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INNOTECH – Summer School für Existenzgründer

Innotech Summer School 2010 Hamburg

Durch einen Kommentar auf diesem Blog bin ich auf die INNOTECH Summer School 2010 in Hamburg gestoßen. Vom 20.09. bis zum 24.09.2010 veranstaltet der hit-Technopark, das Hamburger Existenzgründungsprogramm (hep) und die Universität diese Summer School für Existenzgründer und diese die es werden wollen. Das Programm richtet sich hauptsächlich an Personen aus dem Umfeld einer Hochschule, also Studenten und Mitarbeiter. Die Veranstaltung steht aber auch anderen Interessierten offen. Für ca. 120 Euro bekommen die Teilnehmer ein interessantes Programm mit Unterrichtseinheiten von unterschiedlichen Dozenten und Zeiten für die Arbeit an eigenen Konzepten. Die meisten Dozenten kommen aus dem Umfeld der Leuphana Universität Lüneburg. In den Teilnehmerkosten sind Kost und Logis schon inbegriffen.

Neben dem Tagesprogramm gibt es auch noch Veranstaltungen an den Abenden. Geplant sind Besuche bei Startups und ein Grillfest. Damit sollte die Veranstaltung nicht nur lehrreich sein, sondern auch ausreichend Zeit zum Netzwerken bieten.

So weit mir bekannt ist die Anmeldung per Mail noch möglich und meiner Meinung nach gibt es bei diesem Programm nichts zu verlieren.

lovemachine – Liebe wird bezahlt

lovemachine inc - Anreizsystem mit crowd–sourcing

In jedem Unternehmen ist es sehr wichtig eine gewisse Firmen- und Mitarbeiterkultur aufzubauen. Spätestens seit Zappos ist dieses Thema auch in der Startup-Szene angekommen. Der Schuhhändler aus Las Vegas bietet sogar Führungen durch die Geschäftsräume an und hilft anderen Unternehmern bei der Entwicklung einer Corporate Culture.

Einer der Kernpunkte einer jeden Unternehmenskultur ist der Umgang mit Mitarbeitern und der Umgang der Mitarbeiter untereinander. Für jeden Manager ist es sehr wichtig ein gutes Verständnis von den Fähigkeiten seiner Untergebenen zu haben und auch gute Leistungen durch besondere Förderung zu stärken. In jungen Unternehmen mit einer geringen Mitarbeiterzahl mag es noch möglich sein alle Kräfte einzeln zu bewerten. Doch auch dort kann es schon schwierig sein die Mitarbeiter zu erkennen, welche für das Unternehmen besonders wichtig sind, obwohl ihre Ergebniszahlen am Ende des Monats nicht unbedingt überzeugen. Welcher Mitarbeiter mit technischen Wissen hält die Systeme der anderen Mitarbeiter auch in kritischen Situationen am laufen oder welcher Mitarbeiter der Verwaltung arbeitet besonders produktiv mit den Geschäftsbereichen zusammen. Gerade diese Fachkräfte sind wichtig für eine gutes Unternehmensklima. Leider fallen sie aber oft nicht auf. Wer häufig hilft fällt vielleicht bei den persönlichen Verkaufszahlen zurück garantiert aber trotzdem bessere Erlöse für das gesamte Unternehmen.

Ein neues Produkt von Lovemachine, Inc. soll es nun für Mitarbeiter und Führung transparent machen, welchen Mitarbeitern besonderer Dank gebührt. Das System erlaubt es jeden Mitarbeiter per e-Mail oder auf einer Webseite eine kurze Nachricht an andere Mitarbeiter zusenden, um sich bei ihnen zu bedanken oder für erreichte Ziele zu loben. Diese Messages werden “Love” genannt. Alle Mitarbeiter können diese Mitteilungen und einige Statistiken einsehen. So kann z.B ein großer Bildschirm im Großraumbüro oder Pausenraum den Einblick in die kleinen Dankbarkeitsmitteilungen geben. Einige Firmen nutzen dieses System schon auf unterschiedliche Weise. So ist es möglich einen monatlichen Bonus an den Mitarbeiter mit den meisten der positiven Nachrichten auszuzahlen oder jeder Mitarbeiter kann sich ein Portfolio aus seinen empfangenen Nachrichten in sein Personalgespräch mitnehmen.

Bei Digg.com wird Lovemachine: Work eingesetzt damit sich die Programmierer gegenseitig für Hilfestellungen bedanken können.

Lovemachine Inc. verfolgt einen interessanten Ansatz zur Weiterentwicklung der Personalführung und -steuerung. Gerade in Zeiten in denen an kurzfristigen Erfolgen orientierte Bonuszahlungen stark in der Kritik stehen könnte dieser Peer-Ansatz eine interessante Alternative sein. Vielleicht ist es auch möglich ähnliche Systeme in den höheren Führungsebenen zu etablieren. Und das nicht nur in Tech-Unternehmen, sondern z. B. auch in der Finanzbranche.

Ein weiterer Post wird wohl auch noch über die interessante Development-Methode des Unternehmens folgen.

Chrome: Browser Marketing Video

Mit diesem äußerst kreativen Video macht Google Werbung für den Browser Google Chrome. Die Schnelligkeit wird in drei “interessanten” Versuchen gezeigt. Google Chrome entwickelt sich immer mehr zum Browser des Vertrauens vieler User. Gelobt wird meist die Geschwindigkeit und die wenigen Abstürze. In letzter Zeit hatten die Konkurrenten Safari und Firefox Probleme in diesem Feld. Viele geöffnete Tabs und eine große Anzahl von installierten Plug-ins sind oft der Grund.

Außerdem entwickelt sich Google immer mehr zu einem Unternehmen was nicht nur Werbung für andere schaltet, sondern auch aktiv Werbung macht.

Große Unternehmen als VC

Der aktuelle Podcast in der Stanford eCorner Reihe stellte eine interessante Gruppe von Venture Capital Firmen vor. Lisa Lambert arbeitet bei Intel Capital. Diese Sparte von Intel investiert in Unternehmen verschiedener Größe und auch aus sehr unterschiedlichen Branchen. Das Ziel ist es nicht nur Geld zu verdienen und die ursprüngliche Einlage in ein StartUp zu verdreifachen, sondern auch die Umsätze des Mutterkonzerns zu stärken. Intel Capital investiert damit Intel mehr Chips verkaufen kann. Das Interview ermöglicht einen interessanten Einblick in einen wenig bekannten Teil der VC-Branche.

Pollux: Studenten als Entrepreneurs

Pollux App

Die Geschichte von Pollux App klingt nach einer echten (amerikanischen) Erfolgsgeschichte. Die Zutaten sind einfach. Zwei Freunde lernen sich in der High School kennen und gehen dann auf das College und entwickeln nebenbei ein Computerprogramm.

Pollux hilft bei der Vervollständigung von Metadaten der eigenen iTunes Bibliothek. Alle Songs können analysiert werden und dann mit Titeln, Albumart und Songtexten vervollständigt. Für die Metadaten greift das Programm auf Datenbanken zurück. Die Besitzer dieser Datenbanken haben auch dafür gesorgt, dass aus den Studenten echte Unternehmer wurden. Eigentlich wollten sie das App nur selbst nutzen und haben es einfach mal so auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Tausende User installierten das Programm und die APIs der Datenbanken liefen heiß. Anbieter der Informationen kündigten an einen kostenlosen Zugriff nicht weiter zu erlauben. Also verschwand Pollux erstmal wieder aus dem Web. Die beiden jungen Studenten gaben aber nicht auf. Sie nahmen sich eine Auszeit vom College und mit etwas Geld von den Väter gründeten sie ein Unternehmen. Ein halbes Jahr später und mit ein wenig Business Development ist das Programm marktreif. Nach nur wenigen Wochen haben über 2500 Nutzer eine Lizenz für 10 Dollar im Jahr erworben. Mit Hilfe eines Freundes aus Indien ist neben einer Version für Apple Mac auch ein Windowsprogramm erschienen.

Für ein Interview mit Chetan Surpur und Shashwat Kandadai empfehle ich den net@night Podcast mit Leo Laporte und Amber MacArthur.

Random Show

Es ist immer wieder interessant von bekannten und erfahrenden Unternehmern etwas über ihre persönlichen Erfahrungen zu hören. Auf den verschiedensten Kanälen haben wir Möglichkeit dazu. Viele Persönlichkeiten schreiben Bücher oder stellen sich in Interviews der Öffentlichkeit. Wir hier bei 2F versuchen immer wieder auf diese verschiedenen Kanäle hinzuweisen. Auch heute will ich einen solchen Hinweis veröffentlichen.

Tim Ferriss der Autor von “Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben” und Unternehmer und Kevin Rose,  Gründer von Digg.com und Angelinvestor, veröffentlichen unregelmäßig eine kleine Show. Diese kleine Sendung wir von ihnen die “Random Show” genannt. Die beiden unterhalten sich über alles was sie interessiert. Inhaltliche Schwerpunkte sind aber die Themen Bücher, Unternehmertum, Gesundheit und Ernährung. Es lohnt sich mal reinzuschauen. Diesmal geht es unter Anderem über das neue Buch von Zappos Gründer Tony Hsieh Delivering Happiness: A Path to Profits, Passion, and Purpose.

Random – Episode 10 from Glenn McElhose on Vimeo.

Penis… F9… bei Chatroulette

Chatroulette.com

Seit November letzten Jahres wird die F9 Taste vieler Tastaturen sehr viel öfter genutzt, als jemals zuvor. Die Taste spielt nämlich eine wichtige Rolle für das Internetphänomen Chatroulette. Laut Alexa ist das Internetprojekt, eines 17-jährigen Moskauer, eine der Top -3000 Webseiten weltweit.

Das Konzept von Chatroulette ist nicht neu. 2009 war aber wohl der Zeitpunkt für einen neuen Launch der alten Idee. Die meisten Computer werden heute mit einer Webcam ausgeliefert und viele Menschen haben genügend Bandbreite für eine solche Spielerei. Das soziale Experiment kann beginnen. Kaum eine Fernsehsendung kann auf einen Beitrag über die Internetseite verzichten. Meist tarnen die Journalisten ihre eigene Neugier am Ende der MAZ, indem sie auf Gefahren für “die Kinder” hinweisen. Doch auf den Schulhöfen Deutschlands dürften wohl die größten Chatroulette-Profis spielen. Es ist aber doch überraschend, dass sich das Interesse am Videochat mit dem “Stranger” nicht nur auf eine Generation beschränkt. Auf eine vielleicht traurige Weise zeigt die Webseite, wie weit das Internet unser Leben bereits erobert hat. Vor wenigen Jahren wäre ein solches Projekt nicht nur technisch schwierig umzusetzen gewesen, sondern viele Menschen wären auch nicht fähig eine solche Seite zu benutzen. Heute ist man mit wenigen Klicks dabei. Sobald das erste WebMeme vom User einige Zeilen Ruby oder Python fordert sind wir wohl in einer wirkliche WebSociety angekommen.

Achja F9 ist übrigens so wichtig für CR, weil es den nächsten “Stranger” aufruft. Spätestens nach dem zweiten nackten Unterleib eines Mannes aus Texas lernt man diese Funktion zu schätzen.

Abschließen möchte ich diesen Post mit einigen Links zu interessanten Videos und Internetseiten rund um Chatroulette:

patientslikeme.

PatientsLikeMe.com

patientslikeme.com ist eine Website mit einem besonderen Anspruch. Das Motto der Seite ist: Patients Helping Patients Live Better Every Day. James Heywood, einer der Gründer der Internetseite, entwickelte die Idee zum Unternehmen um seinem Bruder zu helfen. Auf der Website können User ihre persönliche Krankheitsgeschichte einstellen. Alle Informationen werden veröffentlicht und können eingesehen werden. Die User haben Zugriff auf die verschiedensten Analysewerkzeuge und Statistiken. Das Wohlbefinden jedes Nutzers wird bewertet. So kann die Wirkung von Therapien oder Medikamenten bewertet werden. Heute ist das Unternehmen soweit, dass es auch Vorhersagen in die Zukunft anbietet. Im Stile der Time Machine Applikation von Apple kann der Nutzer versuchen seine persönliche Krankheitsentwicklung, unter der Berücksichtigung verschiedener Therapien, vorherzusagen.

Für einen besseren Einblick in die Funktionen der Internetseite empfehle ich, dass ihr euch die TED MED Präsentation von James Heywood anschaut.

Die Präsentation zeigt die großen Möglichkeiten die patientslikeme.com bietet. Auf dem riesigen Gesundheitsmarkt lässt sich natürlich auch viel Geld verdienen. Aber im Mittelpunkt sollte immer der Patient stehen. Die Nutzer der Seite müssen allerdings auf einen großen Teil ihrer Privatssphäre verzichten. Das bürgt natürlich auch Risiken. Doch vielen wird wohl die Hoffnung auf ein gesünderes und längeres Leben überzeugen.

Objectified

Normalerweise empfehlen wir bei 2F keine Filme. Heute will ich aber mal eine Ausnahme machen. Die Dokumentation “OBJECTIFIED” vom Filmemacher Gary Hustwit ist auch wirklich eine Empfehlung wert. Schon die erste Doku über die Font “HELVETICA” ist ein toller Streifen gewesen. In OBJECTIFIED geht es um die Beziehung von uns Menschen zu den produzierten Dingen, welche uns umgeben. Viele bedeutende Designer kommen und berichten über ihren Arbeitsprozess und die Geschichten hinter alltäglichen Produkten. Die Dokumentation ist wunderschön gefilmt und geschnitten. Der Film kann sicher eine Inspiration für zukünftige Projekte sein.

Apple: Unterschreiben Sie hier.

Die US-amerikanische Electronic Frontier Foundation (EFF) berichtet auf ihrem Deeplinks Blog über das iPhone Developer Program License Agreement von Apple. Bis jetzt waren die Regeln die Programmierer akzeptieren müssen, um ihre Applikationen im iTunes Store verkaufen zu können, weitgehend unbekannt. Schuld daran wird wohl ein Abschnitt aus dem “Agreement” selbst sein. Abschnitt 10.1 verbietet es Entwicklern öffentlich über die Vereinbarung zu sprechen. Auf der Seite der Stiftung werden weitere “Highlights” des Papiers zusammengefasst und zwei Versionen sind als PDF verfügbar. Mit der Veröffentlichung des Abkommens bekommt der Erfolg der App-Stores wohl endgültig einen bitteren Beigeschmack. Doch noch haben Entwickler wenig Alternativen. Es bleibt zu hoffen, dass Android in Zukunft ein würdiger Konkurrent zu der Apple Plattform wird.

EFF ist eine in San Francisco basierte gemeinnützige Gesellschaft, welche sich für Bürgerfreiheiten im digitalen Zeitalter einsetzt.

Für weitere Analysen empfehle ich den MacBreak Weekly (MBW) Podcast auf dem twit.tv Network. Leo Laporte und Gäste diskutieren jede Woche alle Nachrichten rund um das Unternehmen aus Cupertino, CA. Dazu gibt es auch immer Tipps rund um den Mac oder das iPhone.

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