Archive for Venture Capital
The Founder Institute – die Ausbildung zum Entrepreneur
August 22nd, 2010 • Entrepreneurship, StartUps, Venture Capital
Tags: Adeo Ressi, Entrepreneurship, Entrepreneurship Crashkurs, Founder Institut Berlin, Hanse Ventures, Joe Betts-LaCroix, Joe Bezdek, Sarik Weber, Start-up crashkurs, The Funded Founder Institute, unternehmen gründen, Unternehmensgründung
Gründer aufgepasst!! Noch bis zum 03. September 2010 können sich Menschen mit Geschäftsideen oder Unternehmer die ihre Idee schon verwirklicht haben um einen Platz im Founder Institute in Berlin bewerben.
Das Founder Institute ist ein Programm das gründungswillige Menschen auf allerlei Situationen der Unternehmensgründung vorbereitet. Hierzu finden 4 Monate lang 3 Abend-Sessions pro Monat statt in denen es um Fragen rund um das Thema Entrepreneurship geht. Hierzu gehören bspw. das Sichern von geistigem Eigentum, Fragen zu Finanzen, Produkt Entwicklung und Marketing. Das vollständige Curriculum finden Interessierte auf der Webseite des Founder Institutes. Die Sessions werden von erfolgreichen Unternehmern gehalten, die ihre Erfahrung zum jeweiligen Thema mit den Kursteilnehmern teilen. Dazu gehören bspw. Sarik Weber (Gründer und Managing Director bei Hanse Ventures), Joe Betts-LaCroix (Gründer von OQO) und Joe Bezdek (Mitgründer von DivX, Inc.).
Adeo Ressi hat das Founder Institute im Jahr 2009 mit der Vision gegründet jedes Jahr 1000 Start-ups pro Jahr ein Stück auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen zu begleiten. Bisher waren es 140 Start-ups und es werden dieses Jahr mit Standorten in Paris, Brüssel, New York, Washington etc. sicherlich noch mehr. In San Diego wurden letzte Woche 12 Start-ups verabschiedet (eine Auswahl dieser Start-ups findet ihr auf Techcrunch).
Eine Besonderheit des Founder Institute ist es, dass jedes Start-up, welches das Programm erfolgreich beendet, einen Teil seines Unternehmens (3,5%) der Gemeinschaft und dem Founder Institut zur Verfügung stellt. Dafür erhält es im Gegenzug Anteile an den anderen teilnehmenden Unternehmen. So soll die Gemeinschaft gestärkt und das Gefühl vermittelt werden, dass alle Teilnehmer am gleichen Strang zeihen.
Wenn man sich beim Founder Institute in Berlin bewerben möchte wird eine Gebühr von 40 € fällig, die dazu dienen soll die Ernsthaftigkeit der Bewerber zu gewährleisten. Wird ein Start-up angenommen werden weitere 900 € “Semestergebühren” berechnet, die für Aufwendungen wie Catering und Location verwendet werden. Wenn ein Unternehmen während oder nach erfolgreichem Abschluss des Founder Institut Investoren Gelder in einer Höhe von über 50.000 € akquirieren kann wird eine weitere Gebühr von 4.500 € fällig.
Ich denke, das Founder Institute ist eine interessante Sache. Auch wenn die Gebühren im ersten Moment etwas abschreckend wirken, ist es jedoch eine gute Möglichkeit zu wichtigem Wissen und Kontakten zu kommen. Der größte Wert an solch einer Veranstaltung ist meiner Meinung nach das Netzwerk welches dabei entsteht. Insbesondere der Zugang zu potenziellen Investoren ist für viele Start-ups sicherlich von großem Wert.
Was meint Ihr? Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Founder Institut gemacht?
Hier noch ein Video zum Founder Institut:
Welcome to the Founder Institute from Adeo Ressi on Vimeo.
SSE Labs – Startup Camp an der Uni
June 11th, 2010 • 2 comments Entrepreneurship, StartUps, Venture Capital
Tags: Charles River Ventures, Entrepreneurship, Gründungsfinanzierung, Gründungsforderung, Innovations Inkubator, Leuphana Universität, Lünbeburg, SSE Labs, Stanford University, Startup Accelerator, Startup Camp, startupbootcamp, techstars, ycombinator
Einige Studenten der Stanford Universität machen es vor, wie Universitäten innovative Geschäftsideen in Zukunft fördern könnten. Nach dem Vorbild von Startup-Schmieden wie yCombinator und TechStars (wir haben vor kurzem über Startupbootcamp berichtet) haben 4 Studenten der Stanford University einen „Startup Accelerator“ namens SSE Labs gegründet. Dieser bietet Studenten die Möglichkeit, einen Sommer lang an ihren Geschäftsideen zu arbeiten und ein Unternehmen zu gründen. Der Unterschied zu privaten „Startup Accelerators“ ist, dass SSE Labs keine Unternehmensanteile als Gegenleistung verlangt, sondern als Non-Profit Organisation auftritt.
Teams, die einen Platz bei SSE Labs nach einer erfolgreichen Bewerbung erhalten, bekommen über den Sommer Zugang zu allen Ressourcen sowie zu Kapital für die Unternehmensgründung. Zu den zu Verfügung gestellten Ressourcen gehören unter Anderem Büroräume, Mentoren (VCs, Unternehmer und Anwälte), Unterkunft für die Gründer, Workshops und Zugang zu Konferenzen. Wie Techcrunch berichtet, wird das Projekt nicht wirklich von der Universität unterstützt. Die Initiatoren von SSE Labs sind allesamt undergraduate Studenten der Universität, die als unabhängige Non-Profit Organisation, mit einem Umsatz von ca. $1.5 mio (via Techcrunch) auftreten. Als Sponsor wird auf der Website von SSE Labs Charles River Ventures angegeben.
Startups die bisher bei SSE Labs angenommen wurden sind Folgende (via Techcrunch):
Alphonso Labs
—iPad news reader, with plans to expand to the iPhone and Android.
Think Bulbs—Builds mobiile photo discovery apps for the iPhone
FountainHop—Building an event mapping platform that intelligently and intuitively gives users access to geo-temporal data relating to their physical surroundings.
Naquatic—iPhone and iPod Touch game developer creating large scale, online, social games starting with world conquest games.
Black Swan Solar—Goal is to make solar energy cheaper than coal.
InvestAway—A platform for delivering personalized, professional advice to individual investors.
MyLinkPower—Help professionals get jobs through their social networks.
Motion Math—Create educational games that kids love and parents trust. Inspire kids to learn by creating intuitive understanding through mobile game play.
Loki—Location-aware mobile gaming.
Ich finde Universitäten sollten durchaus ein solches Projekt unterstützen. Viele Ressourcen von Universitäten werden nicht voll oder nicht sinnvoll genutzt (wie bspw. Räumlichkeiten). Noch ist das Angebot der Gründungsförderung aus dem Studium heraus relativ gering. Bisher bieten hauptsächlich Stipendien die Möglichkeit der Gründungsfinanzierung. Universitäten sollten Unternehmensgründungen pro aktiv angehen und auch finanziell, sowie durch das Universitätsnetzwerk unterstützen. Ich selbst studiere in Lüneburg, wo derzeit ein Innovations-Inkubator mit einem Investitionsvolumen von ca. 100 Mio. € aufgebaut wird. Allerdings ist bisher sehr undurchsichtig, welche Gründungsvorhaben dieser fördert und was die Voraussetzungen sind um gefördert zu werden. Hierfür wäre ein Projekt nach dem Vorbild von SSE Labs perfekt geeignet, um Innovationen aus dem akademischen Umfeld zu fördern. Was meint Ihr?
Schützenhilfe für Start-Ups: HackFwd
June 10th, 2010 • Entrepreneurship, StartUps, Venture Capital
Tags: David Herborn, hack forward, HackFwd, Hamburg, Internet start up, Lars Hinrichs, risikokapital, seed capital, Start Up, startupbootcamp, techstars, Venture Capital, Xing, xing gründer, ycombinator
Im Vergleich zu Nordamerika, wo neue (Internet-) Start-Ups immer noch wie Pilze aus dem Boden schießen, sieht es hingegen in Europa eher düster aus. So scheuen vor allem in Deutschland Wagniskapitalgeber den Sprung ins kalte Wasser. Deutsche High-Tech-Start-Ups bekommen kaum noch dringend gesuchtes Kapital.
Um diesen negativen Trend entgegenzuwirken, hat u.a. Lars Hinrichs (seines Zeichens Gründer von Xing) ein in Hamburg ansässiges Unternehmen gegründet, das jungen, innovativen Start-Ups in Europa in früher Phase auf die Beine helfen soll. Dieses ambitionierte Projekt nennt sich HackFwd (sprich: Hack Forward). Ziel von HackFwd ist es, smarten, talentierten Entwicklern durch Ressourcen und Know-How die Möglichkeit zu geben, ihren bisherigen Job zu kündigen und stattdessen ihre Ideen und Visionen in einem eigenen Projekt zu verwirklichen.
Ein sehr interessantes Projekt wie ich finde. Entscheidend dabei ist meines Erachtens dies auch bei potentiellen Gründern bekannt zu machen. Das beste Angebot bringt nichts, wenn niemand davon Bescheid weiß. Allerdings habe ich da vertrauen in Hinrichs und sein Team. Schließlich ist Xing auch eine feste Größe im Bereich der Social Networks geworden.
Startupbootcamp – Von der Idee zum Unternehmen in 3 Monaten
May 26th, 2010 • Entrepreneurship, Venture Capital
Tags: 3 Monate Startup, Alex Farcet, Kopenhagen, mentoren, mentoring, seed capital, seed kapital, StartUp, startupbootcamp, startupweekend, techstars, Unternehmensgründung, ycombinator
Startupbootcamp ist ein 3 Monatiges Programm in Kopenhagen zur Gründung eines Unternehmens. Das Programm richtet sich an Teams mit innovativen Ideen und der Motivation diese in einem 3 Monatigen “Bootcamp” so weit wie möglich umzusetzten. Bewerben können sich Entrepreneure aus ganz Europa noch bis zum 30. Juni unter www.startupbootcamp.dk. Aus den Bewerbungen werden 10 Ideen ausgewählt und zum 3 monatigen Startupbootcamp nach Kopenhagen eingeladen. Die ausgewählten Teams erhalten pro Mitglied 25.000 DKK (knapp 3400€), um den Lebensunterhalt während der Zeit zu finanzieren, und einen Büroplatz im Inkubator. Der Prozess während des “Bootcamps” wird von ehrfahrenen Mentoren begleitet. Die Teams wählen dabei ein Mentoren Team (von über 50 Mentoren), das sie während der Zeit in Kopenhagen unterstützt. Startupbootcamp bekommt als Gegenleistung zwischen 5 und 10 % des Unternehmens, das während des “Bootcamps” entsteht.
Am Ende des 3 monatigen Programms steht dann der Investor Day, an dem die Teams die einmalige Chance haben ihr Unternehmen vor über 100 Investoren zu präsentieren. Die zwei erfolgreichsten Teams gehen dann auf die US Investoren Tour von Techstars und können ihre Idee vor weiteren zahlreichen Investoren in den USA präsentieren. Die Idee zum Startupbootcamp kommt ursprünglich aus den USA, wo Projekte wie TechStars und Y combinator seit einiger Zeit das Konzept sehr erfolgreich umsetzten (Wen das Konzept näher interessiert: hier ein Podcast mit Paul Graham, Partner bei Ycombinator). Startupbootcamp ist seit diesem Monat der erste europäische Partner von TechStars und profitiert so von einem globalen Netzwerk an Investoren und Gründern.
Startupbootcamp wurde unter Anderem von Alex Farcet ins leben gerufen, einem Unternehmer, der die dänische Startup Szene sehr gut kennt. Wir hatten die Chance Alex und einige der Mentoren des Startupbootcamps beim Startupweekend in Kopenhagen persönlich kennenzulernen und waren sofort von ihrer Leidenschaft und Erfahrung überzeugt. Wir können jedem empfehlen, sich beim startupbootcamp zu bewerben. Durch den Prozess und das Netzwerk das solche Projekte anbieten kann man viel lernen und kommt schnell zum Ziel. Auf Förderland.de findet Ihr ein Interview mit Alex Farcet zum Konzept von Startupbootcamp und auf berufebilder.de ein Interview mit Christopher Plantener (Gründer von Zielgut,) der selbst Mentor bei Startupbootcamp ist.
Hier noch ein Interview mit TechStars Gründer David Cohen
Große Unternehmen als VC
May 11th, 2010 • Podcast, StartUps, Venture Capital
Tags: Intel, Stanford Entrepreneurship Corner, VC, Venture Capital
Der aktuelle Podcast in der Stanford eCorner Reihe stellte eine interessante Gruppe von Venture Capital Firmen vor. Lisa Lambert arbeitet bei Intel Capital. Diese Sparte von Intel investiert in Unternehmen verschiedener Größe und auch aus sehr unterschiedlichen Branchen. Das Ziel ist es nicht nur Geld zu verdienen und die ursprüngliche Einlage in ein StartUp zu verdreifachen, sondern auch die Umsätze des Mutterkonzerns zu stärken. Intel Capital investiert damit Intel mehr Chips verkaufen kann. Das Interview ermöglicht einen interessanten Einblick in einen wenig bekannten Teil der VC-Branche.
Backupify: Aus der Wolke und in die Wolke
January 20th, 2010 • Podcast, StartUps, Venture Capital
Tags: Amazon, Amazon Web Services, backup, backupify, Datensicherung, Entrepreneurship, Facebook, Flickr, Gmail, Googledocs, Hotmail, Internet start up, S3, Start Up, Twitter, Zoho
Das Sicherungskopien von unseren persönlichen Daten nicht nur sinnvoll sondern Pflicht für jeden nachhaltigen Umgang mit digitalen Medien sind, ist heute den Meisten bekannt. Doch im Bereich cloud computing wird diese Weisheit oft noch vergessen. Die Diskussion um Privatsphäre im Internet überschattet hier die Frage nach der Sicherheit persönlicher Daten auf fremden Servern. Dabei vertrauen wir Webservice-Angeboten heute nicht nur Fotos, Statusupdates und Emails an, sondern auch wichtige Dokumente. Die Geschichte hat uns eigentlich gelehrt, dass StartUps auch so schnell wieder verschwinden können, wie sie gekommen sind. Und mit einem Unternehmen könnten auch viele tausend Gigabyte persönliche Daten verschwinden.
backupify, ein StartUp aus Louisville (KY, USA), ist nun gestartet, um Datenverlust aus cloud computing Angeboten zu verhindern. Zu diesem Zeitpunkt bietet backupify die Sicherung von Daten aus Flickr, Twitter, Delicious, Zoho, Google Docs, Photobucket. Außerdem befindet sich noch einige Webseiten in Beta. Zu diesen gehört auch Gmail und Facebook. Für viele Nutzer des Content-Mangement-Systems WordPress dürfte die Möglichkeit, den eigenen Blog über ein PlugIn zu sichern sehr interessant sein. Bei der Anmeldung hat der User die Möglichkeit einen eigenen Amazon S3 Account Speicherungsort für die Daten einzutragen. Auch backupify selbst setzt auf S3 zur Speicherung der Daten. Das Storage Angebot von Amazon hat einen guten Ruf in Sachen Sicherheit und sollte wohl auch weiterbestehen, falls backupify nicht am Markt besteht. Es besteht die Möglichkeit zwischen einem täglichen und wöchentlichen Sicherungszyklus zu wählen. Bis Ende Januar bietet der StartUp neuen Nutzern ein besonderes Angebot. Alle die sich bis zum 31. Januar anmelden erhalten den Service weiter kostenlos. Auch danach wird es ein Basisangebot, ohne Kosten für den Nutzer, aber auch Premiumangebote geben. Die Gründer haben angekündigt, dass das zukünftige Basisangebot weniger Features als das bis Ende des Monats erhältliche haben wird.
backupify nutzt zur Sicherung die Datenformate der Serviceanbieter. Oft ein maschinenlesbares XML Format. Ein Teil der Premiumangebote in Zukunft könnte die Aufbereitung der Daten für menschliche Augen sein. Einigen potenzielle Nutzer dürfe es nicht leicht fallen ihre Login Informationen an einen Drittanbieter abzugeben. Leider ist dies aber noch zum Teil nötig. Noch nicht alle Webservice-Anbieter unterstützen eine Authentifizierung über so genannte OAuth-Protokolle. Diese Protokolle ermöglichen einen sicheren Datentransfer zwischen APIs ohne, dass die Login Informationen beim Drittanbieter gespeichert werden müssen. Hier sind Twitter und Facebook positive Beispiele. Beide unterstützen eine solche Authentifizierung.
Der Service scheint nicht nur den Nutzern zu gefallen. In einem Podcast auf dem twit.tv Network erklärte Robert May, einer der Gründer von backupify, dass die Gespräche mit Riskokapitalgebern an der U.S. Westküste erfolgreiche verlaufen würden. Näher auf die Pläne für die Zukunft ging er aber nicht ein. Eine Ausweitung des Angebots auf deutlich mehr Webapplikationen ist aber zu erwarten.
Der Groupon Wahnsinn
January 19th, 2010 • 3 comments Marketing, Medien, Mobile, StartUps, Venture Capital, eCommerce
Tags: aloqa, Citydeal, cooledeals, coupan seite, Coupon Angebot, Couponmania, dailydeal, eCommerce, eVenture Capital Partners, groupon, Groupon klon, Heimatpreis, Holzbrink Ventures, Jochen Maaß, Michael Brehm, Rocket Internet, Stefan Glänzer, Teambon
In letzer Zeit haben Coupon Seiten für viel Furore im Netz gesorgt. In Deutschland gibt es mittlerweile schon mehrere Kopien des “Orginal” – Groupon aus den USA. Die Investorenszene scheint ein vielversprechendes Konzept hinter den Gruppen-Coupon Seiten zu sehen. Gerade gab es 4 Millionen € frisches Kapital für Citydeal, die von Rocket Internet (dem Inkubator der Samwer Brüder), Holzbrink Ventures und eVenture Capital Partners stammen. Damit plant das StartUp aus Berlin die Marktführerschaft in diesem “neuen” Marktsegment zu erlangen, was durch eine breit angelegte Werbeoffensive – Online, Print und TV – erreicht werden soll (via Deutsche Startups). Diese Strategie beschränkt sich dabei nicht nur auf den deutschen Markt sondern, laut Gründerszene, auf mehrere Länder Europas. So berichtet das Gründerportal, dass bereits Frankreich und Großbritannien proaktiv angegangen werden. Neben Citydeals, verkündete (Pressemitteilung -PDF) auch dailydeal eine sechstellige Kapitalspritze, durch die Seed-Investoren Stefan Glänzer, Michael Brehm und Jochen Maaß. Diese sehr kapitalstarken StartUps werden es den restlichen schwer machen in diesem Markt Fuß zu fassen und auf Dauer Konkurrenzfähig zu bleiben. Dies fällt bisher besonders durch die Städteabdeckung von citydeal und dailydeal auf. Die beiden StartUps sind jetzt schon in fast allen großen Städten (Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München) mit Angeboten vertreten. Das Münchner Klon cooledeals arbeitet daran aufzuschließen, hat aber bisher nur Gutscheine für Hamburg und München im Angebot. Couponmania setzt auf Differenzierung und bietet bald als erster Gutscheine für Bochum an. Wie es scheint setzten Heimatpreis und Teambon vorerst auf eine bisher eher lokale Strategie. Heimatpreis bietet zur Zeit nur Angebote in München an und Teambon wirbt mit bald erscheinenden Coupons für Augsburg. Ob diese lokale Strategie nun gewollt ist oder es einfach bisher an willigen Unternehmen für Coupons mangelt sei dahingestellt. Allerdings kann eine solche Konzentration auf ein Gebiet vorerst durchaus von Vorteil sein. So könnte man sich bspw. durch eine größere Angebotsbreite von den Wettbewerbern differenzieren und so eine feste Stellung in einer Stadt erreichen. Die Angebotsbreite könnte in Zukunft ein wichtiger Faktor für diese Art von lokalen Angeboten sein. Bisher beschränken sich die Coupons hauptsächlich auf den Gastronomiebereich, allerdings könnten auch andere Bereiche durchaus interessant für Coupon-Angebote sein.
Letztlich ebnet bzw. adaptiert das “Groupon”-Konzept nur einen Weg, der mit iPhone- und Android-Apps bereits geöffnet wurde: das Internet wird mehr und mehr lokal. So zeigt die App Aloqa, seinen Nutzern über das Mobil Telefon Gutscheine und Angebote in der näheren Umgebung. Man darf dennoch gespannt sein wie sich das lokale Internet, insbesondere im Bereich eCommerce, weiter entwickelt.
Blippy.com – automatisierte Produktempfehlungen
January 17th, 2010 • StartUps, Unternehmen, Venture Capital, eCommerce
Tags: Amazon, Blippy, Charles River Ventures, eCommerce, Produktempfehlungen, Sequoia Capiatal, social shopping, Twitter, Twitter für Einkäufe
Auf Blippy.com, einem StartUp aus den USA, kann man seine neuesten Einkäufe als Status Updates veröffentlichen. Blippy ist gerade mit seiner Public Beta Version online gegangen und hat bereits 1,6 Millionen Dollar Kapital gesichert. Zu den Investoren gehören Sequoia Capital, Charles River Ventures, die Angel Investoren Ron Conway, Evan Williams (CEO Twitter), Jason Calacanis, James Hong und Ariel Poler.
Das “Twitter für Einkäufe” (exciting Commerce) ermöglicht seinen Nutzern, nach eigenen Angaben “[..]to share and discuss the things people are buying”. Blippy will die simple Frage “Was kaufst du?” beantworten. Der ganze Prozess ist dabei automatisiert, d.h. der Nutzer meldet sich über Blippy auf seinen Accounts der Blippy-Partner (Amazon, Zappos, Woot!, Kreditkarte etc.) an und es werden die getätigten Einkäufe automatisch auf Blippy veröffentlicht. Es ist allerdings nicht möglich, Status Updates á la Twitter, also über ein Textfeld einzugeben – was meiner Meinung nach sinnvoll wäre. Das ganze soll also eine Art “automatisierte Produktempfehlungsplattform” darstellen, die man nicht unbedingt pflegen muss. Die Frage, die sich dabei alle Welt stellt: “Was ist dabei der Mehrwert für den Nutzer?” Die Idee ansich ist ja nicht schlecht. Produktempfehlungen werden von einer großen Anzahl an eCommerce bzw. Social Shopping Plattformen verwendet. Aber wie groß ist das Interesse daran, ob eine unbekannte Person zehn Apps bei iTunes gekauft hat? Für Blippy und seine Partner wahrscheinlich groß, da sich die Nutzerdaten wunderschön auswerten lassen. Aber für den Nutzer? Vorallem ist es fraglich, ob man seine Einkäufe automatisiert veröffentlichen möchte. Bei Online Shops, ist das Ganze ja noch einigermaßen überschaubar, wenn es aber um alle Einkäufe geht, die man über eine Kreditkarte, EC-Karte oder sein Bankkonto tätigt, ist das nicht gerade unbedenklich was die Privatsphäre angeht. Es ist zwar möglich bestimmte Einkäufe nicht zu veröffentlichen, eine Pause einzulegen oder seinen Account ganz von der Veröffentlichung zu sperren, aber dies ist mit einem (wenn auch geringem) Aufwand verbunden – man muss sie manuell stoppen. Mint.com nutz ein ähnliches Prinzip, bei dem Einkaufsdaten der Nutzer automatisch erfasst werden. Hier ist aber der Mehrwert gegeben, dass den Nutzern Finanzanalysetools zur Verfügung gestellt werden. Wenigstens ist es möglich seine Einkäufe über die Blippy Account Einstellungen zu privatisieren. Interessant an Blippy ist eigentlich nur, dass dies ein erstes Konzept darstellt, wie man ein Geschäftsmodell für Twitter angehen kann. Allerdings fehlt der Mehrwert für den Nutzer, der die Öffnung seiner Privatsphäre kompensiert. Ein erstes Beispiel wie Produkte über Blippy bekannt werden können ist WiThings
(Näheres dazu im Podcast von Leo Laporte – ziemlich am Ende).
Meiner Ansicht nach kann das Blippy Konzept in einem freundschaftlichen, und nicht automatisiertem Kontext durchaus sinnvoller sein. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Modell im Umfeld des Freundeskreises, nach einem Frage-Anwort bzw. Status Modell, sehr nützlich ist. Bspw. Status:”Ich suche einen neuen Laptop – Budget 500€” – Antwort eines Freundes (der bekanntlich technikaffin ist und das Nutzungsverhalten seines Freundes kennt): “der Laptop XY ist für Dich ganz gut geeignet”. Wenn dies dann auch noch mit einem Affiliate Konzept verbunden ist (an dem die Nutzer beteiligt werden!!) ist der Anreiz zum Mitmachen durchaus gegeben. Meiner Ansicht nach ist das Problem der meisten Produktempfehlungen, dass es Empfehlungen von Menschen sind, die man persönlich nicht kennt und so auch nicht ihre Motivation und produktspezifischen-Kenntnisse einschätzen kann.
Was meint ihr?
Nachtrag: Hier findet Ihr ein Interview mit Philip Kaplan (Gründer Blippy) und hier ein Podcast mit Ashvin Kumar (Gründer Blippy).
Top VC Blogs
January 15th, 2010 • Venture Capital
Tags: Fred Wilson, Garage Technology Ventures, Global Venture Capital Blog Directory, Guy Kawasaki, Larry Cheng, Union Square Ventures, VC Blog, Venture Capital Blog, Venture Capital Blog Verzeichnis, Volition Capital
Larry Cheng (Volition Capital) hat seine Liste der Top Venture Capital Blogs aktualisiert. In der nun schon dritten Version seines “Global Venture Capital Blog Directory” waren diesmal nicht
die Google Reader Subscriber Zahlen ausschlaggebend für das Ranking, sondern Unique Visitor Daten von Compete.
Fred Wilson von Union Square Ventures führt die Liste mit seinem “A VC” Blog an, gefolgt von Guy Kawasaki (Garage Technology Ventures) mit seinem “How to change the world” Blog (Hier findet Ihr einen Vortrag von Guy in Stanford). Larry Cheng hat die Blogs in verschiedene Kategorien (Europa, Kanada, Israel, TOP10, TOP25,…) aufgeteilt, die man als Google Feed abbonieren kann. Was auffällt: es sind wohl keine deutschen dabei, was aber auch nicht weiter verwunderlich ist. Er hat wohl nur Englisch-sprachige Blogs bewertet. Die Listen sind aber auf jeden Fall ne feine Sache. Hier gehts zum”Global Venture Capital Blog Directory”.





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