
Hier noch ein Video von frents.com:
Markenbildung mit Social Media
February 23rd, 2010 • 1 comment Entrepreneurship, Marketing, Podcast
Tags: AJ Vaynerchuk, Branding, Facebook, Gary Vaynerchuk, Marke bekannt machen, Markenbildung, Social Media, Twitter, Vaynerchuk, vaynermedia
Wie man mit Hilfe von Social Media Angeboten (Facebook, Twitter & Co) eine Marke bekannt macht, erklärt AJ Vaynerchuk (Gründer von VaynerMedia) im Podcast von Andrew Warner auf Mixergy.com. Zusammen mit seinem Bruder Gary (Autor von Crush It!, Host von Wine Library TV und Gründer von VaynerMedia) beraten die Brüder Unternehmen in Sachen Markenbildung. VaynerMedia legt seinen Fokus dabei auf die Markenbildung von Produkten, Unternehmen und Personen. AJ bloggt auf ajvaynerchuk.com und Gary auf garyvaynerchuk.com, beides sehr lesenswerte Blogs.
This is more than an interview because the Mixergy audience challenged me to make my programs more even useful. So I invited AJ Vaynerchuk, Co-Founder of VaynerMedia, to show how his company helps organizations like the Jets and the NHL build their brands using social media — and how you can use some of the same ideas to grow your brand.
As you’ll see, a lot of prep went into this program. Before we started, AJ sent me a list of big ideas that he wanted to leave you with. Durning the interview, I showed a few sites from the Mixergy audience, and AJ talked how those ideas would apply to those specific sites.
I even tried a promising new video platform from Vokle.com to show you slides and web sites during the program.
Diesen und weitere Podcasts der Serie findet ihr (auch zum Download im Mp3 Format) auf http://mixergy.com.
CrowdFlower: Outsourcing 2.0
January 24th, 2010 • Marketing, StartUps, eCommerce
Tags: Corporate Blog, CrowdFlower, Crowdsurfing, Facebook, Outsourcing, StartUp, VC-Gesellschaft
In der Betriebswirtschaftslehre hat sich seit längerer Zeit ein Begriff verfestigt: Outsourcing. Dies bedeutet etwa soviel, als dass Unternehmen originäre Aufgaben aus dem Unternehmen abkapseln und mit Hilfe eines oder mehrere externen Dienstleister ausführen lassen. Generell lässt sich feststellen, dass bisher nur große Unternehmen auf die Idee kamen die Möglichkeiten des heutigen Internets sich zur Nutze zu machen. Viele beschränken sich jedoch auch dabei auf die reine Kommunikation nach außen, wie zum Beispiel in Form eines “Corporate Blogs” zeigt.
Dass man die Ressourcen des WWW auch weitaus über die reine “Sender-Empfänger”-Beziehung nutzen kann, zeigt CrowdFlower: Dieses StartUp ermöglicht es Unternehmen, Aufgaben in so kleine Aufgabenpakete aufzuteilen, dass Menschen mit zu viel Freizeit daran arbeiten können. Und das für Umme. Zusätzlich preist CrowdFlower einen weiteren Vorteil an: die Fehlerrate sei sehr gering, da die Aufgaben so überschaubar sind. Bereits Facebook griff diese Idee auf und lies Teile der Website von Usern selbst übersetzen.
Meines Erachtens hat dieser Ansatz Potential. Zu dieser Ansicht bin wohl nicht nur ich gekommen. So konnte CowdFlower dieses Jahr bereits 5 Mio. USD von einer VC-Gesellschaft locker machen. Es bleibt abzuwarten, ob es sich für Unternehmen lohnt zuerst den Aufwand zu betreiben Arbeitspakete zu schnüren und diese weiterzugeben oder nicht doch lieber zusätzliches Personal einzustellen.
Backupify: Aus der Wolke und in die Wolke
January 20th, 2010 • Podcast, StartUps, Venture Capital
Tags: Amazon, Amazon Web Services, backup, backupify, Datensicherung, Entrepreneurship, Facebook, Flickr, Gmail, Googledocs, Hotmail, Internet start up, S3, Start Up, Twitter, Zoho
Das Sicherungskopien von unseren persönlichen Daten nicht nur sinnvoll sondern Pflicht für jeden nachhaltigen Umgang mit digitalen Medien sind, ist heute den Meisten bekannt. Doch im Bereich cloud computing wird diese Weisheit oft noch vergessen. Die Diskussion um Privatsphäre im Internet überschattet hier die Frage nach der Sicherheit persönlicher Daten auf fremden Servern. Dabei vertrauen wir Webservice-Angeboten heute nicht nur Fotos, Statusupdates und Emails an, sondern auch wichtige Dokumente. Die Geschichte hat uns eigentlich gelehrt, dass StartUps auch so schnell wieder verschwinden können, wie sie gekommen sind. Und mit einem Unternehmen könnten auch viele tausend Gigabyte persönliche Daten verschwinden.
backupify, ein StartUp aus Louisville (KY, USA), ist nun gestartet, um Datenverlust aus cloud computing Angeboten zu verhindern. Zu diesem Zeitpunkt bietet backupify die Sicherung von Daten aus Flickr, Twitter, Delicious, Zoho, Google Docs, Photobucket. Außerdem befindet sich noch einige Webseiten in Beta. Zu diesen gehört auch Gmail und Facebook. Für viele Nutzer des Content-Mangement-Systems WordPress dürfte die Möglichkeit, den eigenen Blog über ein PlugIn zu sichern sehr interessant sein. Bei der Anmeldung hat der User die Möglichkeit einen eigenen Amazon S3 Account Speicherungsort für die Daten einzutragen. Auch backupify selbst setzt auf S3 zur Speicherung der Daten. Das Storage Angebot von Amazon hat einen guten Ruf in Sachen Sicherheit und sollte wohl auch weiterbestehen, falls backupify nicht am Markt besteht. Es besteht die Möglichkeit zwischen einem täglichen und wöchentlichen Sicherungszyklus zu wählen. Bis Ende Januar bietet der StartUp neuen Nutzern ein besonderes Angebot. Alle die sich bis zum 31. Januar anmelden erhalten den Service weiter kostenlos. Auch danach wird es ein Basisangebot, ohne Kosten für den Nutzer, aber auch Premiumangebote geben. Die Gründer haben angekündigt, dass das zukünftige Basisangebot weniger Features als das bis Ende des Monats erhältliche haben wird.
backupify nutzt zur Sicherung die Datenformate der Serviceanbieter. Oft ein maschinenlesbares XML Format. Ein Teil der Premiumangebote in Zukunft könnte die Aufbereitung der Daten für menschliche Augen sein. Einigen potenzielle Nutzer dürfe es nicht leicht fallen ihre Login Informationen an einen Drittanbieter abzugeben. Leider ist dies aber noch zum Teil nötig. Noch nicht alle Webservice-Anbieter unterstützen eine Authentifizierung über so genannte OAuth-Protokolle. Diese Protokolle ermöglichen einen sicheren Datentransfer zwischen APIs ohne, dass die Login Informationen beim Drittanbieter gespeichert werden müssen. Hier sind Twitter und Facebook positive Beispiele. Beide unterstützen eine solche Authentifizierung.
Der Service scheint nicht nur den Nutzern zu gefallen. In einem Podcast auf dem twit.tv Network erklärte Robert May, einer der Gründer von backupify, dass die Gespräche mit Riskokapitalgebern an der U.S. Westküste erfolgreiche verlaufen würden. Näher auf die Pläne für die Zukunft ging er aber nicht ein. Eine Ausweitung des Angebots auf deutlich mehr Webapplikationen ist aber zu erwarten.



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