The Founder Institute – die Ausbildung zum Entrepreneur
August 22nd, 2010 • Entrepreneurship, StartUps, Venture Capital • No comments
Gründer aufgepasst!! Noch bis zum 03. September 2010 können sich Menschen mit Geschäftsideen oder Unternehmer die ihre Idee schon verwirklicht haben um einen Platz im Founder Institute in Berlin bewerben.
Das Founder Institute ist ein Programm das gründungswillige Menschen auf allerlei Situationen der Unternehmensgründung vorbereitet. Hierzu finden 4 Monate lang 3 Abend-Sessions pro Monat statt in denen es um Fragen rund um das Thema Entrepreneurship geht. Hierzu gehören bspw. das Sichern von geistigem Eigentum, Fragen zu Finanzen, Produkt Entwicklung und Marketing. Das vollständige Curriculum finden Interessierte auf der Webseite des Founder Institutes. Die Sessions werden von erfolgreichen Unternehmern gehalten, die ihre Erfahrung zum jeweiligen Thema mit den Kursteilnehmern teilen. Dazu gehören bspw. Sarik Weber (Gründer und Managing Director bei Hanse Ventures), Joe Betts-LaCroix (Gründer von OQO) und Joe Bezdek (Mitgründer von DivX, Inc.).
Adeo Ressi hat das Founder Institute im Jahr 2009 mit der Vision gegründet jedes Jahr 1000 Start-ups pro Jahr ein Stück auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen zu begleiten. Bisher waren es 140 Start-ups und es werden dieses Jahr mit Standorten in Paris, Brüssel, New York, Washington etc. sicherlich noch mehr. In San Diego wurden letzte Woche 12 Start-ups verabschiedet (eine Auswahl dieser Start-ups findet ihr auf Techcrunch).
Eine Besonderheit des Founder Institute ist es, dass jedes Start-up, welches das Programm erfolgreich beendet, einen Teil seines Unternehmens (3,5%) der Gemeinschaft und dem Founder Institut zur Verfügung stellt. Dafür erhält es im Gegenzug Anteile an den anderen teilnehmenden Unternehmen. So soll die Gemeinschaft gestärkt und das Gefühl vermittelt werden, dass alle Teilnehmer am gleichen Strang zeihen.
Wenn man sich beim Founder Institute in Berlin bewerben möchte wird eine Gebühr von 40 € fällig, die dazu dienen soll die Ernsthaftigkeit der Bewerber zu gewährleisten. Wird ein Start-up angenommen werden weitere 900 € “Semestergebühren” berechnet, die für Aufwendungen wie Catering und Location verwendet werden. Wenn ein Unternehmen während oder nach erfolgreichem Abschluss des Founder Institut Investoren Gelder in einer Höhe von über 50.000 € akquirieren kann wird eine weitere Gebühr von 4.500 € fällig.
Ich denke, das Founder Institute ist eine interessante Sache. Auch wenn die Gebühren im ersten Moment etwas abschreckend wirken, ist es jedoch eine gute Möglichkeit zu wichtigem Wissen und Kontakten zu kommen. Der größte Wert an solch einer Veranstaltung ist meiner Meinung nach das Netzwerk welches dabei entsteht. Insbesondere der Zugang zu potenziellen Investoren ist für viele Start-ups sicherlich von großem Wert.
Was meint Ihr? Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Founder Institut gemacht?
Hier noch ein Video zum Founder Institut:
Welcome to the Founder Institute from Adeo Ressi on Vimeo.
SSE Labs – Startup Camp an der Uni
June 11th, 2010 • Entrepreneurship, StartUps, Venture Capital • 2 comments
Einige Studenten der Stanford Universität machen es vor, wie Universitäten innovative Geschäftsideen in Zukunft fördern könnten. Nach dem Vorbild von Startup-Schmieden wie yCombinator und TechStars (wir haben vor kurzem über Startupbootcamp berichtet) haben 4 Studenten der Stanford University einen „Startup Accelerator“ namens SSE Labs gegründet. Dieser bietet Studenten die Möglichkeit, einen Sommer lang an ihren Geschäftsideen zu arbeiten und ein Unternehmen zu gründen. Der Unterschied zu privaten „Startup Accelerators“ ist, dass SSE Labs keine Unternehmensanteile als Gegenleistung verlangt, sondern als Non-Profit Organisation auftritt.
Teams, die einen Platz bei SSE Labs nach einer erfolgreichen Bewerbung erhalten, bekommen über den Sommer Zugang zu allen Ressourcen sowie zu Kapital für die Unternehmensgründung. Zu den zu Verfügung gestellten Ressourcen gehören unter Anderem Büroräume, Mentoren (VCs, Unternehmer und Anwälte), Unterkunft für die Gründer, Workshops und Zugang zu Konferenzen. Wie Techcrunch berichtet, wird das Projekt nicht wirklich von der Universität unterstützt. Die Initiatoren von SSE Labs sind allesamt undergraduate Studenten der Universität, die als unabhängige Non-Profit Organisation, mit einem Umsatz von ca. $1.5 mio (via Techcrunch) auftreten. Als Sponsor wird auf der Website von SSE Labs Charles River Ventures angegeben.
Startups die bisher bei SSE Labs angenommen wurden sind Folgende (via Techcrunch):
Alphonso Labs
—iPad news reader, with plans to expand to the iPhone and Android.
Think Bulbs—Builds mobiile photo discovery apps for the iPhone
FountainHop—Building an event mapping platform that intelligently and intuitively gives users access to geo-temporal data relating to their physical surroundings.
Naquatic—iPhone and iPod Touch game developer creating large scale, online, social games starting with world conquest games.
Black Swan Solar—Goal is to make solar energy cheaper than coal.
InvestAway—A platform for delivering personalized, professional advice to individual investors.
MyLinkPower—Help professionals get jobs through their social networks.
Motion Math—Create educational games that kids love and parents trust. Inspire kids to learn by creating intuitive understanding through mobile game play.
Loki—Location-aware mobile gaming.
Ich finde Universitäten sollten durchaus ein solches Projekt unterstützen. Viele Ressourcen von Universitäten werden nicht voll oder nicht sinnvoll genutzt (wie bspw. Räumlichkeiten). Noch ist das Angebot der Gründungsförderung aus dem Studium heraus relativ gering. Bisher bieten hauptsächlich Stipendien die Möglichkeit der Gründungsfinanzierung. Universitäten sollten Unternehmensgründungen pro aktiv angehen und auch finanziell, sowie durch das Universitätsnetzwerk unterstützen. Ich selbst studiere in Lüneburg, wo derzeit ein Innovations-Inkubator mit einem Investitionsvolumen von ca. 100 Mio. € aufgebaut wird. Allerdings ist bisher sehr undurchsichtig, welche Gründungsvorhaben dieser fördert und was die Voraussetzungen sind um gefördert zu werden. Hierfür wäre ein Projekt nach dem Vorbild von SSE Labs perfekt geeignet, um Innovationen aus dem akademischen Umfeld zu fördern. Was meint Ihr?
Startupbootcamp – Von der Idee zum Unternehmen in 3 Monaten
May 26th, 2010 • Entrepreneurship, Venture Capital • No comments
Startupbootcamp ist ein 3 Monatiges Programm in Kopenhagen zur Gründung eines Unternehmens. Das Programm richtet sich an Teams mit innovativen Ideen und der Motivation diese in einem 3 Monatigen “Bootcamp” so weit wie möglich umzusetzten. Bewerben können sich Entrepreneure aus ganz Europa noch bis zum 30. Juni unter www.startupbootcamp.dk. Aus den Bewerbungen werden 10 Ideen ausgewählt und zum 3 monatigen Startupbootcamp nach Kopenhagen eingeladen. Die ausgewählten Teams erhalten pro Mitglied 25.000 DKK (knapp 3400€), um den Lebensunterhalt während der Zeit zu finanzieren, und einen Büroplatz im Inkubator. Der Prozess während des “Bootcamps” wird von ehrfahrenen Mentoren begleitet. Die Teams wählen dabei ein Mentoren Team (von über 50 Mentoren), das sie während der Zeit in Kopenhagen unterstützt. Startupbootcamp bekommt als Gegenleistung zwischen 5 und 10 % des Unternehmens, das während des “Bootcamps” entsteht.
Am Ende des 3 monatigen Programms steht dann der Investor Day, an dem die Teams die einmalige Chance haben ihr Unternehmen vor über 100 Investoren zu präsentieren. Die zwei erfolgreichsten Teams gehen dann auf die US Investoren Tour von Techstars und können ihre Idee vor weiteren zahlreichen Investoren in den USA präsentieren. Die Idee zum Startupbootcamp kommt ursprünglich aus den USA, wo Projekte wie TechStars und Y combinator seit einiger Zeit das Konzept sehr erfolgreich umsetzten (Wen das Konzept näher interessiert: hier ein Podcast mit Paul Graham, Partner bei Ycombinator). Startupbootcamp ist seit diesem Monat der erste europäische Partner von TechStars und profitiert so von einem globalen Netzwerk an Investoren und Gründern.
Startupbootcamp wurde unter Anderem von Alex Farcet ins leben gerufen, einem Unternehmer, der die dänische Startup Szene sehr gut kennt. Wir hatten die Chance Alex und einige der Mentoren des Startupbootcamps beim Startupweekend in Kopenhagen persönlich kennenzulernen und waren sofort von ihrer Leidenschaft und Erfahrung überzeugt. Wir können jedem empfehlen, sich beim startupbootcamp zu bewerben. Durch den Prozess und das Netzwerk das solche Projekte anbieten kann man viel lernen und kommt schnell zum Ziel. Auf Förderland.de findet Ihr ein Interview mit Alex Farcet zum Konzept von Startupbootcamp und auf berufebilder.de ein Interview mit Christopher Plantener (Gründer von Zielgut,) der selbst Mentor bei Startupbootcamp ist.
Hier noch ein Interview mit TechStars Gründer David Cohen
Tiger Tag: das Fundbüro im Netz
May 6th, 2010 • StartUps • 2 comments
Folgendes Szenario: du bist in der Stadt mit deinem Laptop unterwegs und setzt dich auf eine Bank, um die Sonne zu genießen. Ein Bekannter kommt vorbei und ihr verliert euch in einem Gespräch. Nach einiger Zeit lauft ihr zusammen zur U-Bahn, um nach Hause zu fahren. In der Bahn merkst du, dass du deinen Rucksack inklusive Laptop auf der Parkbank liegen lassen hast. Zur selben Zeit läuft ein Passant an der Parkbank vorbei und sieht deinen Rucksack mutter-seelen-allein rumliegen. Er wundert sich und schaut sich um, ob sich der Besitzer in der Nähe befindet. Da dies nicht der Fall ist, schaut er in den Rucksack und sieht den Laptop. Er würde den Laptop gerne dem Besitzer zurück geben, weiss aber nicht wem der Laptop gehört.
Normalerweise würde man in so einem Fall das nächste Fundbüro bzw. die nächste Polizeiwache aufsuchen, um den Laptop dort abzugeben. Allerdings hat sich ein Startup gedacht, dass dieses Problem auch einfacher zu lösen ist. TigerTag hat sich zur Mission gesetzt, Menschen das Wiederfinden und Findern das zurückgeben von Dingen zu erleichtern. Das Ganze funktioniert durch einen kleinen unscheinbaren Aufkleber mit einem Code und dem Satz “Do good. Return. www.tigertag.com”, den der vorsorgliche Besitzer auf alle Dinge kleben kann die ihm am Herzen liegen. So kann man iPad, Smartphone oder Schlüsselbund mit den kleinen Aufklebern taggen, und diese auf www.tigertag.com registrieren. Zur Registrierung erstellt man sich einen Account und wählt die Kategorie aus, in die das getaggte Produkt am besten passt. Wenn das Produkt registriert ist, können ehrliche Finder den Code auf dem Aufkleber auf www.tigertag.com eingeben und haben dann die Möglichkeit den Besitzer des Produktes zu kontaktieren. Großzüge Besitzer der Produkte können dann natürlich auch den Findern einen Finderlohn geben.
Mir gefällt die Idee sehr gut, da man so zumindest die Chance hat sein Hab und Gut vor Verlust abzusichern. Die Idee lebt natürlich von der Ehrlichkeit der Menschen. Allerdings denke ich, dass die Möglichkeit einen Laptop oder ein Telefon mit Erflog an den richtigen Besitzer zurückzugeben auch die Motivation steigert dies zu tun. TigerTag behauptet, dass die Erfolgsrate bei 75% liegt.
Die Aufkleber, bzw. die TigerTags, kann man auf www.tigertag.com in Form von 14er Bögen bestellen. Dabei fallen nur geringe Versandkosten an, die Tags ansich sind kostenlos. Ich habe mein Handy, Laptop, Hausschlüssel, Ladekabel, etc. gleich mal getaggt und hoffe auf ehrliche Finder, falls ich mal wieder mein Zeug irgendwo liegen lasse…
Wir haben noch ein paar Bögen Tags übrig. Deswegen schicken wir den ersten 5 von euch die zu diesem Post ein Kommentar hinterlassen jeweils einen Bogen Tiger Tags mit 14 Tags gratis zu. Bitte vergesst nicht die Email Adresse im dafür vorgesehen Feld anzugeben, damit wir euch Kontaktieren können.
Copenhagen Startup Weekend
April 16th, 2010 • Allgemeines, Entrepreneurship • No comments
Letztes Wochende waren drei von uns in Kopenhagen, um das Kopenhagen Startup Weekend zu besuchen. Wer das Konzept eines Startup Weekends noch nicht kennt: Man trifft sich Freitags und pitcht Ideen, dann wird über die besten zehn Ideen abgestimmt und zu diesen werden dann Gruppen geformt. Jeder sucht sich die Idee aus, die ihn/sie am meisten überzeugt hat bzw. interessiert. Das Wochenende hat das Ziel die Ideen dann möglichst weit, also bspw. in Form eines Prototyps oder einer ausgereiften Produkt Präsentation umzusetzten. Sonntags werden dann die Ideen vor einer Jury präsentiert, die über die überzeugenste Präsentation entscheidet.
Das Wochenende war eine super Erfahrung. Wir konnten mit Menschen aus verschiedensten Nationen an Ideen arbeiten und Wissen miteinander austauschen. Die Atmosphere unter den Teilnehmern war einzigartig. Jeder trug seinen Teil bei, um das Wochenende erfolgreich zu gestalten. Des Weiteren unterstützten Mentoren den Prozess und halfen uns wichtige Fragen von Beginn an zu klären. Wir können jedem Empfehlen: Macht beim nächsten Startup Weekend in eurer Nähe mit!!!
Das Startup Weekend in Kopenhagen wurde unter Anderem von Clint Nelsen (von startupweekend.org) und Alex Farcet (von startupbootkamp.dk) organisiert. Wir von secondflush.de möchten die Gelegenheit nutzen, um uns bei allen Beteiligten für ein einzigartiges Wochenende zu bedanken und hoffen, dass das Netzwerk welches dabei entstand weiterhin bestehen bleibt.
THANK YOU ALL FOR AN AMAZING WEEKEND!!!
Wir für unseren Teil werden versuchen, ein Startup Weekend in Hamburg auf die Beine zu stellen. Wer hieran Interesse hat (insbesondere Sponsoren, Mentoren und alle anderen Menschen die Teilnehmen möchten), bitte meldet euch bei uns per email!
Hier ein Video zum Startup Weekend in Kopenhagen:
Copenhagen Startup Weekend in 3 words from @bootcampdk on Vimeo.
Und hier einige Ergebnisse die dabei entstanden:
- MemoLane
- Give for Good
- Project purple
- Chatnfly
- Eventstalker
- Reforbiz
Randy Komisar – Getting to Plan B
April 9th, 2010 • Entrepreneurship, Podcast • No comments
Diese Woche hat die neue Reihe der Stanford “Entrepreneurial Thought Leaders” Serie begonnen. Den Anfang macht Randy Komisar, Partner bei Kleiner Perkins Caufield & Byers (KPCB). KPCB ist ein Silicon Valley Venture Capital Unternehmen, das durch frühe Investitionen in Unternehmen wie zum Beispiel Amazon, AOL, Google, and Sun Microsystems bekannt geworden ist. Randy Komisar ist Entrepreneur, Manager, Berater und Buchautor. Er war unter Anderem CEO bei LucasArts Entertainment und Crystal Dynamics sowie Mitgründer von Claris Corporation. Im neuesten Podcast der Stanford Entrepreneurship Corner spricht er über Ideen aus seinem neuen Buch Getting to Plan B: Breaking Through to a Better Business Model.
While Plan A may begin the backbone on which an entrepreneurial idea is hinged, succinct data gathering and constant market evaluation more often lead to profit with the next idea in line. The tech sector breeds innovation, says KPCB partner and frequent speaker Randy Komisar, and to do so it is required to accept the numerous fits and starts of the start-up.
Diesen und weitere Podcasts der Serie findet ihr (auch zum Download im Mp3 Format) auf http://ecorner.stanford.edu
Rework Reviewed
April 6th, 2010 • Bücher, Entrepreneurship • No comments
Rework ist das neue Buch von Jason Fried und David Heinemeier Hansson, den Gründern von 37Signals. Das Unternehmen, 37Signals, ist durch günstige Business Software, wie bspw. Backpack und Basecamp bekannt geworden. In ihrem Buch haben David und Jason ihre Erfahrungen als erfolgreiche Unternehmer in Form von Ratschlägen in 13 Kapiteln zusammen getragen. Die beiden Autoren beschreiben in Rework einen neuartigen Stil der Unternehmensführung, einen in dem ASAP (As Soon As Possible) nicht existiert, Universitätsabschlüsse von Elite-Unis als überbewertet gelten und Pläne als wilde Spekulationen angesehen werden. In ihrem Buch fordern Sie von Unternehmern und Gründern einen „Rework“, ein Umdenken in all den Bereichen, die mit dem Begriff Management assoziiert werden. Sie versuchen mit allen Vorurteilen, wie ein Unternehmen organisiert sein sollte, aufzuräumen und zeigen anhand ihres eigenen und auch anderer Unternehmen neue Herangehensweisen. 37Signals besteht nur aus wenigen Mitarbeitern und wird bewusst klein gehalten, obwohl das Unternehmen wächst und bereits zahlreiche Kunden hat. Die Mitarbeiter sind auf verschiedene Städte verteilt und treffen sich nur wenige Male im Jahr. Trotz dieser eher ungewöhnlichen Methoden ist 37Signals ein Erfolg und die Gründer dieses Erfolgs wollen mit Rework zeigen, wie man ihrem Beispiel folgen kann.
Das Buch liest sich sehr schnell, ca. 3 Stunden und man hat die knapp 280 Seiten durch. Das liegt vor allem daran, dass jede 2. Seite aus einer Grafik besteht und eine sehr große Schriftgröße verwendet wurde. Anfänglich hat mich das ein wenig gestört, da der Eindruck entstand, dass das Buch ein wenig aufgebläht wurde. Allerdings muss ich sagen, dass dieser Eindruck nach den ersten paar Seiten verflog. Die Themen sind gut beschrieben und man versteht schnell vorauf die Autoren hinauswollen. Auch der Sinn, der sich hinter Aufforderungen wie „ ignore the real world“ oder „let your customers outgrow you“ verbirgt, wird schnell bewusst und ist nachvollziehbar. Auch wenn die in Rework beschriebenen Methoden sicherlich nicht auf alle Umstände bzw. Unternehmen anwendbar sind, gibt das Buch zahlreiche Anreize die eigene Kreativität zu wecken. Das Buch motiviert und zeigt, dass Unternehmen auch anders geführt werden können, als wie man es bspw. aus eigenen Erfahrungen kennt. Um einen kleinen Vorgeschmack auf das Buch zu bekommen, schaut man sich am besten Interviews mit David und Jason an. Folgende sind dafür besonders gut geeignet:
Podcasts und Videos nicht nur für Gründer
March 26th, 2010 • Entrepreneurship, Podcast • No comments
Die folgende Liste soll Podcasts und Video Reihen für Internet Gründer, solche die es werden wollen und natürlich alle anderen Menschen vorstellen. Viel Spass damit!!
Entrepreneurial Thought Leaders – http://ecorner.stanford.edu/podcasts.html (englisch)
Die Podcasts der Stanford Universität aus der Reihe “Entrepreneurial Thought Leaders” haben wir euch regelmäßig vorgestellt. Die Ring Vorlesungen, welche im Rahmen von Steve Blank’s Vorlesungsreihe “The Spirit of Entrepreneurship” stattfinden, beschäftigen sich mit einem eher wissenschaftlichen Aspekt von Unternehmensgründungen. Hierbei geht es zwar auch um die Geschichten der hochkarätigen Gäste, wie Craig Barrett (ehemals CEO von Intel), Mark Zuckerberg (Gründer von Facebook) oder Steven Ballmer (CEO von Microsoft Corporation) aber auch um Motivation und Erfolgsfaktoren von Entrepreneuren. Sehr hörenswert!
This Week in Startups (TWiST) – http://thisweekinstartups.com/ (englisch)
This Week in Startups (TWiST) ist der Video-Podcast von Mahalo.com Gründer und CEO Jason Calacanis. Der leidenschaftliche Entrepreneur interviewt in seiner wöchentlich erscheinenden Show unter anderem Unternehmer und Investoren aus dem Internet Technologie Bereich. Zu seinen Gästen zählten bisher unter anderem der Autor von Delivering Happiness und Zappos Gründer Tony Hsieh, der Autor von Rework und Partner bei 37Signals David Heinemeier Hansson und Dr. Howard Morgan, einem der Gründer von First Round Capital. Jason spricht mit seinen Gästen über ihre spannenden Erfahrungen als Entrepreneure. Die Show wird live gestreamt, was es möglich macht, dass Zuschauer der Show ihre Gründungsideen per Skype pitchen, welche dann von den Teilnehmern im Chat, sowie von Jason und seinen Gästen bewertet werden. Außerdem nimmt Jason Anrufe entgegen in dem er Fragen zu verschiedenen Themen beantwortet. Die Show ist absolut hörens- bzw. sehenswert!
Mixergy – http://mixergy.com/ (englisch)
Mixergy ist der Video-Podcast von Andrew Warner dem Gründer von Bradford & Reed. Andrew führt heute quasi täglich Interviews mit verschiedensten Unternehmern sowie Investoren und veröffentlicht diese auf Mixergy.com. Die Mission von Mixergy.com ist es “to introduce you to doers and thinkers whose ideas and stories are so powerful that just hearing them will change you.” Und das ist meiner Meinung nach nicht zu viel versprochen. Der Podcast ist sehr motivierend und die Geschichten der Menschen sind super spannend! Auf Mixergy.com findet ihr unter anderem Interviews mit Gary Vynerchuck (Wine Library TV) , Tim Ferris (Die 4-Stunden-Woche) und Paul Grahamn (Y Combinator). Auf jeden Fall anhören!!!
Venture TV – http://www.venturetv.de/ (deutsch)
Venture TV ist eine Video-Blog für Gründer. Hier interviewt André Vollbracht die Gründer von StartUps, Geschäftsführer von Unternehmen sowie weitere interessante Menschen aus dem Online Bereich. Die Interviews gehen in eine beratende Richtung und sind kurz und knackig gehalten. Sehr sehenswert für zwischendurch!
Tiburon TV – http://www.tiburon-tv.com/ (deutsch)
Tiburon TV ist ebenfalls ein Video-Blog für Gründer, der sich auf die europäische StartUp Szene konzentriert. Deswegen gibt es sowohl Interviews auf Englisch sowie auch auf Deutsch zu sehen. Die Videos sind ebenfalls eher kurz gehalten und sind im Bereich News & Trends anzusiedeln . Ebenfalls sehr sehenswert für zwischendurch!
ThisWeekIn Network – http://thisweekin.com/ (englisch)
ThisWeekIn ist ein von Mark Jeffrey, Jason Calacanis und Kevin Pollak gegründetes Netzwerk von Video-Podcasts zu verschiedenen Themen. Hierzu gehören ThisWeekIn: Startups, Kevin Pollak’s Chat Show, ThisWeekIn: Android, ThisWeekIn: Cloud Computing, ThisWeekIn: Twitter, ThisWeekIn: You Tube, ThisWeekIn: Social Media und ThisWeekIn: Books. Wie man an den Titeln erkennt drehen sich nicht alle um Unternehmensgründung, sind aber trotzdem sehr empfehlenswert, vor allem um auf dem Laufenden zu bleiben.
This week in Tech Netcast Network – http://twit.tv/ (englisch)
Das This week in Tech Netcast Network ist ein von Leo Laporte gegründetes Podcast Netzwerk. Leo Laporte ist ein US-amerkikanischer Technologie Journalist, und ehemaliger Host von TechTV. Bei der MacWorld Expo in San Francisco 2005 hat Leo Laporte einfach mal ein bisschen Moderation zur Expo aufgenommen und in Netz gestellt. Das Feedback war so überzeugend, dass er this WEEK in TECH ins Leben rief. Das Netzwerk umfasst zahlreiche Podcasts mit Leo Laporte und anderen bekannten Journalisten wie bspw. Jeff Jarvis (Autor von Was würde Google tun?) mit dem er und Gina Trapani den Podcast this WEEK In GOOGLE moderiert. Des Weiteren umfasst das Netzwerk Podcasts wie MacBreak Weekly und Windows Weekly sowie andere hörenswerte Sendungen.
Beet TV – http://www.beet.tv/ (englisch)
Beet TV ist ein Video Blog der sich mit den Medien beschäftigt. Gezeigt werden Interviews mit Mitarbeitern großer Konzerne wie bspw. Google, Microsoft und Adobe. Nach eigenen Angaben werden im Durchschnitt 2 neue Videos täglich veröffentlicht. Bei den Interviews dreht es sich um eine Vielzahl von Business Themen sowie auch um StartUps. Sehr sehenswert!
Random Show – auf http://www.fourhourworkweek.com/blog/ und http://kevinrose.com/ (englisch)
Die Random Show, welche wir euch kürzlich vorgestellt haben, ist eine von Tim Ferris (Die 4-Stunden-Woche) und Kevin Rose (Gründer von digg.com) moderierte Video Show, die sich rund um die Themen Entrepreneurship, Bücher, Internet sowie Gesundheitsthemen dreht – eben random! Die Random Show erscheint unregelmäßig auf den Blogs von Tim Ferris und Kevin Rose. Sehr sehenswert!
Venture Voice – http://www.venturevoice.com/ (englisch)
Venture Voice ist der Podcast von Gregory Galant in dem er Unternehmer interviewt. Leider sind seit längerem keine neuen Podcasts veröffentlicht worden. Da aber 60 Episoden verfügbar sind, kann man sich zwischenzeitlich durchaus auch mit diesen vergnügen.
Gründerszene Interviews – http://www.gruenderszene.de/interviews/ (deutsch)
Auf dem Blog Gründerszene.de werden in regelmäßigen Abständen Interviews veröffentlicht. Diese drehen sich natürlich rund um das Thema Unternehmensgründung. Hierbei werden Interviews mit Geschäftsführern, Gründern, Kapitalgebern und weiteren interessanten Menschen veröffentlicht. Lohnt sich auf jeden Fall reinzuschauen!
Diese Liste erfüllt natürlich nicht den Anspruch der Vollständigkeit, sondern soll lediglich einen anfänglichen Überblick darstellen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr weitere Podcasts, Video-Blogs oder Video-Channels, die in die Liste passen, hier als Kommentare zu diesem Beitrag hinterlasst…
PlaceLocal: Lokalize ad
March 23rd, 2010 • Marketing, StartUps • 1 comment
Online Werbung ist nun schon seit einigen Jahren ein stetig wachsender Markt. Die Werbebudgets der werbetreibenden Industrie verschieben sich immer mehr in Richtung Internet: der Online Werbemarkt wächst und gedeiht. Da Online Werbung operationalisierbar ist und somit effizienter als Werbung über die traditionellen Medien, ist es insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen eine sinnvolle Lösung. Schon mit einem kleinen Budget können Unternehmen eine eigene Werbekampagne (bspw. über Google und Facebook) im Netz starten und den Erfolg über einfach zu interpretierende Tools messen.
Eine Barriere besitzt jedoch die Online Werbung: man sollte über eine Internetpräsenz verfügen, an die der gebuchte Werbeplatz den potenziellen Kunden weiterleitet. Allerdings haben vor allem klein- und mittelständische Unternehmen das Problem, dass viele keine eigene Internetpräsenz unterhalten. Für diese ist Online Werbung somit verständlicherweise eher unattraktiv. Aus diesem Grund werden bisher Anzeigen in Lokalzeitungen bevorzugt, um potenzielle Kunden auf das Unternehmen und seine Produkte aufmerksam zu machen.
An dieser Barriere setzt ein StartUp namens PaperG an. PaperG ist ein Online Vermarkter mit einem Fokus auf lokale Unternehmen. Das Unternehmen will bereits etablierte Kanäle wie Lokalzeitungen einbinden und ihnen das uneffiziente Geschäft mit Minikunden abnehmen. Gleichzeitig bietet PaperG klein- und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit Online Werbung automatisiert und lokal zu nutzen. Diese Aufgabe soll das Produkt PlaceLocal lösen, welches automatisiert Online Anzeigen aus den im Netz vorhanden Informationen erstellt. Die Daten (Adresse, Kontakt, Fotos, Bewertungen, etc.) werden automatisch von der Homepage des Werbenden oder von Diensten wie Yelp oder Google Maps bezogen. Die Auswahl von geeigneten Fotos und positiven Bewertungen erfolgt durch eine semantische Analysemethode. Aus den diversen Informationen erstellt PlaceLocal automatisiert eine Flash basierte Werbeanzeige, die bei Bedarf mit wenigen Mausklicks angepasst werden kann. Wenn der Werbetreibende über keine Webseite verfügt, kann PlaceLocal auf die gleiche Weise eine Internetpräsenz erstellen, auf welche die Anzeige dann verweist. Auf diese Weise wird selbst Unternehmen ohne eigene Homepage ein sinnvoller Weg hin zur Online Werbung geboten. Und das sind allen Anschein nach nicht wenige. Nach Angaben von Roger Lee (COO von PaperG) verfügen 50% der klein-Unternehmen in den USA über keine Internet Präsenz. PlaceLocal befindet sich nach Angaben von Technology Review im Moment noch in einer Testphase. Allerdings arbeitet der Vermarkter bereits mit namenhaften Publishern wie bspw. dem “Boston Globe” und dem “Houston Chronicle“ zusammen. PaperG wurde bereits 2007 gegründet und bietet seitdem seinen Kunden das innovative Online Werbemittel Flyerboard an. Mit PlaceLocal zeigt das Unternehmen eine innovative Lösung, die Puplishern (bspw. Lokalzeitungen) eine effizientere Abwicklung von Kleinkunden, und Werbetreibenden ( bspw. Lokales Unternehmen) ein kostengünstiges Werbemittel mit lokalem Targeting bietet.
Insbesondere für Verlage ist ein solches Konzept mit Fokus auf lokaler Werbung wohl besonders interessant, was auch das Beispiel der WAZ mit Ihrem Groupon Klon Westdeal belegt. Der Verlagsbranche tun sich in Zukunft wohl wieder neue Chance auf, durch Möglichkeiten wie sie PlaceLocal bietet.
frents.com – das “Internet of Things”
March 14th, 2010 • StartUps, eCommerce • No comments
Gestern ist ein neues Social Network an den Start gegangen – ja richtig Social Network! frents.com heisst das neue Netzwerk eines Berliner StartUps in dem sich alles um Produkte bzw. “Sachen” dreht. Die Mission des Startups ist es das erste “Internet of Things” zu schaffen. Ferdinand Mühlhäuser (einer der Gründer) sagt:
“In jeder Straße liegen viele Dinge, die andere Menschen gerne nutzen würden oder sogar dringend benötigen. Durch frents möchten wir erreichen, dass diese Ressourcen
zum Vorteil beider Seiten eingesetzt werden können” (Pressemitteilung – PDF)
Auf der Plattform sollen Nutzer in Zukunft sehen, was Freunde, Bekannte und Un-Bekannte so an herrlichen Dingen zuhause rumliegen haben und für einen Obolus (oder sogar umsonst) bereit sind zu vermieten bzw. zu verleihen. Auch Dienstleistungen wie Babysitting, Hunde ausführen etc. können auf frents gesucht und gefunden werden. Des Weiteren ist die Plattform offen für gewerbliche Vermieter von Produkten und Anbieter von Dienstleistungen, wohinter sich allerdings nicht das Geschäftsmodell von frents.com verbirgt, denn frents ist auch für gewerbliche Vermieter von Produkten kostenlos zu nutzten (so steht es zumindest im Flyer für Vermieter). Die frents GmbH wurde bereits 2007 in Berlin von Philipp Sebastian Rogge und Ferdinand Mühlhäuser gegründet (wie eine Pressemitteilung aus dem Jahr 2008 verrät). Heute ist das Team zu Dritt, denn Carlo Pohlhausen ist nach der aktuellen Pressemitteilung Mitgründer.
Auf frents.com kann man sich über Facebook Connect, mit einem vorhandenen Facebook Account einloggen. Nachdem man Facebook erlaubt hat mit frents zu kommunizieren, wird man aufgefordert seine Daten (Geschlecht, Geburtsdatum, PLZ und Email Adresse) anzugeben. Dann sollte man eine Email von frents.com bekommen, die man bestätigt und schon kanns los gehen. Man kann Freunde einladen, ein erstes Produkt oder eine Dienstleistung anlegen, durch vorhandene Produkte stöbern oder direkt nach einem bestimmten Produkt mit Standort suchen. Die Stöberfunktion hat als erstes meine Aufmerksamkeit geweckt, da bisher noch keiner meiner Facebook Freunde frents.com nutzt, und so auch keine Produktbeziehungen vorhanden sind. Und siehe da, es gab sogar schon eine Fülle von Angeboten von gewerblichen Dienstleistern. Um ein Produkt mieten zu können, stellt man eine Reservierungsanfrage, was per Formular erfolgt. Ein Produkt einszustellen ist auch recht einfach und relativ intuitiv. Man gibt eine ISBN, EAN oder Amazon Nummer in ein Suchfeld ein und frents importiert automatisch die Produktdaten inkl. Foto von Amazon. Was nicht funktioniert hat, ist die automatische Auswahl der Produktkategorie (wahrscheinlich nur ein kleiner bug der gefixed werden muss). Alternativ legt man ein Produkt manuell an. Wenn das Produkt angelegt ist, stellt man die Sichtbarkeit des Produkts ein, wobei man 4 Möglichkeiten zur Auswahl hat: öffentlich (jeder sieht die Sache und dich als Besitzer), halböffentlich (Jeder sieht die Sache, aber nicht, dass du der Besitzer bist), privat (Nur ausgewählte Freunde können die Sache sehen) und verborgen (Außer dir kann niemand die Sache sehen). Des Weiteren legt man, wenn gewünscht, Leihbedingungen an. Alle Produkte werden auch quasi automatisch bei Facebook veröffentlicht, was sich aber auch verhindern lässt.
Auf dem offenen Marktplatz können alle Sachen gezeigt, empfohlen, diskutiert, geliehen und gekauft werden, genauso wie auch auf Facebook. Was eventuell ein bisschen zu viel des Guten ist, da frents.com meiner Meinung nach das Potenzial zu einer guten Ergänzung zu Facebook, auch in Form einer App, hat. Deswegen sollte frents.com sich auch nur auf diese Funktion konzentrieren, anstatt zu versuchen ein komplett neues Netzwerk zu schaffen (was netzwertig.com ähnlich sieht). Was mir sehr gut gefällt an dem Dienst, ist das Konzept. frents.com ähnelt zwar Diensten wie Blippy und Co. (im Bezug zu: “ich zeige mein Hab und Gut”), allerdings wird durch die Miet-Möglichkeit ein viel interessanterer Ansatz bzgl. einer möglichen Monetarisierung verfolgt. Wir sind gespannt, wie sich frents.com in Zukunft entwickelt und ob sich hierdurch neue Möglichkeiten im eCommerce ergeben.
Hier noch ein Video von frents.com:





secondflush berichtet über aktuelle Themen aus dem eBusiness Bereich. Unsere Mission ist es der täglichen Informationsflut Herr zu werden und
über die interessantesten Entwicklungen im Netz zu berichten. Hierbei sind unsere Interessensgebiete eCommerce, Innovation, Entrepreneurship sowie Neuigkeiten zu Unternehmen und StartUps im Medienbereich.