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Objectified

Normalerweise empfehlen wir bei 2F keine Filme. Heute will ich aber mal eine Ausnahme machen. Die Dokumentation “OBJECTIFIED” vom Filmemacher Gary Hustwit ist auch wirklich eine Empfehlung wert. Schon die erste Doku über die Font “HELVETICA” ist ein toller Streifen gewesen. In OBJECTIFIED geht es um die Beziehung von uns Menschen zu den produzierten Dingen, welche uns umgeben. Viele bedeutende Designer kommen und berichten über ihren Arbeitsprozess und die Geschichten hinter alltäglichen Produkten. Die Dokumentation ist wunderschön gefilmt und geschnitten. Der Film kann sicher eine Inspiration für zukünftige Projekte sein.

Apple: Unterschreiben Sie hier.

Die US-amerikanische Electronic Frontier Foundation (EFF) berichtet auf ihrem Deeplinks Blog über das iPhone Developer Program License Agreement von Apple. Bis jetzt waren die Regeln die Programmierer akzeptieren müssen, um ihre Applikationen im iTunes Store verkaufen zu können, weitgehend unbekannt. Schuld daran wird wohl ein Abschnitt aus dem “Agreement” selbst sein. Abschnitt 10.1 verbietet es Entwicklern öffentlich über die Vereinbarung zu sprechen. Auf der Seite der Stiftung werden weitere “Highlights” des Papiers zusammengefasst und zwei Versionen sind als PDF verfügbar. Mit der Veröffentlichung des Abkommens bekommt der Erfolg der App-Stores wohl endgültig einen bitteren Beigeschmack. Doch noch haben Entwickler wenig Alternativen. Es bleibt zu hoffen, dass Android in Zukunft ein würdiger Konkurrent zu der Apple Plattform wird.

EFF ist eine in San Francisco basierte gemeinnützige Gesellschaft, welche sich für Bürgerfreiheiten im digitalen Zeitalter einsetzt.

Für weitere Analysen empfehle ich den MacBreak Weekly (MBW) Podcast auf dem twit.tv Network. Leo Laporte und Gäste diskutieren jede Woche alle Nachrichten rund um das Unternehmen aus Cupertino, CA. Dazu gibt es auch immer Tipps rund um den Mac oder das iPhone.

international journalism 2010.

International Journalism Festival April 2010 Perugia, Italien

Vom 21. bis zum 25. April findet in Perugia (Italien) das IV. International Journalism Festival statt. In den letzten Jahren hat sich das Festival einen Namen gemacht. Nun zählt es zu den Besten seiner Art. Journalisten aus der ganzen Welt treffen sich in der malerischen Altstadt von Perugia, um über Journalismus heute und in Zukunft zu diskutieren. Doch die Reise nach Umbrien lohnt sich nicht nur für Journalisten. Nicht erst seit diesem Jahr spielt das Internet eine große Rolle im Programm der Veranstaltung. Nur wenige Branchen beeinflusst das Web so stark, wie den Journalismus. Die alten Geschäftsmodelle geraten immer mehr in Bedrängnis und neue fehlen oft noch. Wovon sollen die Journalisten der Zukunft leben? Für viele junge Journalisten ist diese Frage schon heute sehr aktuell. So gibt es Veranstaltungen in Perugia zu den Themen “New business models for online journalism”, “Are ebook readers and tablets good for newspapers?” und “I read it on my mobile”. Diese drei sind nur ein kleiner Auszug aus dem spannenden Programm. Auch rund um das Programm gibt es immer die Möglichkeit mit den Journalisten und anderen Besuchern in einen Dialog zutreten. Die schönen Bars und Restaurants der Stadt laden auch dazu ein.

Jeff Jarvis, der Autor von “Was würde Google tun?” und Professor für Journalismus, spricht von einem unternehmerischen Journalismus. Was er damit meint, erläutert er sehr gut in einem Video-Interview (siehe unten) mit der Medienjournalisten Ulrike Langer. Journalisten müssen in Zukunft auch wie Unternehmer denken und Unternehmer können auch Journalisten werden. Gute Informationen haben ihren Wert nicht verloren. Diese müssen vielleicht nur neu verpackt werden. Für findige Entrepreneure gibt es sicher viele Möglichkeiten in diesem Bereich erfolgreich zu sein. Zum Brainstorming und Networking gibt es wohl keine besser Veranstaltung in nächster Zeit, als das International Journalism Festival in Perugia, Italien. Daher wird auch secondflush in Perugia vertreten sein.

Hier das Interview mit Jeff Jarvis:

Impressionen von der CeBIT ’10

Auch in diesem Jahr war ich wieder auf der CeBIT in Hannover. Dieses Jahr mit den einigen anderen Autoren dieses Blogs. Noch immer ist die CeBIT die größte ITK-Messe der Welt. Trotzdem ist die Veranstaltung über die letzten Jahre merkliche zusammen geschrumpft. Immer weniger Hallen sind geöffnet. Auch in den zugänglichen Hallen finden sich vermehrt leer oder abgetrennte Flächen. Obwohl einige große Aussteller in diesem Jahr zurückgekehrt sind, hat sich dieser Trend fortgesetzt. Die Deutsche Messe versucht nun verstärkt etwas gegen diese Entwicklung zu tun. Bereits seit letztem Jahr finden die CeBIT Global Conferences statt. Auf der Veranstaltung sprechen Vertreter aus den großen Unternehmen der ITK-Branche zu interessierten Zuhörern. Außerdem versuchen die CeBIT-Macher verstärkt die Medienbranche anzusprechen.

Dieses Jahr war das Wort “Cloud” in aller Munde. Doch die Chance, die Messe auch für innovative Webunternehmen zu öffnen, haben die Macher verpasst. Die meisten Aussteller aus diesem Bereich waren eher als Webunternehmen getarnte Unternehmensberatungen. Hier sollte die Messe neue Wege gehen und günstige Stände an Internetunternehmen anbieten. Die Innovation gab es diese Jahr wenig.

Olympia und Google

Google Screenshot Curling

Für alle Wintersportbegeisterten habe ich noch einen kleinen Tipp. Google bietet zu den sportlichen Veranstaltungen ein gute Orientierungshilfe. Einfach nach der Lieblingsdisziplin in Google suchen und die Zeiten der Wettbewerbe und auch die Sieger werden sofort angezeigt. Mein persönlichen Tipps sind die Ski Cross Läufe und natürlich alle vier Jahre wieder das Curling der Damen.

/Herdecke – Die Heimat auf Twitter

Twitter.com/Herdecke
Vor einigen Tagen hat mich einer der Mitautoren dieser Seite auf einen Artikel auf Techcrunch Europehingewesen. Der Blog berichtete über einen Fall aus Mannheim. Die Gründer des Unternehmens Mikogo hatten sich 2007 den Usernamen “Mannheim” auf Twitter gesichert und nutzen diesen zur Kommunikation über ihr Unternehmen. Jetzt drei Jahre später erhielt Mark Zondler ein Schreiben vom Rechtsamt der Stadt Mannheim. In diesem Schreiben forderte die Stadt ihn dazu auf den Twitter-Account an die Stadt abzugeben. Andernfalls drohte das Amt mit rechtlichen Schritten. Nach Angaben von Mikogo gab es vorher keinen Versuch der Stadt mit den Besitzern des Accounts in Kontakt zu treten. Die Stadt setzt direkt auf Drohmechanismen und ist anscheinend an keiner einvernemliche Einigung interessiert ist. Die rechtliche Seite dieses Streits kann und möchte ich auch nicht kommentieren. Aber den Umgang mit Bürgern und Unternehmern aus der eigenen Stadt finde ich schon sehr erschreckend. Die Reaktionen von anderen Beobachtern des Vorgangs scheinen ähnlich zu sein.

Für mich hat der Fall aber noch eine andere Seite. Den auch ich besitze einen Twitter Account mit dem Namen meiner Heimatstadt. Twitter.com/Herdecke habe ich niemals für kommerzielle Zwecke genutzt und habe auch kein Interesse dies in der Zukunft zu tun. Aus ein paar Webapplikationen habe ich damals versucht eine System zu basteln, welches regelmäßig über Veranstaltungen und Termine in Herdecke berichtet. Leider bin ich letzten Herbst aus der Stadt zwischen den Ruhrseen weggezogen und lebe jetzt in Lüneburg. Daher ist der Twitter-Account in den letzten Monaten weitgehend inaktiv gewesen. Schon seit einiger Zeit überlege ich die Accountdaten einfach an die Presseabteilung der Stadt zu übergeben. Darauf hat mich die Aktivtiäten meines neuen Wohnorts auf Twitter gebracht. Hier in Lüneburg ist die Stadtverwaltung mit @lueneburg auf Twitter vertreten und bietet einen wirklich sinnvollen Service. In letzten Wochen konnte die Plattform besonders gut zeigen wo sie eine gute Ergänzung zu der Kommunikation zwischen Stadt und Bürgern seien kann. Durch die von Daisy verursachten starken Schneefälle ist in der Stadt Lüneburg und dem Landkreis häufiger die Schule ausgefallen. Die aktuellesten Informationen gab es zu der Situation schon früh morgens auf twitter.com/lueneburg. Für Eltern und Schüler bringt der Kommunikationskanal also einen klaren Mehrwert.

Daher bin ich natürlich auch dafür das Städte wie Mannheim und auch meine Heimatstadt Herdecke diese Möglichkeiten, die das Web bietet, nutzen. Doch den Weg, den die Stadt aus Baden-Württemberg gewählt hat, um in den Besitz des Twitter-Accounts zu kommen mag vielleicht rechtlich korrekt sein (Die Anwälte von Mikogo haben Zweifel daran) aber hat doch einen sehr bitteren Nachgeschmack. Man kann so etwas auch auf eine andere Art und Weise lösen. Ich bin sofort bereit den Account mit dem Namen von Herdecke abzugeben, wenn die Stadt den Service nutzen möchte, um die Bürger besser über Termine, Veranstaltungen und Verwaltungsangelegenheiten zu informieren. Auch wenn meine Lebensmittelpunkt nicht mehr in der Stadt ist, würde ich gerne weiter über das was in Herdecke passiert informiert bleiben. Es wäre doch toll wenn über die schönen Veranstaltungen und Konzerte während der berühmten “Herdecker Maiwoche” auch via Twitter informiert werden könnte.

Apple Event fast live.

Die letzten paar Tage gab es für die meisten Blogger und IT-Journalisten nur ein Thema. Alle schreiben und sprechen über das  Apple Event morgen. Was wird Steve Jobs auf der Bühne des Yerba Buena Center for the Arts Theater in San Francisco präsentieren? So spannend wie vor diesem Event war es für Interessierte schon lange nicht mehr. An der Gerüchteküche möchte ich mich nicht beteiligen aber einen kleinen Tipp für morgen habe ich doch. Alle die am liebsten live dabei sein wollen, sollten morgen ab 18:00 auf live.twit.tv vorbeischauen. Auf dem Videostream werden alle Informationen aus San Francisco gesammelt. Natürlich gibt es direkt nach dem Event Interviews mit verschiedenen Journalisten, welche Tickets für die Präsentation haben. Es heißt also einfach zurücklehnen und genießen.

eRecruiting. Das Ende der formalen Bewerbung?

Die meisten Beobachter der HR- und Recruting-Branche sind sich einig, dass das Jahr 2010 das Jahr des eRecruiting wird. Bereits in den letzten Jahren haben Unternehmen vermehrt auf Web 2.0 Tools für die Personalgewinnung gesetzt. Dieser Trend wird weiter wachsen. In manchen Branchen werden die viele Praktikantenstellen jetzt schon über Twitter besetzt. Auch klassische Ausbildungsplätze und duale Studiengänge konnten schon an die passende Frau oder Mann gebracht werden. Online Social Networks die sich auf den Bereich Business konzentrieren sind schon heute eins der wichtigsten Organe für die Gewinnung von Nachwuchs- und Führungskräften. Die bekanntesten Beispiele sind Linkedin und xing. In Zukunft werden sich die Recrutingaktivitäten wohl auch auf andere Netzwerke ausweiten. Das Potential von Facebook und Co. dürften für die meisten HR-Abteilungen einfach zu attraktiv sein. Dort ist Personalmarketing deutlich gezielter und günstiger möglich. Viele Unternehmen unterhalten heute schon einen Pool mit Bewerberprofilen. Über eine solche Datenbank werden Interessierte schnell über freiwerdende Stellen informiert  und Bewerbungen können effektiv weiter bearbeitet werden. Da diese Infrastruktur meist aber nur von einem Unternehmen genutzt werden kann ist es für Arbeitssuchende nicht besonders attraktiv sich in diese Inselsysteme aufnehmen zu lassen. Eine stärkere Integration von bereitsbestehenden Datensätzen in sozialen Netzwerken könnte eine Lösung sein.

Noch gibt es aber in vielen Unternehmen einen großen Nachholbedarf im Umgang mit den Web 2.0 Instrumenten. Dieser dürfte in kleineren bis mittelständischen Betrieben am größten sein. Einige große Unternehmen sind in diesem Bereich schon sehr weit und kreativ. Doch auch ein großer Druck Kosten einzusparen wird die stärkere Nutzung von neuen Wegen in der Personalwerbung antreiben. Viele Unternehmen verzichten heute schon vollständig auf Papier in ihrem Bewerbermangement. Bewerbungen werden über Email oder online Formular angenommen und alle postialischen Eingänge werden digitalisiert. Auch hier dürfte die Verabschiedung von Papier nur ein erster Schritt gewesen sein. Es könnte gut sein, dass in den nächsten Jahren kein Motivationsschreiben und Lebenslauf vom Unternehmen gefordert wird, sondern nur noch der Link zum online Profil des Bewerbers.

Auch im Bereich Personalbindung werden online Tools eine immer größere Rolle spielen. Immer mehr Unternehmen setzen auf Blogs, Wikis und Podcasting als Möglichkeit Mitarbeiter über die Geschehen im Unternehmen zu unterrichten und auch Optionen für Feedback zu schaffen. Der moderne Mitarbeiter in einer HR-Abteilung ist also nicht nur persönlich ansprechbar über Twitter, Xing, Facebook etc., sondern vielleicht auch noch der Moderator eines Podcasts über die Unternehmensentwicklung und Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Talente in diesem Bereich könnten sich so auch persönlich einen Namen machen. Die Superstars der Personalwerbung sozusagen. Wir dürfen gespannt sein wie sich der Bereich weiterentwickelt.

Backupify: Aus der Wolke und in die Wolke

backupify

Das Sicherungskopien von unseren persönlichen Daten nicht nur sinnvoll sondern Pflicht für jeden nachhaltigen Umgang mit digitalen Medien sind, ist heute den Meisten bekannt. Doch im Bereich cloud computing wird diese Weisheit oft noch vergessen. Die Diskussion um Privatsphäre im Internet überschattet hier die Frage nach der Sicherheit persönlicher Daten auf fremden Servern. Dabei vertrauen wir Webservice-Angeboten heute nicht nur Fotos, Statusupdates und Emails an, sondern auch wichtige Dokumente. Die Geschichte hat uns eigentlich gelehrt, dass StartUps auch so schnell wieder verschwinden können, wie sie gekommen sind. Und mit einem Unternehmen könnten auch viele tausend Gigabyte persönliche Daten verschwinden.

backupify, ein StartUp aus Louisville (KY, USA), ist nun gestartet, um Datenverlust aus cloud computing Angeboten zu verhindern. Zu diesem Zeitpunkt bietet backupify die Sicherung von Daten aus Flickr, Twitter, Delicious, Zoho, Google Docs, Photobucket. Außerdem befindet sich noch einige Webseiten in Beta. Zu diesen gehört auch Gmail und Facebook. Für viele Nutzer des Content-Mangement-Systems WordPress dürfte die Möglichkeit, den eigenen Blog über ein PlugIn zu sichern sehr interessant sein. Bei der Anmeldung hat der User die Möglichkeit einen eigenen Amazon S3 Account Speicherungsort für die Daten einzutragen. Auch backupify selbst setzt auf S3 zur Speicherung der Daten. Das Storage Angebot von Amazon hat einen guten Ruf in Sachen Sicherheit und sollte wohl auch weiterbestehen, falls backupify nicht am Markt besteht. Es besteht die Möglichkeit zwischen einem täglichen und wöchentlichen Sicherungszyklus zu wählen. Bis Ende Januar bietet der StartUp neuen Nutzern ein besonderes Angebot. Alle die sich bis zum 31. Januar anmelden erhalten den Service weiter kostenlos. Auch danach wird es ein Basisangebot, ohne Kosten für den Nutzer,  aber auch Premiumangebote geben. Die Gründer haben angekündigt, dass das zukünftige Basisangebot weniger Features als das bis Ende des Monats erhältliche haben wird.

backupify nutzt zur Sicherung die Datenformate der Serviceanbieter. Oft ein maschinenlesbares XML Format. Ein Teil der Premiumangebote  in Zukunft könnte die Aufbereitung der Daten für menschliche Augen sein. Einigen potenzielle Nutzer dürfe es nicht leicht fallen ihre Login Informationen an einen Drittanbieter abzugeben. Leider ist dies aber noch zum Teil nötig. Noch nicht alle Webservice-Anbieter unterstützen eine Authentifizierung über so genannte OAuth-Protokolle. Diese Protokolle ermöglichen einen sicheren Datentransfer zwischen APIs ohne, dass die Login Informationen beim Drittanbieter gespeichert werden müssen. Hier sind Twitter und Facebook positive Beispiele. Beide unterstützen eine solche Authentifizierung.

Der Service scheint nicht nur den Nutzern zu gefallen. In einem Podcast auf dem twit.tv Network erklärte Robert May, einer der Gründer von backupify, dass die Gespräche mit Riskokapitalgebern an der U.S. Westküste erfolgreiche verlaufen würden. Näher auf die Pläne für die Zukunft ging er aber nicht ein. Eine Ausweitung des Angebots auf deutlich mehr Webapplikationen ist aber zu erwarten.

BarMax: Der Einstieg in hochpreisige mobile Apps?

BarMax CA im iTunes Store

BarMax CA ist iTunes Store Deutschland für 799,99 Euro erhältlich

Was wäre Euch eine gute Vorbereitung auf die entscheidene Prüfung zwischen Studium und Beruf wert? iPhone Entwickler aus Kalifornien glauben, dass angehende Anwälte bereit sind für eine App 1000 US Dollar auf den Tisch zu legen. Wie Techcrunch berichtet, ist mit BarMax eine iPhone App zur Vorbereitung auf die Zulassungsprüfung zur Anwaltschaft im iTunes Store verfügbar. Der Preispunkt von 999,99 Dollar mag sehr hoch wirken, aber im Vergleich mit anderen online Angeboten in diesem Markt ist es vielleicht sogar ein Schnäppchen. Dort sind die Investitionen oft deutliche mehr als doppelt so hoch.

Nachdem es nun einem ersten Entwicklerteam gelungen ist, eine so hochpreisige iPhone App mit Erfolgsaussichten im iTunes Store zu platzieren, bleibt die Frage, wie sich ein solcher Premiummarkt weiterentwickeln wird. Theoretisch sollte in diesem Markt ein großes Potential stecken. Besonders hochwertige Programme mit einem Mehrwert für Geschäftsleute und Professionals sollten sich trotz hoher Preise verkaufen. Solche mobilen Applikationen im b2b-Bereich bieten viel Platz für Phantasie und wenn die Einkäufe mit der Firmenkreditkarte bezahlt werden können, schmerzt auch der Preis deutlich weniger. Durch die geringen Entwicklungskosten und die Vielzahl von Entwicklern droht aber die Gefahr, dass auf jeden Start eines teuren Programms eine Vielzahl von preiswerteren Klonen folgt. Daher werden wohl besonders die Programmierer erfolgreich sein, die neben einer Funktionalität auch den Zugriff auf teure Informationsdatenbanken ermöglichen. Wer heute schon hochpreisige Desktop- oder Webapplikationen anbietet, wird dies nun auch auf dem mobilen Plattformen umsetzen.

Spannend könnte es werden, wenn Ende Januar ein Tablet von Apple (“iSlate”) auf den Markt kommt und auch über den iTunes Store mit Programmen versorgt werden soll. Ein größerer Bildschirm könnte auch weiteren hochpreisigen Applikationen den Markt öffnen. Eine iPhone App die mehr kostet als ein Notebook. Ist das verrückt oder gerade erst der Anfang? Was glaubt Ihr, wo ist noch Potenzial in diesem Markt?

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