Tobias Becker | tobias@secondflush.de

Tobias ist in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Internet. Dabei konzentriert sich sein Interesse nicht nur auf die technischen Aspekte des Word-Wide-Webs sondern auch die neuen Möglichkeiten des Marketing, eBusiness und der zwischenmenschlichen Kommunikation im Netz. Aktuell studiert Tobias Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien in Stuttgart und ist immer wieder als Freelancer für kleinere Unternehmen und Agenturen beschäftigt. Dabei arbeitet er neben der Programmierung und dem Design für Web- und Printproduktionen auch im Bereich Konzeption. In seiner Freizeit beschäftig er sich mit Musik und engagiert sich ehrenamtlich beim DRK und dem Kreisjugendring Rems-Murr.

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Chrome2phone – ein Android 2.2 Feature

Android Google

Seit dem ersten Release von Android Froyo (Version 2.2) bin ich stolzer Nutzer der neuen Version des iOS Rivalen. Auf meinem Nexus One konnte ich als einer der ersten Nutzer dieses Update durchführen und profitiere seither von den neuen Features, die dieses Update mit sich bringt. Neben dem Performance-Zuwachs und der Flashunterstützung (Flash 10.1) im Browser gibt es eine Funktion, über die kaum jemand bescheid weiß. Diese Funktion nennt Google “ChrometoPhone”.

Mit der Funktion lassen sich Links, Maps und sogar Kontakte mit einem Klick einfach im Browser über die 3G/GPRS Verbindung auf den Androiden übertragen. Im Detail schreibt Google hierzu:

Features:

  • Send links to browser
  • Google Maps links launch the Google Maps app.
  • Selecting phone numbers in Web pages, launches the dialer with the number pre-populated.
  • Selected text populates the Android clipboard (long-press on text boxes to get paste option).

Chrometophone

Um diese Funktion nutzen zu können, muss der Nutzer entweder die dafür entwickelte Chrome- oder FireFox-Extension installieren und den Browser mit seinem Handy verbinden. Dazu muss er sich einfach mit seinem Google-Account in der Extension registrieren. Zudem muss die Application auf das Froyo-Gerät heruntergeladen und installiert werden. Leider ist diese App bisher noch nicht im Market, sondern nur auf codes.google.com verfügbar. Nach der Installation kann der User sofort mit dem Senden loslegen. Dazu geht der ChrometoPhone Nutzer einfach auf eine beliebige Webseite, klickt auf den Button der Extension und voilà – der Link erscheint auf dem Display des Handys.

Um jetzt aber nicht einen Link auf das Handy zu übertragen, sondern eine Telefonnummer, muss man einfach nur die jeweilige Stelle der Webseite markieren und kopieren. Danach einfach die Dial-App auf dem Handy starten und auf den Extension-Button im Browser klicken. Jetzt ist die Nummer im Android Zwischenspeicher und man kann sie mit einem langen Tab in das Wählfeld pasten.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind selten, aber in gewissen Situationen ist diese App super hilfreich. Man nehme zum Beispiel an, ich lese einen interessanten Artikel auf Secondflush.de und merke, dass ich mich in ein paar Minuten mit einem Freund in der Stadt treffen möchte. Also kurz den Link aufs Handy geschickt und schon kann ich den Artikel in der U-Bahn weiterlesen. Ein anderer use case ist die Suche nach Apps über das Notebook. Jetzt habe ich im Netz eine interessante App gefunden und möchte sie auf meinem Gerät installieren. Entweder ich nutze die Kamera und scanne den QR-Code der App oder ich sende mir einfach über ChrometoPhone den Link auf mein Handy. Mit Telefonnummern und Texten ist es das selbe Spiel.

Die Extension für Chrome und die App für Froyo können auf der Projekt-Seite von Google heruntergeladen werden. Das Firefox-AddOn kann auf der AddOn-Seite heruntergeladen werden.

In diesem Video zeigt ein Redakteur von AdroidCentral auf amüsante Art wie die Extension funktioniert -”Booyaaaa”:

Steereo und Simfy – Eine iTunes Alternative?

SteereoSchon seit einigen Monaten sind Dienste wie Steereo im Netz zu finden. Diese ermöglichen über eine Musikflatrate das Streamen von Musik auf den PC über einen Browser oder eine extra Software. Besonders interessant sind diese Dienste seit den letzten Tagen. Denn nach Simfy hat nun auch Steereo eine Smartphone App veröffentlicht. Von nun an können die eigenen Playlists also nicht nur am PC gehört, sondern auch unterwegs der ständige Begleiter werden.

Im Gegensatz zu Simfy finde ich Steereo besonders interessant wegen ihrem günstigen Preis. So bezahlt man bei Steereo für eine Premium-Mitgliedschaft nur 2,99 €/Monat, um dann werbefrei und unbegrenzt Musik hören zu können. Simfy dagegen verlangt dafür 9,99 € im Monat. Ein wichtiges Kriterium bei einer Entscheidung für oder gegen einen solchen Anbieter muss natürlich auch die Auswahl der Musik sein. Steereo bietet nach eigener Aussage “mehrere Millionen” Titel zum Streamen an – Simfy hat dagegen derzeit 6,2 Mio. Songs lizensiert, wovon schon 40% verfügbar sind. Doch nicht nur die Auswahl der Musik spielt eine Rolle, auch die Navigation und die Usability auf der Webseite bzw. in den jeweiligen Apps. Hier ist Simfy die bessere Alternative. Der Player erinner mit seinem schlichten Design an iTunes und die Webseite ist aufgeräumt und man findet sich in den Genres gut zurecht. Steereo hat in diesen Punkten nach meiner Meinung noch einiges nachzuholen.

Wenn man sich die Auswahl der Apps anschaut fällt einem auf, dass Steereo bereits eine Desktop- und eine iPhone-App bietet. Eine Android-App soll in wenigen Wochen folgen. Simfy bietet dagegen eine iPhone- und Android-App und wirbt mit der bald erscheinenden Desktop-App.

Simfy

Beide Dienste bieten eine personalisierte Playlist sowie eine Funktion, favorisierte Songs mit seinen Freunden zu Teilen. Steereo bietet einen großen und für einige vielleicht entscheidenden Vorteil – den Shop. So hat jeder Premium-Nutzer die Möglichkeit unter mehr als 1,5 Mio. Titeln die Lieblingssongs auszuwählen und zu kaufen. Die Preise sind hierbei denen von iTunes sehr ähnlich (ab 99 ct.) und der absolute Vorteil: Die MP3′s sind nicht via DRM geschützt. Man kann diese Lieder also so oft man möchte kopieren und auf so vielen Endgeräten nutzen, wie man möchte. Natürlich immer innerhalb der rechtlichen Schranken.

Abschließend kann man nur sagen, dass es keinen “perfekten” Dienst gibt, den man ohne Einschränkungen empfehlen kann. Simfy bietet “gefühlt” die größere Auswahl an Titeln, wobei hier Qantität auch nicht zwingend Qualität sein muss. Es kommt stark auf den eigenen Geschmack an. Zudem muss man beachten, wie man die Musik nutzen möchte – also welche Apps man benötigt. Der Shop ist dann natürlich auch eine Option, die man bei der Wahl bedenken sollte.

Ich persönlich teste gerade Steereo ausgiebig. Hier finde ich die einmonatige Testphase super. Einen Monat kann man hier das komplette Premiumangebot nutzen ohne einen Cent dafür zu bezahlen. Simfy bietet dagegen nur 7 Tage Testzeit. Die Auswahl der Musik ist für mich bei Steereo ausreichend und der Shop eine wirkliche Alternative zu iTunes. Ich spiele tatsächlich mit dem Gedanken einer Premium-Mitgliedschaft. Doch hierfür werde ich auf jeden Fall noch auf die Android-App von Steereo warten, sodass ich das dann auch auf meinem Androiden nutzen kann.

Mixcloud.com – die neue Wolke am Musikhimmel

Im Zeitalter des Tapes war es üblich Musik auf Magnetbänder aufzunehmen. Oft aus dem Radio oder von Schallplatten, aber sogar noch von CD wurden Tapes bespielt. Alles diente nur einem Zweck: Das eigene Mixtape mit der Lieblingsmusik und dem persönlichen Bezug. Diese persönlichen Mixtapes wurden dann entweder an Freunde oder den Partner verschenkt oder selbst im Auto oder über den Walkman gehört.

Seit den ersten Discmans wurden Walkmans immer seltener und spätestens seit iPod und Youtube sind die Tage dieser Oldschool-Geräte gezählt. Allerdings wollen viele nicht auf den Luxus verzichten, ihre eigens zusammengestellten Mix-„Tapes“ mit der ganz persönlichen Lieblingsmusik zu hören. Wiedergabelisten in iTunes, Playlisten bei Youtube oder eigene Mix-CDs werden genutzt, um diesem Wunsch gerecht zu werden.

Im Zeitalter der modernen Kommunikation und dem immer mehr zum Teilen tendierenden Verhalten der Internetnutzer haben sich drei junge Gründer aus London Gedanken gemacht und eine Plattform geschaffen mit der eigene „Mixtapes“ mit anderen geteilt werden können – mixcloud.com. Die Gründer beschreiben ihre Plattform selbst als „Youtube des Radios“. Ursprünglich wurde diese Plattform für DJs, Musikliebhaber und Hobby-Radioproduzenten ins Leben gerufen. Inzwischen hat es sich allerdings zu einem gefragten „Radio-on-demand“-Dienst entwickelt.

Die Idee ist simpel: Jeder kann einen eigenen Account einrichten und seine persönlichen musikalischen Inhalte hochladen. Akzeptiert wird jegliche Art von Radio-Content im MP3-Format: Beispielsweise DJ-Mix-Sets, Moderationsstrecken, Live-Mitschnitte oder Music-Shows. Durch den anfänglichen Schwerpunkt auf die DJ-Szene findet der Nutzer viel Musik aus dem elektronischen Bereich, die zum Großteil ungesigned ist. Letztendlich entscheiden die User über den Erfolg des Angebots. Indem die Klicks auf den jeweiligen Beitrag erfasst werden, erreichen die meistgehörten Titel die oberen Plätze der Ergebnislisten. Ganz wichtig ist natürlich auch die Vernetzung mit seinen virtuellen Freunden über Netzwerke wie Facebook oder Twitter.  Genauso wie bei allen Videocontent-Providern ist ein Download der Musikinhalte über die Plattform nicht möglich.

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