Archive for StartUps
The Founder Institute – die Ausbildung zum Entrepreneur
August 22nd, 2010 • Entrepreneurship, StartUps, Venture Capital
Tags: Adeo Ressi, Entrepreneurship, Entrepreneurship Crashkurs, Founder Institut Berlin, Hanse Ventures, Joe Betts-LaCroix, Joe Bezdek, Sarik Weber, Start-up crashkurs, The Funded Founder Institute, unternehmen gründen, Unternehmensgründung
Gründer aufgepasst!! Noch bis zum 03. September 2010 können sich Menschen mit Geschäftsideen oder Unternehmer die ihre Idee schon verwirklicht haben um einen Platz im Founder Institute in Berlin bewerben.
Das Founder Institute ist ein Programm das gründungswillige Menschen auf allerlei Situationen der Unternehmensgründung vorbereitet. Hierzu finden 4 Monate lang 3 Abend-Sessions pro Monat statt in denen es um Fragen rund um das Thema Entrepreneurship geht. Hierzu gehören bspw. das Sichern von geistigem Eigentum, Fragen zu Finanzen, Produkt Entwicklung und Marketing. Das vollständige Curriculum finden Interessierte auf der Webseite des Founder Institutes. Die Sessions werden von erfolgreichen Unternehmern gehalten, die ihre Erfahrung zum jeweiligen Thema mit den Kursteilnehmern teilen. Dazu gehören bspw. Sarik Weber (Gründer und Managing Director bei Hanse Ventures), Joe Betts-LaCroix (Gründer von OQO) und Joe Bezdek (Mitgründer von DivX, Inc.).
Adeo Ressi hat das Founder Institute im Jahr 2009 mit der Vision gegründet jedes Jahr 1000 Start-ups pro Jahr ein Stück auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen zu begleiten. Bisher waren es 140 Start-ups und es werden dieses Jahr mit Standorten in Paris, Brüssel, New York, Washington etc. sicherlich noch mehr. In San Diego wurden letzte Woche 12 Start-ups verabschiedet (eine Auswahl dieser Start-ups findet ihr auf Techcrunch).
Eine Besonderheit des Founder Institute ist es, dass jedes Start-up, welches das Programm erfolgreich beendet, einen Teil seines Unternehmens (3,5%) der Gemeinschaft und dem Founder Institut zur Verfügung stellt. Dafür erhält es im Gegenzug Anteile an den anderen teilnehmenden Unternehmen. So soll die Gemeinschaft gestärkt und das Gefühl vermittelt werden, dass alle Teilnehmer am gleichen Strang zeihen.
Wenn man sich beim Founder Institute in Berlin bewerben möchte wird eine Gebühr von 40 € fällig, die dazu dienen soll die Ernsthaftigkeit der Bewerber zu gewährleisten. Wird ein Start-up angenommen werden weitere 900 € “Semestergebühren” berechnet, die für Aufwendungen wie Catering und Location verwendet werden. Wenn ein Unternehmen während oder nach erfolgreichem Abschluss des Founder Institut Investoren Gelder in einer Höhe von über 50.000 € akquirieren kann wird eine weitere Gebühr von 4.500 € fällig.
Ich denke, das Founder Institute ist eine interessante Sache. Auch wenn die Gebühren im ersten Moment etwas abschreckend wirken, ist es jedoch eine gute Möglichkeit zu wichtigem Wissen und Kontakten zu kommen. Der größte Wert an solch einer Veranstaltung ist meiner Meinung nach das Netzwerk welches dabei entsteht. Insbesondere der Zugang zu potenziellen Investoren ist für viele Start-ups sicherlich von großem Wert.
Was meint Ihr? Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Founder Institut gemacht?
Hier noch ein Video zum Founder Institut:
Welcome to the Founder Institute from Adeo Ressi on Vimeo.
Sofatutor: eLearning aus Deutschland
August 5th, 2010 • Medien, StartUps
Tags: David Herborn, Deutschland, eLearning, Lernen, Sofatutor, StartUp
Wer träumt als Student nicht davon seine Vorlesungen bequem von daheim aus auf dem Sofa anzuschauen? Oder der Schüler, der zwar den Unterricht schwänzt, aber den Stoff einfach und schnell nachholen kann? Vermutlich viele! Das müssen sich auch die Erfinder von Sofatutor, eine eLearning Plattform, gedacht haben.
Das Prinzip ist simpel, aber genial: Doktoranten, Lehrer oder Studenten und Schüler können Lernvideos erstellen und bei Sofatutor einstellen. Sofatutor selbst überprüft die eingereichten Videos nach deren Relevanz (inhaltlich und technisch) und nach deren Freischaltung stehen diesen den wissbegierigen Nutzern zur Verfügung. Damit das Ganze noch einen monetären Anreiz für die Videoersteller hat, muss jeder Nutzer einen monatlichen Beitrag von 7 bis 14 Euro entrichten (Preis abhängig vom Abo, ähnlich von Xing). Dafür kann dieser einen Monat lang unbegrenzt auf das Video-Repertoire zugreifen. Die Ersteller der Videos bekommen pro Zuschauer einen Beitrag gezahlt (einen Anteil von 25% des Monatsbeitrags). Die Nutzer können ihr neu erlangtes Wissen auch gleich unter Beweis stellen: nach jedem Kapitel kann ein kleiner Abschlusstest erfolgen.
Ein interessanter Ansatz wie ich finde. Laut Sofatutor befinden sich derzeit 3297 Videos zur Verfügung. Davon sind die meisten aus den Bereichen BWL, Chemie und Mathematik. Es werden aber bestimmt noch mehr dazu kommen. Was wirklich toll ist, ist dass die Produzenten von Videos eine echte Entlohnung bekommen. Wie hoch diese letztendlich in der Praxis aussieht, geht nicht konkret hervor. Die Frage bleibt jedoch, ob auch genug Nutzer da sind, die diese Videos auch in Anspruch nehmen.
cloudControl: Platform as a Service aus Potsdam
July 30th, 2010 • 1 comment Entrepreneurship, StartUps, Unternehmen
Tags: Cloud, CloudComputing, cloudControl, David Herborn, Deutschland, Potsdam
Cloud Computing: eines der sich hartnäckiger haltenden Buzzwords in letzter Zeit. Wie schon in einem anderen Artikel von mir angesprochen, geht es beim Cloud Computing um Rechenleistung, die über das Netz je nach Bedarf bezogen werden kann, ohne die physischen Computer dafür selbst zu besitzen. Der Kunde mietet sich quasi die Rechenleistung von einem Anbieter, die er gerade für ein Projekt zusätzlich zu seinen vorhandenen Ressourcen benötigt.
CloudControl ist ein junges deutsches Unternehmen aus Potsdam, das genau die oben genannten Leistungen anbietet. Damit tritt es in direkte Konkurrenz zu Branchenschwergewichten wie Amazon und Google, die beide auch über Cloud Computing Dienste verfügen. Der Sinn dieses Angebotes liegt darin, dass Gründer und Programmierer sich nicht länger um das Hardware-Setup kümmern oder sich Sorgen um die Skalierbarkeit machen müssen. Stattdessen können sie ihren Fokus komplett auf die Entwicklung von Onlineservices legen. So jedenfalls die Idee.
Das Konzept hat die Vorteile, dass nur in Anspruch genommene Rechenleistung vom Anbieter berechnet werden. Es fallen damit keine Fixkosten wie beim Unterhalt eigener Server an. Zudem garantiert CloudControl, dass die Leistung jederzeit zur Verfügung steht, sodass Engpasssituationen beim Kunden vermieden werden können.
Das Thema Cloud Computing bleibt meines Erachtens eine spannende Sache. Ob sich ein kleines Start-Up aus Deutschland gegen die großen durchsetzen kann bleibt abzuwarten. Ich sehe jedoch einen Vorteil für die Jungs aus Potsdam: Der in Deutschland so hoch gelobte Datenschutz ist auf Servern, die in Deutschland stehen (was bei CloudControl offenbar zutrifft) einfacher durchzusetzen als bei den amerikanischen Konkurrenten, deren Servern über die Welt verteilt sind.
lovemachine – Liebe wird bezahlt
June 23rd, 2010 • Recruiting, StartUps, Unternehmen
Tags: alternative personalführung, Anreizsystem, Bonus, Bonus-System, Digg, Digg.com, Führung, HR, innovatives, Lovemachine, Mitarbeiter, Mitarbeiter Motivation, Personalmanagement
In jedem Unternehmen ist es sehr wichtig eine gewisse Firmen- und Mitarbeiterkultur aufzubauen. Spätestens seit Zappos ist dieses Thema auch in der Startup-Szene angekommen. Der Schuhhändler aus Las Vegas bietet sogar Führungen durch die Geschäftsräume an und hilft anderen Unternehmern bei der Entwicklung einer Corporate Culture.
Einer der Kernpunkte einer jeden Unternehmenskultur ist der Umgang mit Mitarbeitern und der Umgang der Mitarbeiter untereinander. Für jeden Manager ist es sehr wichtig ein gutes Verständnis von den Fähigkeiten seiner Untergebenen zu haben und auch gute Leistungen durch besondere Förderung zu stärken. In jungen Unternehmen mit einer geringen Mitarbeiterzahl mag es noch möglich sein alle Kräfte einzeln zu bewerten. Doch auch dort kann es schon schwierig sein die Mitarbeiter zu erkennen, welche für das Unternehmen besonders wichtig sind, obwohl ihre Ergebniszahlen am Ende des Monats nicht unbedingt überzeugen. Welcher Mitarbeiter mit technischen Wissen hält die Systeme der anderen Mitarbeiter auch in kritischen Situationen am laufen oder welcher Mitarbeiter der Verwaltung arbeitet besonders produktiv mit den Geschäftsbereichen zusammen. Gerade diese Fachkräfte sind wichtig für eine gutes Unternehmensklima. Leider fallen sie aber oft nicht auf. Wer häufig hilft fällt vielleicht bei den persönlichen Verkaufszahlen zurück garantiert aber trotzdem bessere Erlöse für das gesamte Unternehmen.
Ein neues Produkt von Lovemachine, Inc. soll es nun für Mitarbeiter und Führung transparent machen, welchen Mitarbeitern besonderer Dank gebührt. Das System erlaubt es jeden Mitarbeiter per e-Mail oder auf einer Webseite eine kurze Nachricht an andere Mitarbeiter zusenden, um sich bei ihnen zu bedanken oder für erreichte Ziele zu loben. Diese Messages werden “Love” genannt. Alle Mitarbeiter können diese Mitteilungen und einige Statistiken einsehen. So kann z.B ein großer Bildschirm im Großraumbüro oder Pausenraum den Einblick in die kleinen Dankbarkeitsmitteilungen geben. Einige Firmen nutzen dieses System schon auf unterschiedliche Weise. So ist es möglich einen monatlichen Bonus an den Mitarbeiter mit den meisten der positiven Nachrichten auszuzahlen oder jeder Mitarbeiter kann sich ein Portfolio aus seinen empfangenen Nachrichten in sein Personalgespräch mitnehmen.
Bei Digg.com wird Lovemachine: Work eingesetzt damit sich die Programmierer gegenseitig für Hilfestellungen bedanken können.
Lovemachine Inc. verfolgt einen interessanten Ansatz zur Weiterentwicklung der Personalführung und -steuerung. Gerade in Zeiten in denen an kurzfristigen Erfolgen orientierte Bonuszahlungen stark in der Kritik stehen könnte dieser Peer-Ansatz eine interessante Alternative sein. Vielleicht ist es auch möglich ähnliche Systeme in den höheren Führungsebenen zu etablieren. Und das nicht nur in Tech-Unternehmen, sondern z. B. auch in der Finanzbranche.
Ein weiterer Post wird wohl auch noch über die interessante Development-Methode des Unternehmens folgen.
SSE Labs – Startup Camp an der Uni
June 11th, 2010 • 2 comments Entrepreneurship, StartUps, Venture Capital
Tags: Charles River Ventures, Entrepreneurship, Gründungsfinanzierung, Gründungsforderung, Innovations Inkubator, Leuphana Universität, Lünbeburg, SSE Labs, Stanford University, Startup Accelerator, Startup Camp, startupbootcamp, techstars, ycombinator
Einige Studenten der Stanford Universität machen es vor, wie Universitäten innovative Geschäftsideen in Zukunft fördern könnten. Nach dem Vorbild von Startup-Schmieden wie yCombinator und TechStars (wir haben vor kurzem über Startupbootcamp berichtet) haben 4 Studenten der Stanford University einen „Startup Accelerator“ namens SSE Labs gegründet. Dieser bietet Studenten die Möglichkeit, einen Sommer lang an ihren Geschäftsideen zu arbeiten und ein Unternehmen zu gründen. Der Unterschied zu privaten „Startup Accelerators“ ist, dass SSE Labs keine Unternehmensanteile als Gegenleistung verlangt, sondern als Non-Profit Organisation auftritt.
Teams, die einen Platz bei SSE Labs nach einer erfolgreichen Bewerbung erhalten, bekommen über den Sommer Zugang zu allen Ressourcen sowie zu Kapital für die Unternehmensgründung. Zu den zu Verfügung gestellten Ressourcen gehören unter Anderem Büroräume, Mentoren (VCs, Unternehmer und Anwälte), Unterkunft für die Gründer, Workshops und Zugang zu Konferenzen. Wie Techcrunch berichtet, wird das Projekt nicht wirklich von der Universität unterstützt. Die Initiatoren von SSE Labs sind allesamt undergraduate Studenten der Universität, die als unabhängige Non-Profit Organisation, mit einem Umsatz von ca. $1.5 mio (via Techcrunch) auftreten. Als Sponsor wird auf der Website von SSE Labs Charles River Ventures angegeben.
Startups die bisher bei SSE Labs angenommen wurden sind Folgende (via Techcrunch):
Alphonso Labs
—iPad news reader, with plans to expand to the iPhone and Android.
Think Bulbs—Builds mobiile photo discovery apps for the iPhone
FountainHop—Building an event mapping platform that intelligently and intuitively gives users access to geo-temporal data relating to their physical surroundings.
Naquatic—iPhone and iPod Touch game developer creating large scale, online, social games starting with world conquest games.
Black Swan Solar—Goal is to make solar energy cheaper than coal.
InvestAway—A platform for delivering personalized, professional advice to individual investors.
MyLinkPower—Help professionals get jobs through their social networks.
Motion Math—Create educational games that kids love and parents trust. Inspire kids to learn by creating intuitive understanding through mobile game play.
Loki—Location-aware mobile gaming.
Ich finde Universitäten sollten durchaus ein solches Projekt unterstützen. Viele Ressourcen von Universitäten werden nicht voll oder nicht sinnvoll genutzt (wie bspw. Räumlichkeiten). Noch ist das Angebot der Gründungsförderung aus dem Studium heraus relativ gering. Bisher bieten hauptsächlich Stipendien die Möglichkeit der Gründungsfinanzierung. Universitäten sollten Unternehmensgründungen pro aktiv angehen und auch finanziell, sowie durch das Universitätsnetzwerk unterstützen. Ich selbst studiere in Lüneburg, wo derzeit ein Innovations-Inkubator mit einem Investitionsvolumen von ca. 100 Mio. € aufgebaut wird. Allerdings ist bisher sehr undurchsichtig, welche Gründungsvorhaben dieser fördert und was die Voraussetzungen sind um gefördert zu werden. Hierfür wäre ein Projekt nach dem Vorbild von SSE Labs perfekt geeignet, um Innovationen aus dem akademischen Umfeld zu fördern. Was meint Ihr?
Schützenhilfe für Start-Ups: HackFwd
June 10th, 2010 • Entrepreneurship, StartUps, Venture Capital
Tags: David Herborn, hack forward, HackFwd, Hamburg, Internet start up, Lars Hinrichs, risikokapital, seed capital, Start Up, startupbootcamp, techstars, Venture Capital, Xing, xing gründer, ycombinator
Im Vergleich zu Nordamerika, wo neue (Internet-) Start-Ups immer noch wie Pilze aus dem Boden schießen, sieht es hingegen in Europa eher düster aus. So scheuen vor allem in Deutschland Wagniskapitalgeber den Sprung ins kalte Wasser. Deutsche High-Tech-Start-Ups bekommen kaum noch dringend gesuchtes Kapital.
Um diesen negativen Trend entgegenzuwirken, hat u.a. Lars Hinrichs (seines Zeichens Gründer von Xing) ein in Hamburg ansässiges Unternehmen gegründet, das jungen, innovativen Start-Ups in Europa in früher Phase auf die Beine helfen soll. Dieses ambitionierte Projekt nennt sich HackFwd (sprich: Hack Forward). Ziel von HackFwd ist es, smarten, talentierten Entwicklern durch Ressourcen und Know-How die Möglichkeit zu geben, ihren bisherigen Job zu kündigen und stattdessen ihre Ideen und Visionen in einem eigenen Projekt zu verwirklichen.
Ein sehr interessantes Projekt wie ich finde. Entscheidend dabei ist meines Erachtens dies auch bei potentiellen Gründern bekannt zu machen. Das beste Angebot bringt nichts, wenn niemand davon Bescheid weiß. Allerdings habe ich da vertrauen in Hinrichs und sein Team. Schließlich ist Xing auch eine feste Größe im Bereich der Social Networks geworden.
Steereo und Simfy – Eine iTunes Alternative?
May 12th, 2010 • 2 comments Mobile, StartUps
Tags: Android, Apple, iPhone, iPod, iTunes, Mobile, Music, music on demand, musik, musik hören, online musik, simfy, smartphone, steereo, stream, web
Schon seit einigen Monaten sind Dienste wie Steereo im Netz zu finden. Diese ermöglichen über eine Musikflatrate das Streamen von Musik auf den PC über einen Browser oder eine extra Software. Besonders interessant sind diese Dienste seit den letzten Tagen. Denn nach Simfy hat nun auch Steereo eine Smartphone App veröffentlicht. Von nun an können die eigenen Playlists also nicht nur am PC gehört, sondern auch unterwegs der ständige Begleiter werden.
Im Gegensatz zu Simfy finde ich Steereo besonders interessant wegen ihrem günstigen Preis. So bezahlt man bei Steereo für eine Premium-Mitgliedschaft nur 2,99 €/Monat, um dann werbefrei und unbegrenzt Musik hören zu können. Simfy dagegen verlangt dafür 9,99 € im Monat. Ein wichtiges Kriterium bei einer Entscheidung für oder gegen einen solchen Anbieter muss natürlich auch die Auswahl der Musik sein. Steereo bietet nach eigener Aussage “mehrere Millionen” Titel zum Streamen an – Simfy hat dagegen derzeit 6,2 Mio. Songs lizensiert, wovon schon 40% verfügbar sind. Doch nicht nur die Auswahl der Musik spielt eine Rolle, auch die Navigation und die Usability auf der Webseite bzw. in den jeweiligen Apps. Hier ist Simfy die bessere Alternative. Der Player erinner mit seinem schlichten Design an iTunes und die Webseite ist aufgeräumt und man findet sich in den Genres gut zurecht. Steereo hat in diesen Punkten nach meiner Meinung noch einiges nachzuholen.
Wenn man sich die Auswahl der Apps anschaut fällt einem auf, dass Steereo bereits eine Desktop- und eine iPhone-App bietet. Eine Android-App soll in wenigen Wochen folgen. Simfy bietet dagegen eine iPhone- und Android-App und wirbt mit der bald erscheinenden Desktop-App.
Beide Dienste bieten eine personalisierte Playlist sowie eine Funktion, favorisierte Songs mit seinen Freunden zu Teilen. Steereo bietet einen großen und für einige vielleicht entscheidenden Vorteil – den Shop. So hat jeder Premium-Nutzer die Möglichkeit unter mehr als 1,5 Mio. Titeln die Lieblingssongs auszuwählen und zu kaufen. Die Preise sind hierbei denen von iTunes sehr ähnlich (ab 99 ct.) und der absolute Vorteil: Die MP3′s sind nicht via DRM geschützt. Man kann diese Lieder also so oft man möchte kopieren und auf so vielen Endgeräten nutzen, wie man möchte. Natürlich immer innerhalb der rechtlichen Schranken.
Abschließend kann man nur sagen, dass es keinen “perfekten” Dienst gibt, den man ohne Einschränkungen empfehlen kann. Simfy bietet “gefühlt” die größere Auswahl an Titeln, wobei hier Qantität auch nicht zwingend Qualität sein muss. Es kommt stark auf den eigenen Geschmack an. Zudem muss man beachten, wie man die Musik nutzen möchte – also welche Apps man benötigt. Der Shop ist dann natürlich auch eine Option, die man bei der Wahl bedenken sollte.
Ich persönlich teste gerade Steereo ausgiebig. Hier finde ich die einmonatige Testphase super. Einen Monat kann man hier das komplette Premiumangebot nutzen ohne einen Cent dafür zu bezahlen. Simfy bietet dagegen nur 7 Tage Testzeit. Die Auswahl der Musik ist für mich bei Steereo ausreichend und der Shop eine wirkliche Alternative zu iTunes. Ich spiele tatsächlich mit dem Gedanken einer Premium-Mitgliedschaft. Doch hierfür werde ich auf jeden Fall noch auf die Android-App von Steereo warten, sodass ich das dann auch auf meinem Androiden nutzen kann.
Große Unternehmen als VC
May 11th, 2010 • Podcast, StartUps, Venture Capital
Tags: Intel, Stanford Entrepreneurship Corner, VC, Venture Capital
Der aktuelle Podcast in der Stanford eCorner Reihe stellte eine interessante Gruppe von Venture Capital Firmen vor. Lisa Lambert arbeitet bei Intel Capital. Diese Sparte von Intel investiert in Unternehmen verschiedener Größe und auch aus sehr unterschiedlichen Branchen. Das Ziel ist es nicht nur Geld zu verdienen und die ursprüngliche Einlage in ein StartUp zu verdreifachen, sondern auch die Umsätze des Mutterkonzerns zu stärken. Intel Capital investiert damit Intel mehr Chips verkaufen kann. Das Interview ermöglicht einen interessanten Einblick in einen wenig bekannten Teil der VC-Branche.
Tiger Tag: das Fundbüro im Netz
May 6th, 2010 • 2 comments StartUps
Tags: finden, fundbüro, gefunden, StartUp, tigertag, verlieren, verloren, wiederfinden, zurück geben
Folgendes Szenario: du bist in der Stadt mit deinem Laptop unterwegs und setzt dich auf eine Bank, um die Sonne zu genießen. Ein Bekannter kommt vorbei und ihr verliert euch in einem Gespräch. Nach einiger Zeit lauft ihr zusammen zur U-Bahn, um nach Hause zu fahren. In der Bahn merkst du, dass du deinen Rucksack inklusive Laptop auf der Parkbank liegen lassen hast. Zur selben Zeit läuft ein Passant an der Parkbank vorbei und sieht deinen Rucksack mutter-seelen-allein rumliegen. Er wundert sich und schaut sich um, ob sich der Besitzer in der Nähe befindet. Da dies nicht der Fall ist, schaut er in den Rucksack und sieht den Laptop. Er würde den Laptop gerne dem Besitzer zurück geben, weiss aber nicht wem der Laptop gehört.
Normalerweise würde man in so einem Fall das nächste Fundbüro bzw. die nächste Polizeiwache aufsuchen, um den Laptop dort abzugeben. Allerdings hat sich ein Startup gedacht, dass dieses Problem auch einfacher zu lösen ist. TigerTag hat sich zur Mission gesetzt, Menschen das Wiederfinden und Findern das zurückgeben von Dingen zu erleichtern. Das Ganze funktioniert durch einen kleinen unscheinbaren Aufkleber mit einem Code und dem Satz “Do good. Return. www.tigertag.com”, den der vorsorgliche Besitzer auf alle Dinge kleben kann die ihm am Herzen liegen. So kann man iPad, Smartphone oder Schlüsselbund mit den kleinen Aufklebern taggen, und diese auf www.tigertag.com registrieren. Zur Registrierung erstellt man sich einen Account und wählt die Kategorie aus, in die das getaggte Produkt am besten passt. Wenn das Produkt registriert ist, können ehrliche Finder den Code auf dem Aufkleber auf www.tigertag.com eingeben und haben dann die Möglichkeit den Besitzer des Produktes zu kontaktieren. Großzüge Besitzer der Produkte können dann natürlich auch den Findern einen Finderlohn geben.
Mir gefällt die Idee sehr gut, da man so zumindest die Chance hat sein Hab und Gut vor Verlust abzusichern. Die Idee lebt natürlich von der Ehrlichkeit der Menschen. Allerdings denke ich, dass die Möglichkeit einen Laptop oder ein Telefon mit Erflog an den richtigen Besitzer zurückzugeben auch die Motivation steigert dies zu tun. TigerTag behauptet, dass die Erfolgsrate bei 75% liegt.
Die Aufkleber, bzw. die TigerTags, kann man auf www.tigertag.com in Form von 14er Bögen bestellen. Dabei fallen nur geringe Versandkosten an, die Tags ansich sind kostenlos. Ich habe mein Handy, Laptop, Hausschlüssel, Ladekabel, etc. gleich mal getaggt und hoffe auf ehrliche Finder, falls ich mal wieder mein Zeug irgendwo liegen lasse…
Wir haben noch ein paar Bögen Tags übrig. Deswegen schicken wir den ersten 5 von euch die zu diesem Post ein Kommentar hinterlassen jeweils einen Bogen Tiger Tags mit 14 Tags gratis zu. Bitte vergesst nicht die Email Adresse im dafür vorgesehen Feld anzugeben, damit wir euch Kontaktieren können.
Mixcloud.com – die neue Wolke am Musikhimmel
April 3rd, 2010 • Medien, StartUps
Tags: Entertainment, Internet start up, mixcloud.com, Music, PC, Youtube
Im Zeitalter des Tapes war es üblich Musik auf Magnetbänder aufzunehmen. Oft aus dem Radio oder von Schallplatten, aber sogar noch von CD wurden Tapes bespielt. Alles diente nur einem Zweck: Das eigene Mixtape mit der Lieblingsmusik und dem persönlichen Bezug. Diese persönlichen Mixtapes wurden dann entweder an Freunde oder den Partner verschenkt oder selbst im Auto oder über den Walkman gehört.
Seit den ersten Discmans wurden Walkmans immer seltener und spätestens seit iPod und Youtube sind die Tage dieser Oldschool-Geräte gezählt. Allerdings wollen viele nicht auf den Luxus verzichten, ihre eigens zusammengestellten Mix-„Tapes“ mit der ganz persönlichen Lieblingsmusik zu hören. Wiedergabelisten in iTunes, Playlisten bei Youtube oder eigene Mix-CDs werden genutzt, um diesem Wunsch gerecht zu werden.
Im Zeitalter der modernen Kommunikation und dem immer mehr zum Teilen tendierenden Verhalten der Internetnutzer haben sich drei junge Gründer aus London Gedanken gemacht und eine Plattform geschaffen mit der eigene „Mixtapes“ mit anderen geteilt werden können – mixcloud.com. Die Gründer beschreiben ihre Plattform selbst als „Youtube des Radios“. Ursprünglich wurde diese Plattform für DJs, Musikliebhaber und Hobby-Radioproduzenten ins Leben gerufen. Inzwischen hat es sich allerdings zu einem gefragten „Radio-on-demand“-Dienst entwickelt.
Die Idee ist simpel: Jeder kann einen eigenen Account einrichten und seine persönlichen musikalischen Inhalte hochladen. Akzeptiert wird jegliche Art von Radio-Content im MP3-Format: Beispielsweise DJ-Mix-Sets, Moderationsstrecken, Live-Mitschnitte oder Music-Shows. Durch den anfänglichen Schwerpunkt auf die DJ-Szene findet der Nutzer viel Musik aus dem elektronischen Bereich, die zum Großteil ungesigned ist. Letztendlich entscheiden die User über den Erfolg des Angebots. Indem die Klicks auf den jeweiligen Beitrag erfasst werden, erreichen die meistgehörten Titel die oberen Plätze der Ergebnislisten. Ganz wichtig ist natürlich auch die Vernetzung mit seinen virtuellen Freunden über Netzwerke wie Facebook oder Twitter. Genauso wie bei allen Videocontent-Providern ist ein Download der Musikinhalte über die Plattform nicht möglich.






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