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Kevin Rose – Foundation

Gestern ist Kevin Rose, Gründer von digg und Business Angel aus San Francisco, mit seinem neuen Podcast Foundation gestartet. In der Show führt der erfahrende Entrepreneur Interviews mit bekannten Persönlichkeiten aus der Gründerszene. Lange war unklar was Rose mit diesem Projekt vor hat. Schon länger hatte er einen neuen Podcast angekündigt. Damals war das Projekt noch unter dem Namen ffoward bekannt. Bereits seit 2004 ist Kevin Rose co-Host einer der bekanntesten Videopodcasts überhaupt. Gemeinsam mit Alex Albrecht moderiert er Diggnation.

Auch die erste Folge von Foundation kann wirklich überzeugen. In einem sehr interessanten Gespräch unterhält sich Kevin Rose mit Jack Dorsey. Dorsey ist der Erfinder des Konzeptes von Twitter. Die Episode ist liebevoll gedreht und editiert. So macht es auch Spass die Show in (Youtube-) HD zu schauen.

Interessant ist auch das Vertriebskonzept. Zusammen mit dem Podcast startet Rose einen E-Mail Newsletter, welcher für 3,99 US Dollar im Monat abonniert werden kann. In diesem werden neben den Folgen von Foundation auch weiterer Inhalt angeboten. Es wird die Show aber auch weiter kostenlos geben. Die Folgen werden dann aber um jeweils eine Woche versetzt erscheinen.

Im letzten halben Jahr sind immer mehr Shows und Newsletter mit ähnlichen Konzepten gestartet oder haben sich dazu weiterentwickelt. Als Beispiel möchte ich NoAgenda von Adam Curry und John C. Devorak nennen oder auch den Newsletter von Jason Calacanis. Ein sehr spannender Trend. Vor Jahren sind viele dieser Konzepte gescheitert. Es bleibt abzuwarten, wie nachhaltige diese neuen Versuche nun sind.

Lünale 2010 – Preise für Macher

Luenale 2010

Am letzten Freitag (12.11.2010) wurden im Castanea Resort Hotel bei Lüneburg zum ersten Mal die drei wichtigsten Wirtschaftspreise der Region Lüneburg in einer gemeinsamen Veranstaltung verliehen. Bei der Lünale getauften Veranstaltung wurde neben dem Lüneburger Gründerpreis “impuls” und  dem Lüneburger Mittelstandspreis auch ein Preis für die “Leuphana Gründungsidee des Jahres” vergeben. Durch den Abend führte Regine Schramm vom NDR Studio Lüneburg. Nicht nur die Unternehmer aus der Region waren preiswürdig. Auch die wirklich sehr gute Livemusik von (Nachwuchs-)Musikern aus der Region hätte durchaus eine Auszeichnung verdient. Nach der etwa einstündigen Preisverleihung war ausreichend Zeit für Gespräche mit und unter den Unternehmern der Region. Dazu wurden im Rahmen eines Flying Buffets kleine Spezialitäten gereicht.

Der Preis für die Leuphana Gründungsidee des Jahres ging an Alexander Bachmann und seine Idee “YouCallo“.

YouCallo ist eine Online-Kollaborations Plattform, die es Nutzern ermöglicht mit wenigen Mausklicks kleine Gruppen oder große Communities anzulegen und so mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten, Daten auszutauschen und gemeinsam Ziele zu verfolgen.

Quelle: http://www.youcallo.net/

Die Leuphana Gründungsidee des Jahres wird im Rahmen einer Kooperation der Rainer Adank Stiftung und dem Lehrstuhl für Gründungsmanagement an der Leuphana Universität Lüneburg verliehen. Weiter Informationen zum Preisträger

Lüneburger Gründungspreis impuls – Mit dem Gründerpreis wurde die web-netz GmbH aus Lüneburg ausgezeichnet. Der Preis wurde von den beiden Gründern Diplomingenieur Sebastian Loock und Dipl. Kaufmann Patrick Pietruck entgegengenommen. Beide sind ehemalige Studenten der Leuphana Universität Lüneburg.

web-netz ist ein spezialisierter und erfahrener Dienstleister für Online-Marketing. Unser Schwerpunkt liegt auf der intensiven Beratung und Optimierung in den Bereichen Suchmaschinenmarketing, Suchmaschinenoptimierung und Webentwicklung.

Quelle: http://www.web-netz.de/

Der Preis wird gemeinsam von der Sparkasse Lüneburg und der Volksbank Lüneburger Heide eG verliehen. Weitere Informationen zu den Preisträgern

Mittelstandspreis Lüneburg - Der Mittelstandspreis Lüneburg wurde in diesem Jahr an die Firma Clage GmbH verliehen.

Die Firma CLAGE hat sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Elektro-Warmwassergeräten spezialisiert und gehört zu den führenden deutschen Herstellern von Durchlauferhitzern. Als Pionier für besonders sparsame Klein- Durchlauferhitzer hat sich CLAGE eine marktführende Position in diesem Segment erarbeitet.

Quelle: http://www.clage.de/unternehmen/portrait.php

Der Mittelstandspreis wird vom Wirtschaftsforum Lüneburg e.V. verliehen. Weitere Informationen zu den Preisträgern

Mit einer gesunden Mischung aus innovativer Produktion und erfolgreichen, wissensbasierten Geschäftskonzepten ist die Region Lüneburg auch gut für die Zukunft aufgestellt. Mit mehr Machern, wie die Ausgezeichneten es sind, muss das Handelsblatt seine Prognose für die Region Lüneburg von “ausgeglichene Chancen und Risiken” wohl nach oben korrigieren.

INNOTECH – Summer School für Existenzgründer

Innotech Summer School 2010 Hamburg

Durch einen Kommentar auf diesem Blog bin ich auf die INNOTECH Summer School 2010 in Hamburg gestoßen. Vom 20.09. bis zum 24.09.2010 veranstaltet der hit-Technopark, das Hamburger Existenzgründungsprogramm (hep) und die Universität diese Summer School für Existenzgründer und diese die es werden wollen. Das Programm richtet sich hauptsächlich an Personen aus dem Umfeld einer Hochschule, also Studenten und Mitarbeiter. Die Veranstaltung steht aber auch anderen Interessierten offen. Für ca. 120 Euro bekommen die Teilnehmer ein interessantes Programm mit Unterrichtseinheiten von unterschiedlichen Dozenten und Zeiten für die Arbeit an eigenen Konzepten. Die meisten Dozenten kommen aus dem Umfeld der Leuphana Universität Lüneburg. In den Teilnehmerkosten sind Kost und Logis schon inbegriffen.

Neben dem Tagesprogramm gibt es auch noch Veranstaltungen an den Abenden. Geplant sind Besuche bei Startups und ein Grillfest. Damit sollte die Veranstaltung nicht nur lehrreich sein, sondern auch ausreichend Zeit zum Netzwerken bieten.

So weit mir bekannt ist die Anmeldung per Mail noch möglich und meiner Meinung nach gibt es bei diesem Programm nichts zu verlieren.

lovemachine – Liebe wird bezahlt

lovemachine inc - Anreizsystem mit crowd–sourcing

In jedem Unternehmen ist es sehr wichtig eine gewisse Firmen- und Mitarbeiterkultur aufzubauen. Spätestens seit Zappos ist dieses Thema auch in der Startup-Szene angekommen. Der Schuhhändler aus Las Vegas bietet sogar Führungen durch die Geschäftsräume an und hilft anderen Unternehmern bei der Entwicklung einer Corporate Culture.

Einer der Kernpunkte einer jeden Unternehmenskultur ist der Umgang mit Mitarbeitern und der Umgang der Mitarbeiter untereinander. Für jeden Manager ist es sehr wichtig ein gutes Verständnis von den Fähigkeiten seiner Untergebenen zu haben und auch gute Leistungen durch besondere Förderung zu stärken. In jungen Unternehmen mit einer geringen Mitarbeiterzahl mag es noch möglich sein alle Kräfte einzeln zu bewerten. Doch auch dort kann es schon schwierig sein die Mitarbeiter zu erkennen, welche für das Unternehmen besonders wichtig sind, obwohl ihre Ergebniszahlen am Ende des Monats nicht unbedingt überzeugen. Welcher Mitarbeiter mit technischen Wissen hält die Systeme der anderen Mitarbeiter auch in kritischen Situationen am laufen oder welcher Mitarbeiter der Verwaltung arbeitet besonders produktiv mit den Geschäftsbereichen zusammen. Gerade diese Fachkräfte sind wichtig für eine gutes Unternehmensklima. Leider fallen sie aber oft nicht auf. Wer häufig hilft fällt vielleicht bei den persönlichen Verkaufszahlen zurück garantiert aber trotzdem bessere Erlöse für das gesamte Unternehmen.

Ein neues Produkt von Lovemachine, Inc. soll es nun für Mitarbeiter und Führung transparent machen, welchen Mitarbeitern besonderer Dank gebührt. Das System erlaubt es jeden Mitarbeiter per e-Mail oder auf einer Webseite eine kurze Nachricht an andere Mitarbeiter zusenden, um sich bei ihnen zu bedanken oder für erreichte Ziele zu loben. Diese Messages werden “Love” genannt. Alle Mitarbeiter können diese Mitteilungen und einige Statistiken einsehen. So kann z.B ein großer Bildschirm im Großraumbüro oder Pausenraum den Einblick in die kleinen Dankbarkeitsmitteilungen geben. Einige Firmen nutzen dieses System schon auf unterschiedliche Weise. So ist es möglich einen monatlichen Bonus an den Mitarbeiter mit den meisten der positiven Nachrichten auszuzahlen oder jeder Mitarbeiter kann sich ein Portfolio aus seinen empfangenen Nachrichten in sein Personalgespräch mitnehmen.

Bei Digg.com wird Lovemachine: Work eingesetzt damit sich die Programmierer gegenseitig für Hilfestellungen bedanken können.

Lovemachine Inc. verfolgt einen interessanten Ansatz zur Weiterentwicklung der Personalführung und -steuerung. Gerade in Zeiten in denen an kurzfristigen Erfolgen orientierte Bonuszahlungen stark in der Kritik stehen könnte dieser Peer-Ansatz eine interessante Alternative sein. Vielleicht ist es auch möglich ähnliche Systeme in den höheren Führungsebenen zu etablieren. Und das nicht nur in Tech-Unternehmen, sondern z. B. auch in der Finanzbranche.

Ein weiterer Post wird wohl auch noch über die interessante Development-Methode des Unternehmens folgen.

Chrome: Browser Marketing Video

Mit diesem äußerst kreativen Video macht Google Werbung für den Browser Google Chrome. Die Schnelligkeit wird in drei “interessanten” Versuchen gezeigt. Google Chrome entwickelt sich immer mehr zum Browser des Vertrauens vieler User. Gelobt wird meist die Geschwindigkeit und die wenigen Abstürze. In letzter Zeit hatten die Konkurrenten Safari und Firefox Probleme in diesem Feld. Viele geöffnete Tabs und eine große Anzahl von installierten Plug-ins sind oft der Grund.

Außerdem entwickelt sich Google immer mehr zu einem Unternehmen was nicht nur Werbung für andere schaltet, sondern auch aktiv Werbung macht.

Große Unternehmen als VC

Der aktuelle Podcast in der Stanford eCorner Reihe stellte eine interessante Gruppe von Venture Capital Firmen vor. Lisa Lambert arbeitet bei Intel Capital. Diese Sparte von Intel investiert in Unternehmen verschiedener Größe und auch aus sehr unterschiedlichen Branchen. Das Ziel ist es nicht nur Geld zu verdienen und die ursprüngliche Einlage in ein StartUp zu verdreifachen, sondern auch die Umsätze des Mutterkonzerns zu stärken. Intel Capital investiert damit Intel mehr Chips verkaufen kann. Das Interview ermöglicht einen interessanten Einblick in einen wenig bekannten Teil der VC-Branche.

Pollux: Studenten als Entrepreneurs

Pollux App

Die Geschichte von Pollux App klingt nach einer echten (amerikanischen) Erfolgsgeschichte. Die Zutaten sind einfach. Zwei Freunde lernen sich in der High School kennen und gehen dann auf das College und entwickeln nebenbei ein Computerprogramm.

Pollux hilft bei der Vervollständigung von Metadaten der eigenen iTunes Bibliothek. Alle Songs können analysiert werden und dann mit Titeln, Albumart und Songtexten vervollständigt. Für die Metadaten greift das Programm auf Datenbanken zurück. Die Besitzer dieser Datenbanken haben auch dafür gesorgt, dass aus den Studenten echte Unternehmer wurden. Eigentlich wollten sie das App nur selbst nutzen und haben es einfach mal so auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Tausende User installierten das Programm und die APIs der Datenbanken liefen heiß. Anbieter der Informationen kündigten an einen kostenlosen Zugriff nicht weiter zu erlauben. Also verschwand Pollux erstmal wieder aus dem Web. Die beiden jungen Studenten gaben aber nicht auf. Sie nahmen sich eine Auszeit vom College und mit etwas Geld von den Väter gründeten sie ein Unternehmen. Ein halbes Jahr später und mit ein wenig Business Development ist das Programm marktreif. Nach nur wenigen Wochen haben über 2500 Nutzer eine Lizenz für 10 Dollar im Jahr erworben. Mit Hilfe eines Freundes aus Indien ist neben einer Version für Apple Mac auch ein Windowsprogramm erschienen.

Für ein Interview mit Chetan Surpur und Shashwat Kandadai empfehle ich den net@night Podcast mit Leo Laporte und Amber MacArthur.

Random Show

Es ist immer wieder interessant von bekannten und erfahrenden Unternehmern etwas über ihre persönlichen Erfahrungen zu hören. Auf den verschiedensten Kanälen haben wir Möglichkeit dazu. Viele Persönlichkeiten schreiben Bücher oder stellen sich in Interviews der Öffentlichkeit. Wir hier bei 2F versuchen immer wieder auf diese verschiedenen Kanäle hinzuweisen. Auch heute will ich einen solchen Hinweis veröffentlichen.

Tim Ferriss der Autor von “Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben” und Unternehmer und Kevin Rose,  Gründer von Digg.com und Angelinvestor, veröffentlichen unregelmäßig eine kleine Show. Diese kleine Sendung wir von ihnen die “Random Show” genannt. Die beiden unterhalten sich über alles was sie interessiert. Inhaltliche Schwerpunkte sind aber die Themen Bücher, Unternehmertum, Gesundheit und Ernährung. Es lohnt sich mal reinzuschauen. Diesmal geht es unter Anderem über das neue Buch von Zappos Gründer Tony Hsieh Delivering Happiness: A Path to Profits, Passion, and Purpose.

Random – Episode 10 from Glenn McElhose on Vimeo.

Penis… F9… bei Chatroulette

Chatroulette.com

Seit November letzten Jahres wird die F9 Taste vieler Tastaturen sehr viel öfter genutzt, als jemals zuvor. Die Taste spielt nämlich eine wichtige Rolle für das Internetphänomen Chatroulette. Laut Alexa ist das Internetprojekt, eines 17-jährigen Moskauer, eine der Top -3000 Webseiten weltweit.

Das Konzept von Chatroulette ist nicht neu. 2009 war aber wohl der Zeitpunkt für einen neuen Launch der alten Idee. Die meisten Computer werden heute mit einer Webcam ausgeliefert und viele Menschen haben genügend Bandbreite für eine solche Spielerei. Das soziale Experiment kann beginnen. Kaum eine Fernsehsendung kann auf einen Beitrag über die Internetseite verzichten. Meist tarnen die Journalisten ihre eigene Neugier am Ende der MAZ, indem sie auf Gefahren für “die Kinder” hinweisen. Doch auf den Schulhöfen Deutschlands dürften wohl die größten Chatroulette-Profis spielen. Es ist aber doch überraschend, dass sich das Interesse am Videochat mit dem “Stranger” nicht nur auf eine Generation beschränkt. Auf eine vielleicht traurige Weise zeigt die Webseite, wie weit das Internet unser Leben bereits erobert hat. Vor wenigen Jahren wäre ein solches Projekt nicht nur technisch schwierig umzusetzen gewesen, sondern viele Menschen wären auch nicht fähig eine solche Seite zu benutzen. Heute ist man mit wenigen Klicks dabei. Sobald das erste WebMeme vom User einige Zeilen Ruby oder Python fordert sind wir wohl in einer wirkliche WebSociety angekommen.

Achja F9 ist übrigens so wichtig für CR, weil es den nächsten “Stranger” aufruft. Spätestens nach dem zweiten nackten Unterleib eines Mannes aus Texas lernt man diese Funktion zu schätzen.

Abschließen möchte ich diesen Post mit einigen Links zu interessanten Videos und Internetseiten rund um Chatroulette:

patientslikeme.

PatientsLikeMe.com

patientslikeme.com ist eine Website mit einem besonderen Anspruch. Das Motto der Seite ist: Patients Helping Patients Live Better Every Day. James Heywood, einer der Gründer der Internetseite, entwickelte die Idee zum Unternehmen um seinem Bruder zu helfen. Auf der Website können User ihre persönliche Krankheitsgeschichte einstellen. Alle Informationen werden veröffentlicht und können eingesehen werden. Die User haben Zugriff auf die verschiedensten Analysewerkzeuge und Statistiken. Das Wohlbefinden jedes Nutzers wird bewertet. So kann die Wirkung von Therapien oder Medikamenten bewertet werden. Heute ist das Unternehmen soweit, dass es auch Vorhersagen in die Zukunft anbietet. Im Stile der Time Machine Applikation von Apple kann der Nutzer versuchen seine persönliche Krankheitsentwicklung, unter der Berücksichtigung verschiedener Therapien, vorherzusagen.

Für einen besseren Einblick in die Funktionen der Internetseite empfehle ich, dass ihr euch die TED MED Präsentation von James Heywood anschaut.

Die Präsentation zeigt die großen Möglichkeiten die patientslikeme.com bietet. Auf dem riesigen Gesundheitsmarkt lässt sich natürlich auch viel Geld verdienen. Aber im Mittelpunkt sollte immer der Patient stehen. Die Nutzer der Seite müssen allerdings auf einen großen Teil ihrer Privatssphäre verzichten. Das bürgt natürlich auch Risiken. Doch vielen wird wohl die Hoffnung auf ein gesünderes und längeres Leben überzeugen.

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